erste Version: 6/2018
letzte Bearbeitung: 6/2018

Chronik des Aufstiegs: Weimarer Republik und Drittes Reich - Khar

F1054.

Das Frühstück verdiente den Namen nicht, denn es bestand aus Wasser und Brot, das aus mir völlig unverständlichen Gründen verschimmelt war

Vorgeschichte: F1240. Mirko: Liebe ist der Urgrund allen Seins, daher ist Liebe in allem, was ist

Mirko, der enttarnte Engel erzählt:
Die Schwarzen Ritter sind Dämonen und jeder der Ahnung von den hohen magischen Orden hat, weiß das. Sie haben aber auch den Ruf der Rechtschaffenheit. Und sie sind extrem geheimniskrämerisch. Niemand darf ihre eigentlich Arbeit beobachten. Sie scheinen auch praktisch nicht bestechlich zu sein. Außerdem war bekannt daß immer wieder Mitglieder von Organisationen verschwinden, die mit den Schwarzen Rittern verfeindet sind und dann als Mitglieder der Schwarzen Ritter wieder auftauchen.

Wir hatten daher eine zweistufige Unterwanderungsstrategie. Einige von uns sollten zuerst den geheimen Zweig der Gefährten Jesu unterwandern, mit denen die schwarzen Ritter verfeindet waren. Danach sollten wir uns bei passender Gelegenheit von den Schwarzen Rittern gefangen nehmen lassen.

Obwohl ich mir für einen guten Christen hielt, verstand ich mich mit den Gefährten Jesu nicht. Sie beschäftigten sich nämlich mit schwarzer Magie, auch wenn sie behaupteten, der liebe Gott würde ihnen das befehlen. Ich fragte mich, welches Ungeheuer sie wohl mit Gott verwechselten, denn das was sie diesem Gott für Befehle zuschrieben, würde kein liebender Gott verlangen. Sie zogen mich ständig auf, weil ich angeblich zu weich wäre und versuchten sich gegenseitig mit Grausamkeiten zu überbieten. Ich markierte eher den verschlossenen Typ, der sich aus Hochmut nicht mit so etwas beschäftigt, um nicht mehr als unvermeidbar mein Gewissen zu belasten. Die Strategie schien aufzugehen, denn ich wurde bevördert.

Ich wurde nach einiger Zeit in einen Standort nahe Rom versetzt und sollte dort - wirklich hoch war mein Rang immer noch nicht - Gefangene bewachen. Mir wurde über einen Gefangenen gesagt, er wäre ein Schwarzer Ritter und ich solle ihm das Frühstück bringen.

Ich ging also wie befohlen in den Raum, wo sie ihn gefangen hielten und hatte das Gefühl, in eine Theatervorstellung geraten zu sein, in der man mittelalterliche Verhältnisse darzustellen sucht. Ich mußte den Kopf einziehen, um mich nicht zu stoßen. Der in Ketten gelegte Gefangene mußte wahrhaftig auf einem Strohlager schlafen, als könnten sie sich keine Betten leisten. Zu allem Überfluß, hatten sie ihn so mißhandelt und er lag so reglos da, daß ich mir nicht sicher war, ob er noch lebte. Ich blieb in der Tür stehen und sagte, hauptsächlich weil mir einfach nichts besseres einfiel, als dieser absurd unpassende Spruch:
"Guten Tag, ich bringe das Frühstück."
Das Frühstück verdiente den Namen nicht, denn es bestand aus Wasser und Brot, das aus mir völlig unverständlichen Gründen verschimmelt war. Ich meine, daß wir hier so viel Brot essen, daß es schlichtweg keinen Grund geben dürfte, weshalb Brot Zeit oder Gelegenheit finden könnte, zu verschimmeln! Als wären uns nicht schon die trockenen Kanten vom Vortag nicht mehr gut genug!
Der Gefangene öffnete die Augen und warf mir einen völlig, ruhigen prüfenden Blick zu, bei dem ich das Gefühl hatte, er könnte bis auf dem Grund meiner Seele sehen.
"Danke." antwortete er mit einer genau so absurd unpassenden Höflichkeit, wie sie mein Gruß darstellte.
"Kannst du alleine essen oder brauchst du Hilfe?" stellte ich eine Frage, die so wenig an diesen Ort paßte, wie die vorhergehenden Höflichkeiten.
Er öffnete die Augen und diesmal erschien ein humorvolles Lächeln auf seinem malträtierten Gesicht.
"Ich glaube, das schaffe ich schon noch selbst." antwortete er.

