Freie Kindererziehung in der Familie

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Paul und Jean Ritter
Freie Kindererziehung in der Familie
Rowolt-Verlag
ISBN 3-499-17162-7

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Verweise:

Zeichenerklärung
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Buch: Buchbesprechung
Buch: Kersti: Buchbesprechung von mir, die das Buch inhaltlich und formal hinterfragt
Artikel in "Idee und Bewegung"
Welt: Artikel in fremden Internetseiten
Kersti: Artikel von mir (Kersti Nebelsiek)
Eine bessere Gesellschaft:
Kersti: Lernen ist Spiel
Kersti: Stellt euch vor: es ist Krieg und keiner schießt
Buch: Einsele, Helga / Mein Leben mit Frauen in Haft
Buch: Gordon, Thomas / Familienkonferenz
Buch: Kaufman, Barry Neil / Ein neuer Tag
Buch: Liedlhoff, Jean / Auf der Suche nach dem verlorenen Glück
Buch: Ritter, Jean und Paul / Freie Kindererziehung in der Familie
Buch: Bircher, Dr. Ralp / Edition Wendepunkt
c) Wer an einen Stern gebunden ist
d) Kultur ist anders
e) Das Kommende im Gegenwärtigen
Sonstiges
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Die Familie Ritter beschreibt hier ihre sehr guten Erfahrungen mit Antiautoritärer Erziehung.

Antiautoritäre Erziehung???

Viele Menschen werden geradezu ärgerlich, wenn sie den Begriff "Antiautoritäre Erziehung" hören. Sie haben zu viele rücksichtslose Kinder gesehen, die nicht einmal respektieren, daß Eltern auch Menschen sind, die auch Bedürfnisse haben.

Ursprünglich war mit diesem Begriff aber etwas anderes gemeint. Die Eltern der Ritters-Kinder werden sehr wohl ärgerlich, wenn ihnen die Kinder auf der Nase herumtanzen. Doch sie verzichten auf unnütze und sinnlose Vorschriften. Und wo es um die Bedürfnisse und Sicherheit der Kinder geht, verbieten sie nicht, sondern erklären, warum die Betreffende Handlungsweise nicht sinnvoll ist.

Nicht ganz so extrem aber ebenfalls sehr freiheitlich war meine eigene Erziehung. Wir lernten schon als Kleinkinder, daß die Ratschläge unserer Eltern etwas Sinnvolles sind, das zu befolgen sich lohnt.

Es war eine erschreckende Erfahrung für mich, daß meine Klassenkameraden auch nach dem Abitur noch nicht gelernt hatten, Ratschläge von Autoritätspersonen anzunehmen. Immer wieder taten sie Dinge nur deshalb, weil sie verboten waren, oder für Kinder verboten sind, weil sie schädlich sind. Eine Handlungsweise, die mir nicht nachvollziehbar war, weil ich wenig verboten bekommen habe - und weil ich nicht aus Angst vor Strafe, sondern weil es entweder zu meiner Sicherheit oder aus Rücksicht auf meine Eltern nötig war. Wobei ich all diese Regeln nur so lange befolgt habe, solange sie ihren Zweck erfüllten. Junge Erwachsene können sehr viel schwerwiegendere Fehler machen als Kleinkinder. Und es scheint mir, daß viele Drogenprobleme aber auch Autounfälle auf dieses Konto gehen.

Kersti:


Ein Text von Kersti Nebelsiek, Alte Wilhelmshäuser Str. 5, 34376 Immenhausen - Holzhausen, Tel.: 05673/1615, Internetseite: http://www.uni-kassel.de/~nebelsie/
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