erste Version: 4/2019
letzte Bearbeitung: 4/2019

Chronik des Aufstiegs: Die Pforten der Hölle - Dämonenkind

F1289.

Offensichtlich hatten die Schwarzen Ritter sogar ein irdisches Weltbild, wo sie all die nächtlichen Erkenntnisse nahtlos einbauen konnten

Vorgeschichte: F1258. Khar: Innerhalb von einem Jahrhundert wird sich entscheiden ob eine Seite gewinnt, die Erde zerstört wird oder wahren Frieden findet

Karl erzählt:
Ich hatte schon in der Nacht festgestellt, daß Khar ungewöhnlich ruhig und entspannt auf das reagierte, was ich ihm im Feinstofflichen zeigte. Er schien bei allem zu wissen, wie man damit am Besten umgeht. Am nächsten Morgen beim Frühstück stellte ich fest, daß er irdisch genauso unerschüttlich und sicher war. Er sprach nämlich einiges aus den Erinnerungen, die er nachts angesehen hatte an und brachte auch seine Leute dazu, mit ihm darüber zu reden. Ehon, der mir als Khars Stellvertreter vorgestellt worden war, reagierte genauso gelassen und gab einige von Franks Erinnerungen wieder, die er sich offensichtlich nachts angesehen hatte.

Zu meinem Erstaunen stellte ich fest, daß sie darauf auch nicht besonders entsetzt reagierten, sondern so wirkten, als hielten sie es für eine gute Sache, all die furchtbaren Details erfahren zu haben und darauf aufbauend jetzt den bestmöglichen Plan entwickeln zu können. Es schien sie auch nicht wirklich zu überraschen, daß sich so etwas zeigte. Offensichtlich hatten sie sogar ein irdisches Weltbild, wo sie all die nächtlichen Erkenntnisse nahtlos einbauen konnten, ohne daß sie alles über den Haufen werfen mußten und erst einmal ein neues Weltbild basteln mußten. Sie besaßen irdische deutsche Fachbegriffe mit denen sie Höllendetails bezeichnen konnten, hatten deutsche Worte für Höllenränge und Dämonenpolitik.

Khar hatte offensichtlich alles bedacht - er hatte mir einen kleinen Anteil von sich an die Seite gestellt, der mir, wenn ich etwas erklären wollte, die Fachbegriffe in der Fachsprache der Schwarzen Ritter nannte, wenn ich ihm das Original in der Sprache seiner Hölle nannte.

Ich ließ sie die Dinge zunächst in Ruhe bereden, beantwortete Fragen, wenn sie mir irdisch gestellt wurden, überließ die Führung des Gesprächs aber Khar, weil er seine Männer besser kannte und daher besser wußte, wie er sie anpacken mußte.

Tatsächlich nahm es zeitweise beinahe den Charakter eines Kreuzverhörs an. Ich sage beinahe, weil die Männer zwar in der Überzahl und durchaus beunruhigt genug waren um sehr mißtrauische und kritische Fragen zu stellen, aber gleichzeitig auch zu freundlich, um irgendwie bedrohlich aufzutreten. Ich beantwortete jede Frage so gut ich konnte und achtete darauf, mich nicht aus der Ruhe bringen zu lassen. Schließlich lag die größte Gefahr darin, daß sie irgendetwas mißverstanden und mich als Feind betrachten könnten. Erstaunlicherweise geschah nichts dergleichen. Sie stellten mir eine Frage nach der anderen, befragten mich auch, dazu was Dirk, Darion und Georg über sie erzählt hätten. Ich erklärte ihnen, daß die drei erstaunlich zugeknöpft gewesen waren, wenn man bedachte, daß jeder von ihnen mehrfach gefoltert worden war. Nicht einmal im Rahmen der Drogenhalluzinationen war ihnen etwas herausgerutscht, das ihren Orden hätte gefährden können.
"Das müssen wir auch können, sonst gäbe es uns längst nicht mehr." antwortete Khar.
"Daß man etwas können muß, um irgendwie weiterexistieren zu können, heißt noch lange nicht, daß man es wirklich kann." antwortete ich.
"Nein, das nicht. Aber man ist sehr motiviert es zu lernen - spätestestens dann wenn man merkt, daß aufgeben auch nicht funktioniert, weil man seine Existenz gar nicht beenden kann." gab er zurück.
"DAS kennst du auch?" fragte ich erstaunt.
"Das ist die grundlegende Erkenntnis, die sich aus dem aufarbeiten von Höllenerinnerunen ergibt. Aufgeben bringt nichts."
Ich schüttelte innerlich den Kopf. Was es nicht alles gibt! Ich sagte:

"Mich überrascht noch etwas anderes. Jeder andere, dem ich feinstofflich gezeigt hatte, was das Problem war, hatte es dann irdisch so gründlich verdrängt, daß sich danach sein Zugang zum Feinstofflichen erkennbar verschlechtert hatte. Dann hatte man ewig lange Arbeit damit, ihm irdisch zu erklären, worum es geht und dafür zu sorge,n daß er es nicht jedes mal, wenn man es erzählt, wieder verdrängt. Und euch zeigt man es im Feinstofflichen und ihr holt es sofort irdisch ins Bewußtsein, ohne daß man viel tun muß, damit ihr es auch akzeptieren könnt!"
"Ach Karl, wir wußten doch das meiste bereits. Ich frage mich nur, warum du uns zwar erkannt hast aber nichts wußtest, daß wie es wissen, obwohl du doch auf die Erinnerungen von Darion und Georg zugreifen konnstest."

"Ich hatte bis zum Vortag nur einige deiner Decknamen gekannt und gewußt, daß Georg in mehreren Leben eine enge persönliche Beziehung zu euch hatte. Über die Geheimnisse des Ordens wußte ich nicht bescheid, da die drei diese als zu geheim klassifiziert haben, um sie irdisch mit in Bewußtsein zu nehmen. Daher bin ich sehr überrascht gewesen, wie viel du über Dämonen wußtest. Was ich irdisch nicht weiß, kann ich schließlich niemandem verraten." erklärte ich.
"Die Art der Geheimhaltung wenden wir auch oft an, wenn die Verhältnisse derart schwierig sind." meinte Khar.
Ich nickte und dachte mir, daß er mir erstaunlich ähnlich war.

Kersti

Fortsetzung:
F1256. Khar: "Wenn sie den Dämon fragen würden, warum er Karl für seine Unverschämtheit nicht bestraft hat, würde er sagen 'Aber ich würde ihm doch nie etwas tun!'" antwortete ich

Quelle

Erinnerung an ein eigenes früheres Leben.
V12. Kersti: Hauptfehlerquellen bei Erinnerungen an frühere Leben

EGI. Kersti: Erinnerungen aus diesem Leben, aus früheren Leben und aus feinstofflichen Welten
V231. Kersti: Frühere Leben von mir
FI13. Kersti: Inhalt: Dämonenkind

Ein Text von Kersti Nebelsiek, Alte Wilhelmshäuser Str. 5, 34376 Immenhausen - Holzhausen, Tel.: 05673/1615, https://www.kersti.de/, Kersti_@gmx.de
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