erste Version: 4/2018
letzte Bearbeitung: 4/2018

Chronik des Aufstiegs: Die Pforten der Hölle - Seelengeschwister aus der Hölle

F994.

Als ich das zweite mal in der Bibliothek war, kam einer von den Rittern an, stellte mir ein paar wirklich seltsame Fragen und wollte dann etwas ausprobieren, um herauszufinden, wer ich bin

Vorgeschichte: F993. Geron: Ich sah, daß der Pförtner es mal wieder lustig fand, daß ich mit der Stute und ihrem Fohlen angekommen war und ich ihn ermahnte das Fohlen aber nicht anzufassen

Geron erzählt:
Wenn ich in die Bibliothek wollte, mußte ich meinen Bibliotheksausweis vorzeigen, damit der Pförtner sehen konnte, daß ich auf das Gelände darf. Er war nämlich ein richtiger Ausweis, wo sogar ein Bild von mir eingeklebt wurde, was sie mit einem Photoapparat gemacht hatten. Natürlich kannten mich die meisten, die manchmal Pfortendienst machten, bald und machten mir schon die Tür auf, bevor ich den Paß vorgezeigt hatte.

Als ich das zweite mal in der Bibliothek war, kam Igor, einer von den Rittern an, stellte mir ein paar wirklich seltsame Fragen und wollte dann etwas ausprobieren, um herauszufinden, wer ich bin. Ich war sofort mißtrauisch und wollte das nicht, weil meine Mutti gesagt hatte, daß die Leute das nicht herausfinden dürfen, weil die bösen Männer sonst wiederkommen. Glücklicherweise sagte Mira, daß er das gar nicht darf und daß sie Darion holen würde und der würde ihm das verbieten.

Darion war ein alter Mann mit Krückstock, der hinkte, weil nicht beide Beine gleich lang waren und ein Oberschenkel hatte einen richtigen Knick in der Mitte. Dann sah ich ihm in die Augen und erstarrte. Ich kannte ihn. Er war früher mal mein Vater gewesen, als ich noch größer gewesen war als jetzt. Nicht richtig groß, aber größer als jetzt. Ich hatte damals auch hier gewohnt und er war zwar jünger gewesen aber den Knick im Oberschenkel und die vielen Narben, die man sehen kann, wenn er nackt ist, hatte er auch damals schon. Er sah mich, kniete nieder, um mit mir auf Augenhöhe zu sein an und begann zu weinen und ich weinte auch. Das war merkwürdig denn wir waren gar nicht traurig, sondern wir haben uns einfach gefreut uns wiederzusehen.

Mira, die wortlos weggegangen war, als sie uns weinen sah, kam jetzt wieder und hatte einen Teewagen mit Kaffee und Kuchen dabei. Darion bedankte sich ernst bei ihr und bat sie dann höflich, wie Erwachsene sonst nur mit Erwachsenen reden, uns in dem Zimmer, mit dem er mit mir reden wollte allein zu lassen und niemanden rein zu lassen, weil er dringend ganz allein mit mir reden mußte. Mira nahm sich ein Stück Kuchen und hielt vor der Tür Wache. Dann redeten wir darüber, wie es gewesen war, als er mein Papa gewesen war. Mira war damals auch größer gewesen, denn sie war meine ältere Schwester gewesen. Ich wunderte mich, warum ich jetzt so klein war aber mein Papa immer noch so alt war wie damals. Er sagte mir, wenn ich mich daran erinnere, soll ich ihm erzählen, wie es gekommen ist. Aber ich sollte es keinem anderen erzählen, weil es böse Menschen geben würde, die mir sonst etwas Schlimmes antun wollen. Das wußte ich. Sie hatten es schon versucht.

