erste Version: 10/2020
letzte Bearbeitung: 10/2020

Chronik des Aufstiegs: Die Pforten der Hölle - Die Beschützer der Menschheit vor den Geistern der Verzweiflung

F1659.

Hergott mal, da war einfach zu viel Anspannung - und ich gehe davon aus, daß sie zumindest teilweise auf die Einweihung zurückzuführen war, von der ich geträumt hatte

Vorgeschichte: F1885. Mirko: Ich fühlte mich mal wieder, als bestünde mein Geist nur noch aus Nebel
F526. Georg: Das war nur die Feststellung, daß dieser Auftrag nicht dem Muster der Aufträge entspricht, die gewöhnlich neuen Mitarbeitern angeboten werden

Khar erzählt:
Dirk kam völlig aufgelöst zu mir und erzählte mir, daß Georg jetzt noch viel überzeugter war, in einem Geheimdienst zu sein und daß wir ihn in einem viel zu gefährlichen Auftrag verheizen wollten. Und dann fing er auch noch an zu weinen, was den großartigen Effekt hatte daß die maßlose Wut die zuerst in mir hochgekommen war auch in Tränen umschlug.

Hergott mal, da war einfach zu viel Anspannung - und ich gehe davon aus, daß sie zumindest teilweise auf die Einweihung zurückzuführen war, von der ich geträumt hatte. Aber das machte es halt auch nicht besser. Wenn unsere lieben Dämonenfreunde so fleißig Einweihungen verteilen, daß wir beinahe durchdrehen - man denke nur an Mirkos verängstigte Kindanteile aus grausamen Folterleben - dann liegt es ganz sicher nicht daran, daß wir die Gefahren unterschätzen! Bei dem Gedanken wurde ich gleich wieder wütend und fragte dann Dirk, ob er auch von Einweihungen geträumt hätte, mit dem Ergebnis, daß er plötzlich wie ein Irrer lachte. Er brauchte bestimmt eine halbe Stunde, um sich wieder einzukriegen, dann erklärte er mir, daß er jeden Abend von einer Einweihung träumte und der Ansicht war, er würde bestimmt nicht alle mitbekommen.

Also - die Dämonen machen sich Sorgen. Sehr sogar. Ich erzählte ihm Mirkos Schote mit den Kindanteilen.

Dann fiel mir etwas ein, womit ich Georg seine eigenen Erinnerungen reinwürgen konnte.
"Gibt ihm die Briefe zu lesen, die er dir geschrieben hat." sagte ich zu Dirk.
Dirk sah aus, als wolle er wegrennen.
"Du weißt, wie wichtig es ist, daß er es begreift?" fragte ich.
Jetzt sah Dirk leichenblaß aus.
"Leg dich hin sagte ich und machte ihm den Platz auf meinem Sofa frei."
Zur Sicherheit würde ich Georg meine Briefe ebenfalls geben, aber jetzt holte ich Kaffee und Kuchen, um Dirk wieder auf die Beine zu bringen.

Wie immer waren die drei Schritte viel zu anstrengend, daher schickte ich den ersten los, den ich sah. Aber Dirk hatte sich immerhin hingelegt, so daß er noch bei Bewußtsein war, als ich zurückkehrte. Mirko tauchte auf und fragte, warum Dirk umgekippt war. Er hatte das Tablett dabei.

Sobald ich das Zeug hatte, ließ ich Dirk Kaffee trinken und den Kuchen essen, um seinen Kreislauf wieder in Schwung zu bringen. Dann befragte ich ihn genauer zu den Einweihungen und während er erzählte, wurde mir bewußt, daß ich auch nicht nur von einer Einweihung geträumt hatte.

Es sah wirklich aus, als würden sie uns auf einen Großangriff vorbereiten und Georg war immer noch fleißig am verdrängen.

Mirko erklärte mir, daß er gerade mal wieder nur Nebel im Kopf hatte, weil die Dämonen ihm mal wieder zu viele Einweihungen verpaßt hatten. Ich fragte:
"Du kriegst auch Einweihungen?"
"Ja. Mit dem üblichen Argument." antwortete Mirko.
"Mist dann machen sie sich wirklich Sorgen."
Ich reinigte Mirkos Energie so gründlich, wie ich konnte und fragte ihn dann, ob er sich in der Lage fühlte, noch einmal zu versuchen, ob es ihm gelingt, Geron Zur Vernunft zu bringen. Er sagte, daß er sich wieder klarer fühlte und meinte, er würde es tun.

Kersti

Fortsetzung:
F529. Dirk: Der Text war eine offensichtlich beabsichtigte Satire, denn er belegte, daß der Junge jedenfalls nicht zu naiv war, um alle Probleme, die er schilderte, verstanden zu haben
F531. Mirko: Ich hatte Dirks früheren Mentor gebeten ihm die Erpresserbriefe beizulegen, um ihn mit der Nase auf den wahren Grund seiner Ängste zu stoßen, die erwähnte Georg jedoch nicht