erste Version: 10/2013
letzte Bearbeitung: 10/2016

Chronik des Aufstiegs: Weimarer Republik und Drittes Reich - Dämonenkind

F231.

Eine Sekte, die neun von zehnen ihrer Schüler in den Wahnsinn treibt und ihren Göttern opfert

Vorgeschichte: F761. Kersti: Ein Wolf führte mich einen Gang entlang durch mein Leben und erklärte mir, daß er mir einige meiner Erinnerungen zeigen müßte, die ich vergessen hatte

Karl erzählt:
Als die Wirkung einigermaßen wieder abgeklungen war, tauchte Haushofer wieder auf. Er hatte Takumondo meinen Japanischlehrer dabei, der immer noch leicht hinkte aber durchaus lebendig war. Ich traute meinen Augen nicht. Als ich ihn anschaute, wußte ich, daß die Drogenwirkung noch nicht ganz abgeklungen war, denn ich sah bildlich, daß die Struktur seiner Persönlichkeit an mehreren Stellen zerrissen war und hörte, wie der Wolf, der in meinen Drogenvisionen aufgetaucht war und mir verboten hatte, ihn in meinem Bericht zu erwähnen, mir sagte:
*Das liegt an den Foltern.*
Ich spürte außerhalb meines Körpers, aber fast so als hätte ich selbst Schmerzen, die Schmerzen des Mannes und ein Ausmaß an Angst, das mich ganz krank machte. Ich überlegte, was ich tun könnte und hatte das Gefühl als würde ich sehr genau die Risse ansehen und sie heilen, wie ich die Schnitte an Armen und Beinen geheilt hatte. Dieses Gefühl hatte ich nebenher die ganze Zeit, so lange der Japaner im Raum blieb.

Haushofer sagte mir, daß mein Japanischlehrer ein buddhistischen Mönch aus Japan sei, der sicherlich große Freude daran haben würde, mich in die Geheimnisse seines Ordens einzuweihen. "Nicht wahr?" wandte er sich an den Japaner. Mit einem Ausbruch neuer Angst stimmte der Japaner ihm hastig zu. Ich begrüßte den Japaner mit ausgesuchter Höflichkeit, während ich sehr schroff mit Haushofer sprach. Haushofer schien das nur zu amusieren. Ich war viel zu wütend über das, was ich sah, um anders reagieren zu können. Schade nur, daß ich mal wieder angekettet war. Ich hätte ihn zu gerne erwürgt.

Haushofer verließ den Raum, schloß uns ein und ließ uns allein. Ich fragte den Japaner, warum er denn noch lebte. Haushofer hätte mir nach den Foltern doch gezeigt, daß er tot sei.
"Die lassen einen Meister nicht so einfach sterben. Als ich noch glaubte, daß man die Loge nur durch den Tod verlassen kann, habe ich zig Selbvstmordversuche begangen, um hier rauszukommen. Sie haben mich immer wieder zum Leben erweckt." erklärte er.

Der Japaner befreite mich von den Ketten und fragte mich, warum ich immer noch angekettet sei. Ich sagte ihm, daß das die Strafe dafür gewesen war, daß ich, als Haushofer mir das erste mal diese Droge gegeben hatte, nicht durchgehend Protokoll geführt hatte. Jetzt hätte ich das aber gemacht. Ich las ihm dann meinen Drogenbericht vor, der im Kopf eine Dosisangabe und eine Auflistung der Namen hatte, die die Droge und der Pilz, aus der sie hergestellt worden war, in verschiedenen Sprachen hatte. Der Japaner fragte mich fassungslos, ob ich es wirklich fertiggebracht hätte, bei der Menge während der Drogenwirkung durchgehend Protokoll zu führen. Ich bestätigte das.
"Das kann doch keiner!" meinte er.
Ich war überrascht, denn nachdem ich mich entschieden hatte, daß das wichtig sei, war es durchaus nicht schwierig gewesen, ausreichend Konzentration für das Protokoll abzuzweigen. Ich mußte allerdings feststellen, daß mich beim Lesen der Inhalt des Berichtes überraschte. Das war etwas anderes als das, woran ich mich erinnerte. Ich sprach diesen Gedanken nicht aus. Da mußte ich noch einmal nachdenken, was ich mit dieser Erkenntnis anstellen will.