Als wir geredet hatten, meinte er, daß ich ja auch mit Mira darüber reden mußte, daß sie meine Schwester ist. Er würde dafür sorgen, daß wir in der Zeit unsere Ruhe haben. Danach ließ er uns allein. Ich redete also mit Mira und sie konnte sich auch daran erinnern, daß wir einmal älter gewesen waren und daß Darion damals unser Papa gewesen war. Sie erzählte mir auch daß er jetzt ihr Papa ist aber erst, seit sie zwei ist, die Eltern die sie vorher gehabt hatte, sind in einem Haus, das irgendjemand angezündet hatte, verbrannt. Und dann hatten die Verwandten von ihren Eltern sie auf den Müll werfen wollen und die Amme war mit ihr und ihrem eigenen Kind weggelaufen.
"Aber jetzt mag sie mich nicht mehr."

(Aus unserer heutigen Sicht stellt sich die Geschichte anders dar: Die Amme war als zwölfjährige schwanger geworden, weil ein Arbeitgeber, für den sie damals als Dienstmädchen arbeitete, sie vergewaltigt hatte. Ihre Eltern warfen sie deshalb aus dem Haus uns nannten sie ein leichtes Mädchen. Als sie nicht mehr ein noch aus wußte, wurde sie von den reichen Eltern von Mira als Amme für deren Kind eingestellt. Zunächst war das sehr gut für die Jugendliche, weil sie von ihren Arbeitgebern freundlich und als die Jugendliche behandelt wurde, die sie nun einmal war. Nachdem die Eltern von Mira im Brand umgekommen waren hörte das Dienstmädchen mit, daß Miras Verwandte Mira umbringen wollten und floh deshalb mit beiden Kindern. Die Zeit danach war natürlich noch schwieriger, denn wer stellt ein Dienstmädchen mit zwei Kindern ein? Im Rahmen ihrer Stellensuche kam sie mit den Kindern zu Darion, der die Seele seiner früheren Tochter erkannte. Er stellte Miras Amme als Dienstmädchen ein und kümmerte sich um Mira, als wäre sie auch in diesem Leben sein eigenes Kind. Außerdem sorgte er dafür daß das Dienstmädchen an seinen freien Tagen auch die Babies in der Krippe abgeben konnte, damit sie auch mal die Jugendliche sein konnte, die sie nun einmal war. Mit der Sicherheit, daß die beiden Kinder alles bekamen, was sie brauchten, lebte das Mädchen all das aus, was Jugendliche normalerweise so an Dummheiten machen und bekam einige male Ärger, wurde als sie 18 war wegen schlechten Benehmens des Hauses verwiesen und ein paar Jahre später wieder eingestellt. Als es drauf ankam, hatte sie sich um beide Kinder gekümmert. Erst als sie es sich erlauben konnte, ohne daß ihnen etwas ernstes passiert, hatte sie sich die Eskapaden erlaubt, die Jugendliche häufig bringen. Mehr kann man von einem solchen Kind auch nicht erwarten. Daß die damals zweijährige Mira dafür auch Verständnis hätte, daß die, die sie als Mutter empfindet, sich plötzlich nicht mehr wie eine Mutter verhält, wäre natürlich ebenso zu viel verlangt gewesen.)

Kersti

Fortsetzung:
F731. Geron: Meine Mutter sagte jedes mal, wenn ich die reparierten Dinge mit nach Hause brachte, daß ich ein Goldschatz bin

Quelle

Erinnerung an ein eigenes früheres Leben.
V12. Kersti: Hauptfehlerquellen bei Erinnerungen an frühere Leben

EGI. Kersti: Erinnerungen aus diesem Leben, aus früheren Leben und aus feinstofflichen Welten
V231. Kersti: Frühere Leben von mir
FI17. Kersti: Inhalt: Erzengel Michaels Geheimdienst

Ein Text von Kersti Nebelsiek, Alte Wilhelmshäuser Str. 5, 34376 Immenhausen - Holzhausen, Tel.: 05673/1615, https://www.kersti.de/, Kersti_@gmx.de
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