erste Version: 4/2018
letzte Bearbeitung: 4/2018

Chronik des Aufstiegs: Die Pforten der Hölle - Seelengeschwister aus der Hölle

F992.

Da waren so viele Bücher, daß ich, als ich durch die Reihen ging und die Buchtitel las, dachte, daß sie über jeden Lexikonartikel ein ganzes Buch haben

Vorgeschichte: F99. Kersti: D

Geron erzählt:
Als ich vier war, schickte meine Mutter mich in die Schule, weil der Arzt meinte, daß ich dann vielleicht geistig etwas mehr ausgelastet wäre. Doch das brachte nicht viel denn dort gab es nur vier Bücher. Ein zweibändiges Lexikon, eine Bibel und ein Weltatlas. Die hatte ich schon in den ersten Tagen in der Schule durchgelesen. Der Lehrer brachte mir auch noch alle Bücher von zu Hause mit, die er da hatte, aber nach einer Woche war wieder gar nichts zu lesen da.

Ich beschwerte mich bei meiner Mutter, daß es in der Schule viel zu wenige Bücher gab und daß man da doch gar nichts lernen konnte, weil die da nur vier Bücher hatten. Sie sagte mir, daß sie doch schon alle Bücher ausgeliehen hatte, die die Nachbarn besaßen, da könnte sie doch auch nichts machen! Ich begann zu weinen wie ich immer zu weinen begann, wenn ich ein Buch durchgelesen hatte und kein neues mehr da war.

Einige Tage später ging sie mit mir zu der Schule der Ritter. Da war eine Mauer drum herum und da durften eigentlich nur die Kinder aus dem Heim und die Kinder der Ritter hin, aber wir wurden nicht ausgeschimpft als meine Mutter dem Pförtner sagte, daß sie fragen wollte, ob ich die Bibliothek benutzen könne, weil ich schon alle Bücher gelesen habe, die sie bei den Nachbarn hatte finden können und weil sie nicht mehr wüßte, wo sie sonst noch ein Buch für mich herbekommen könnte. Der Mann fragte mich, welche Bücher ich gelesen hatte und wollte von mir wissen was da alles drin stand, dann sagte er einem zweiten Mann, den er mit einer Glocke gerufen hat, daß er mich in die Bibliothek bringen sollte und daß ich einen Bibliotheksausweis ausgestellt bekommen sollte. Ich fragte mich, ob sie dort vielleicht doch keine Bücher haben oder warum er sonst wissen mußte, was in den Büchern drin steht, die ich kenne.

Der man war lustig, denn statt zu gehen ist er mit einem Stuhl durch die Gegend gerollt, der Räder hatte und ich durfte mich auf seinen Schoß setzen, als wir von der Pforte zur Schule gefahren sind.

Der Mann rief Mira, ein Mädchen, das schon fünf Jahre alt war und sagte ihr, daß sie mir einen Bibliotheksausweis ausstellen und mir die Bibliothek zeigen sollte. Sie bestand aus mehreren Zimmern die zusammen größer waren als das Haus, in dem wir wohnten. Ich staunte. Ich kann mich erinnern, daß ich früher, als ich groß war, schon einmal in einem Haus mit ganz vielen Büchern gewesen war, aber daß es hier auch so etwas gibt, hatte ich nicht gewußt.

Mira war nett und sie liest genauso gerne wie ich. Sie zeigte mir, daß man nicht unten gucken muß, wenn man interessante Bücher finden will sondern oben in den Reihen, wo man eine Leiter braucht, um die Bücher zu sehen. Unten sind nämlich nur so Bilderbücher, wo gar nicht richtig viel drin steht. Die richtigen Bücher stehen oben. Ich fragte sie, warum die Erwachsenen das denn so blöd eingerichtet haben, daß man an die richtigen Bücher nur mit einer Leiter dran kommt, aber das wußte Mira auch nicht.

Mira fragte mich also, was für Bücher ich lesen wollte, ob es etwas gab, was ich gehört hatte und wo ich mehr drüber lesen wollte. Ich fragte nach dem, was in besonders interessanten Lexikonartikeln gestanden hatte und sie zeigte mir, daß es zu jedem Lexikonartikel ein ganzes Buch gab. Natürlich wollte ich die alle haben. Wir sammelten die Bücher auf einem kleinen Tischchen, wo vorher nur ein paar langweilige Bilderbücher gelegen hatten.

Irgendwann kam mir das komisch vor und ich fragte Mira, ob ich wirklich so viele Bücher gleichzeitig ausleihen durfte und sie erklärte mir, daß das die erwachsenen Ritter ja auch manchmal tun würden und daß man eben nur die Bücher da lassen müßte, die entweder zu wertvoll waren oder zu häufig gebraucht wurden und deshalb nur in der Bibliothek benutzt werden durften.

Als ich schließlich dachte, daß ich erst einmal genug Bücher habe, war Mutti schon längst gegangen, weil sie noch im Garten arbeiten und Abendessen machen mußte. Und ich stellte fest daß die Bücher nicht alle in meinen Rucksack paßten. Ich fragte Mira, ob sie auf die Bücher aufpassen könnte ich würde den Rest gleich abholen.

Die Erwachsenen fanden das seltsamerweise lustig. Die Erwachsenen finden immer alles lustig was ich mache und ich weiß nicht warum. Mira fand auch, daß die Erwachsenen blöd sind, wenn sie etwas lustig finden, was wir machen, obwohl sie doch selber genau dasselbe machen.

Kersti

Fortsetzung:
F993. Geron: Ich sah, daß der Pförtner es mal wieder lustig fand, daß ich mit der Stute und ihrem Fohlen angekommen war und ich ihn ermahnte das Fohlen aber nicht anzufassen

Quelle

Erinnerung an ein eigenes früheres Leben.
V12. Kersti: Hauptfehlerquellen bei Erinnerungen an frühere Leben

EGI. Kersti: Erinnerungen aus diesem Leben, aus früheren Leben und aus feinstofflichen Welten
V231. Kersti: Frühere Leben von mir
FI17. Kersti: Inhalt: Erzengel Michaels Geheimdienst

Ein Text von Kersti Nebelsiek, Alte Wilhelmshäuser Str. 5, 34376 Immenhausen - Holzhausen, Tel.: 05673/1615, https://www.kersti.de/, Kersti_@gmx.de
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