F1798.

Ich glaube, daß Talis einmal ein sehr guter König sein wird

Vorgeschichte: F1797. Diro von Karst: Als ich Sirach fragte, wie es ihn in den Jahren ergangen war, erklärte er mir allen ernstes, ich hätte sein Leben besser gemacht

Silman vom Licht erzählt:
Diro von Karst hat ja einen schlechten Ruf, aber ich muß sagen, mir hat er geholfen. Er hat nämlich in den ersten Tagen, als ich an der Uni war, gefragt, ob es Probleme gegeben hat und ich hatte ihn von den Mordanschlägen erzählt, von denen ich wußte. Er hat sich dann einige Stunden mit mir zusammengesetzt und mit Hilfe von Saman XZB12-123-77, der Gehirne und der Techniker die Überwachungsfilme untersucht, bis wir heraus hatten, wer an was schuld gewesen war und sich jeden der Deliquenten so vorgeknöpft, daß sie nachher völlig verängstigt waren. Na ja die harmloseren Fälle haben ja schon auf normale Strafen reagiert, aber die richtig Kriminellen haben sie in so Unfälle verwickelt, wo sie nachher dachten "Der Himmel fällt mir auf den Kopf, wenn ich nicht brav bin"! Ich fand die Vorgehensweise ganz schön kraß, aber sie hatten das wirklich verdient. Diro hatte mir dann nachher erklärt, daß ich den anderen nicht sagen sollte, wie genau wir arbeiten und was ich gemacht hatte, aber meine Mitarbeit würde als Studienleistung im Bereich Sicherheit in meine Personalakte eingetragen und würde meine Karriere ganz bestimmt nützen. Ich wäre die Sorte Mann die man in der Flotte braucht.

Was mich aber sehr viel mehr freute, weil es einfach wichtiger war, war daß danach die Mordanschläge auf einfache Studenten wie mich tatsächlich aufhörten. Nicht sofort, aber die wenigen Fälle, die noch auftraten, führten den Täter direkt in den Bau, so daß bald niemand mehr da war, der es noch versuchte.

Niemand hätte je geglaubt, daß ausgerechnet Diro vom Karst derjenige sein würde, der dafür sorgt, daß man sich auf der Universität endlich sicher fühlen kann und, ehrlich gesag,t hatte ich mich ursprünglich nur bei ihm beschwert, weil ich mir gedacht hatte, wenn er sich nicht richtig darum kümmert, beschwere ich mich bei meinem kleinen Freund Prinz Talis, der aber schon drei abgeschlossene technische Studiengänge hat und dann sorgt der dafür, daß ihm der König Beine macht. Offensichtlich war das gar nicht nötig gewesen. Diro hatte von sich aus gefragt und er hatte sofort auf meine Antwort reagiert, indem er jeder einzelnen kriminellen Handlung nachging, bis er den Täter dingfest gemacht hatte.

Ich bin ein leiblicher Sohn von Turin, den er bei seinen ersten Experimenten mit Sex gezeugt hatte. Dummerweise kam er erst nach dem Mordanschlag auf den Gedanken daß er jeden seiner Söhne, ob nun legitim oder nicht freilassen und als Mann heranwachsen lassen will, so daß ich noch nicht in Genuß diese Privilegs gekommen bin. Frei bin ich natürlich schon, aber an eine Kastration läßt sich nachträglich nichts mehr ändern und die Freiheit hätte ich mir auch selbst verdient gehabt, da ich ein Stipendium für das Studium habe. Es gibt zwei Jungen in Prinz Talis Alter, die anders als ich nicht kastriert wurden. Danach hat er keine illegitimen Söhne mehr gezeugt, angeblich weil er seine Frau so sehr liebt, daß er keine weitergehenden sexuellen Bedürfnisse hat, aber die Gerüchte im Palast besagen etwas anderes, über das man in der Öffentlichkeit nicht spricht. Seine angeblichen legitimen Kinder sind zwar sehr nett und sehr niedlich, sie sehen ihm aber wirklich nicht ähnlich. Allerdings ist mir das auch ziemlich egal, denn Macht bedeutet letztlich nur Mord und Totschlag und alles was ich brauche, kann ich mir durchaus auch aus eigener Kraft verdienen. Außerdem ist Talis wirklich nett und seine Bereitschaft, mir alles zu erklären, was ich nicht verstehe, ist einer der Gründe, warum ich so gut in der Schule war. Ich glaube, daß Talis einmal ein sehr guter König sein wird und Turin ist auch ein viel besserer König als sein Vater.

Kersti

Fortsetzung:
F1799. Diro von Karst: Mit der Hochzeit war alles ganz einfach
F1852. Saman XZB12-123-77: I

Quelle

Erinnerung an ein eigenes früheres Leben.
V12. Kersti: Hauptfehlerquellen bei Erinnerungen an frühere Leben