Dann fragte ich: "Warum haben sie dich eigentlich gefoltert?"
"Ich bin zur Polizei gegangen und habe dort alles erzählt, was ich über die Loge weiß. Zumindest habe ich es versucht. Die haben mich dann in eine Psychiatrie eingeliefert, da ich angeblich Halluziationen hätte. In der hat mich die Loge umgehend wieder abgeholt." erklärte er, "Die haben mich dann zur Strafe gefoltert und ich hatte noch nicht genug Zeit, das wieder vollständig zu heilen. Übrigens haben sie mir vorgeworfen, ich hätte dir vorzeitig verraten, was sie mit dir vorhaben und deshalb wärest du geflohen." erklärte er.
"Und warum hast du es mir nicht erzählt?" fragte ich, denn das konnte kaum gefährlicher sein, als mit dem Logenwissen zur Polizei zu gehen. Schließlich hätte ich es zumindest niemandem verraten, wenn er mich gewarnt hätte.
"Weil ich damals in Japan oft versucht habe zu fliehen und sie mich immer innerhalb von kürzester Zeit wiedergefunden haben."
"So ist es mir auch gegangen."
Ich schilderte ihm kurz meine Fluchtversuche und fragte dann: "Kannst du dir erklären, warum sie einen immer so schnell wiederfinden?"
"Ja. Sie haben dir ein magisches Überwachungsimplantat eingesetzt, um dich damit immer beobachten zu können, egal wie weit du weg bist." erklärte er.

Danach las ich ihm einen auf Japanisch von Haushofer verfaßten Bericht zu dieser Droge vor und fragte bei jedem Wort, das ich nicht verstand, nach, was es bedeutete. Schon bei den Angaben zu Ort und Zeit des Berichts kam eine neue Welle von Angst von meinem Lehrer. Ich fragte, woher diese Angst käme.
"Ich mache mir Sorgen um dich. Dies ist der europäische Zweig derselben Loge und neun von zehn Leuten werden bei den Drogeneinweihungen wahnsinnig und deshalb ermordet. Und bei dem Gestaltwandel danach gibt es wieder mehr Unfälle als erfolgreiche Umwandlungen."
"So hatte ich das verstanden." antwortete ich.
"Und warum wirkst du dann so völlig ruhig?"
"Im Augenblick kann ich nichts daran ändern." antwortete ich.

Es gab einen zweiten japanischen Bericht zu dem Pilz, in dem er als heilige Pflanze geschildert wurde, die den Zugang zu den Göttern ermöglicht. Dort stand, daß man zunächst die Tore des Wahnsinns durchschreiten müsse, ehe man die Götter erreichen könne. Dazu müsse man viel über jede Erfahrung mit der Droge meditieren und dürfe keine neue Dosis nehmen, bevor man die vorhergehende Erfahrung durch langes meditieren verarbeitet habe. Als Mindestpause zwischen zwei Erfahrungen wurde ein Mondmonat angegeben, während die gefürchtete Sekte von Schwarzmagiern alle zwei Tage psychodelische Drogen gab.
"Dann wissen wir ja, warum sie bei der Loge alle wahnsinnig werden." dachte ich mir.
Bei diesem Bericht kam der Japaner regelrecht ins Schwärmen und erzählte mir von wundervollen spirituellen Erfahrungen, die er mit der Droge gemacht hatte. Verwundert fragte ich ihn, wie das denn käme. Er erklärte daß das in Japan genauso geregelt wäre wie hier. Es gäbe ein harmlos erscheinendes buddhistisches Kloster das von der Loge als Deckmantel benutzt würde.

Auf und unter dem Stuhl blieb eine Pfütze mit Blut zurück, als er wieder ging. Ich war erschrocken, daß ich über dem Gespräch vergessen hatte, daß er hinkt und hatte ein schlechtes Gewissen, daß ich ihm keinen bequemeren Sitzplatz angeboten hatte.

Ich bekam danach eine Droge eingeflößt, die mich beinahe völlig betäubte, so daß es mir schwer fiel meinen Drogenbericht zu schreiben und ich mittendrin einfach einschlief.

Kersti

Fortsetzung:
F437. Kersti: Ein schwarzer Junge mit Glatze, schwarz-bläulich glänzenden Schuppen und anderen Merkmalen, die eher an Echsen als an Menschen denken ließen

Quelle

Erinnerung an ein eigenes früheres Leben.
V12. Kersti: Hauptfehlerquellen bei Erinnerungen an frühere Leben

EGI. Kersti: Erinnerungen aus diesem Leben, aus früheren Leben und aus feinstofflichen Welten
V231. Kersti: Frühere Leben von mir
FI13. Kersti: Inhalt: Dämonenkind

Ein Text von Kersti Nebelsiek, Alte Wilhelmshäuser Str. 5, 34376 Immenhausen - Holzhausen, Tel.: 05673/1615, https://www.kersti.de/, Kersti_@gmx.de
Da ich es leider nie schaffe, alle Mails zu beantworten, schon mal im Voraus vielen Dank für all die netten Mails, die ich von Lesern immer bekomme.
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