Zehn Tage geschah nichts ungewöhnliches. Ich will damit sagen, daß er behandelt wurde, wie es für diesen Ort normal war, nämlich mit grausamen Foltern. Aber jeden Morgen wenn ihm ihm das Frühstück brachte, war er genauso ruhig und gelassen wie beim ersten mal. Jedes mal tauschten wir diese absurden Höflichkeiten aus. Er wurde schwächer, das jedoch ohne daß sich das Geringste an seiner ruhigen Gelassenheit änderte.

Am elften Tag brach die Hölle los. Ich saß zu dem Zeitpunkt in der Wachstube und spielte mit zweien meiner Kollegen ein Würfelspiel. Dann lief es mir plötzlich aus unerfindlichen Gründen kalt den Rücken runter. Ehe ich ergründen konnte, was dieses Gefühl auslöste, sprang mein Gegenüber auf, zog ein Schwert - es handelte sich um eine Ritualwaffe, die als ganz furchtbar gefährlich galt - und schlug meinen Nebenmann den Kopf ab. Ich ließ mich fallen, bevor der Hieb mich auch noch treffen konnte und hechtete hinter einen Schrank in Deckung. Innerlich zitterte ich bei dem Blick in die Augen, den ich erhascht hatte. Sie waren nicht mehr menschlich gewesen sondern tiefschwarze Höhlen, in denen ein winziges rotes Glutfünkchen leuchtete. Aus diesen hatte mir das absolute Böse entgegen geblickt. Der Dämon warf den Tisch nach mir, traf mich aber nicht, sondern sperrte mich dadurch nur in der Ecke hinter dem Schrank ein, bis er den Raum verlassen hatte. Ich fragte mich, was ich jetzt tun sollte und stellte mich tot.

Es blieb nicht lange ruhig, denn der Gefangene kam in den Raum. Das heißt, es war sein Körper, denn gelenkt wurde er durch einen Dämon. Der ganze Raum war im Feinstofflichen plötzlich von Dämonen erfüllt, wobei ich seltsamerweise den Eindruck hatte, daß einer mich nachdenklich musterte, ohne mir etwas zu tun. Darion - so hieß der Gefangene nämlich - nahm die Schlüssel aus dem Schrank, ging hinaus und schloß die Wachstube von außen ab. Dann hörte ich ihn die Treppe steigen.

Ich blieb zunächst liegen und überlegte, was der klügste nächste Schritt war. Dabei fiel mir auf, daß sich über dem Auge eine mächstige Beule bildete, obwohl ich mich nicht erinnern konnte, mir den Kopf gestoßen zu haben. Wie immer es gekommen war - das war sehr gut, denn dann konnte ich behaupten, etwas gegen den Kopf bekommen zu haben - den Tisch, denke ich - und deshalb eine Gedächtnislücke zu haben. Ich fragte mich, was mit den zehn anderen Wachen geschehen war, die es gab.

Kersti

Fortsetzung:
F1055. Mirko: Dann überreichte er mir eine dunkle Kugel und fragte mich, ob ich den Lichtfunken darin sehen könnte

Quelle

Erinnerung an ein eigenes früheres Leben.
V12. Kersti: Hauptfehlerquellen bei Erinnerungen an frühere Leben

EGI. Kersti: Erinnerungen aus diesem Leben, aus früheren Leben und aus feinstofflichen Welten
V231. Kersti: Frühere Leben von mir
FI21. Kersti: Inhalt: Seelengeschwister aus der Hölle

Ein Text von Kersti Nebelsiek, Alte Wilhelmshäuser Str. 5, 34376 Immenhausen - Holzhausen, Tel.: 05673/1615, https://www.kersti.de/, Kersti_@gmx.de
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