erste Version: 10/2020
letzte Bearbeitung: 10/2020

Chronik des Aufstiegs: Die Pforten der Hölle - In geheimer Mission zwischen Himmel und Hölle

F1860.

Georg erklärte mir, daß wir ein Geheimdienst sind. Wenn ich zu beweisen versuchte, daß er irrt, scheiterte ich kläglich an seiner unangreifbaren Logik

Vorgeschichte: F1655. Khar: Ich entschied, daß Dirk, der immer mit Geron zusammenhing, verpflichtet wäre, mir regelmäßig über dessen Fortschritte zu berichten und das hieß täglich
F477. Georg: Ich befand mich nicht in einer Forschungsstation, sondern es handelte sich um einen Geheimdienst!

Dirk erzählt:
Georg kam zu mir und erklärte mir, daß wir ein Geheimdienst sind. Er hatte durchaus logische Gründe für diese Meinung, die ineinandergriffen, wie ein Puzzleteil ins andere und er konnte mir das hieb- und stichfest beweisen. Wenn ich ihm zu beweisen versuchte, daß er sich irrt, scheiterte ich kläglich an seiner unangreifbaren Logik. - Und schließlich weiß ich, daß er sich irrt, denn ich bin hier aufgewachsenen und kenne alle Interna dieses Standortes, die man nur kennen kann.

Aber nein, das hier ist ein Geheimdienst, das ist doch sonnenklar. Was ich darüber denke, ist irrelevant.

Ich fragte mich, was ich jetzt machen sollte, und wie ich ihm erklären sollte, daß eigentlich alles ganz anders war. Eigentlich hätte er sich ja nur erinnern müssen, damit er es selber weiß, schließlich hat er, als er im vorhergehenden Leben hier gelebt hat, ebenfalls alle Interna gekannt, denn er war unser größtes Geheimnis. Aber wenn ich versuche, ihm das zu erklären, würde ich ebenso kläglich an seiner Logik scheitern, wie mir das bisher immer ergangen war.

Eigentlich war diese Logik eine Verdrängung, hinter der zu viele schmerzliche Erfahrungen verborgen sind, so daß es gefährlich wäre, ihn noch mehr zum Aufarbeiten zu drängen, als ich das jetzt schon tue. Immerhin hat er sein eigenes geweihtes Messer erkannt und an sich genommen, weiß wie man es benutzt und hat sich trotzdem nicht erinnert, daß es wirklich sein Messer ist!

Ich ging zu Khar, dem ich ja sowieso immer alles berichten soll und erzählte ihm diese Schote, denn schließlich brauchte ich jetzt Rat. Khar reagierte, als hätte ich ihm eine besonders tolle Abenteuerstory erzählt und amusierte sich köstlich, als ich ihm erklärte, wie kläglich ich daran gescheitert war, Georg zu erklären, daß er sich irrte.

Khar fragte mich, ob dich Georg den Mund verboten hatte.
"Ja, immerhin hatte ich ja das Geheimdienstargument."
Dann befahl er mir, die andereren zu einer Krisensitzung zusammenzurufen. Gemeint war natürlich nur der engste Kreis, der sowieso wußte, wer Georg war.

Also waren Khar, Danja, Mirko, Dieter und ich in Khars Wohnzimmer und überlegten, wie wir damit umgehen sollten. Die anderen begriffen auch nicht den Ernst der Lage, sondern amusierten sich königlich über Georgs These, die sie immer weiter aussponnen, als gäbe es keine Geheimnisse, die wir eben geheim halten mußten, um am Leben zu bleiben. Als ich sie schließlich völlig genervt anfuhr, daß sie doch mal über die praktischen Probleme nachdenken sollen, statt sich irre Agentenstories auszudenken, starrten mich alle an wie ein Auto.
"Eigentlich ist das doch alles klar. Wir weihen ihn so schnell wie möglich in alles ein, und da er der Geheimdienstidee verfallen ist, hat er uns auch die passende Vorlage geliefert, daß wir ihm die Post beschränken können, bis wir alles erklärt haben. Schick ihn in mein Zimmer, dann erkläre ich ihm alles." antwortete Mirko.
Ich fragte ihn, wie er das so schnell schaffen wollte. Zu "alles" gehörten schließlich auch diverse Dämonen, der Teufel und so weiter.
"Ich meine doch nur die einführenden Maßnahmen. Um ihn vollständig in alles einzuweihen, brauchen wir schon etwas länger, zumal das ja gar nicht auffallen darf und man einige Male verplappern auch mit einkalkulieren muß." antwortete Mirko.
Damit hatte er natürlich recht.

Khar bestand darauf, daß er ab jetzt jeden Abend selber mit Georg reden wolle. Ich erklärte ihm, daß wir ihm aber zumindest die Briefe vorher verboten haben mußten, damit er sich nicht an falscher Stelle verplappert. Und er brauchte Zeit, alles mit seiner Familie zu klären. Damit wir ihm die Gefahren deutlich machen, sollte er am Besten sein Testament aufsetzen, schlug ich vor.

So, damit hatten jetzt die beiden, die aus Geheimhaltungsgründen für tot erklärt worden waren, nur daran gedacht, daß das sie schon seit einem Jahr unbedingt persönlich mit Geron sprechen wollten. Ist das denn zu glauben!

Immerhin war Georg an seinem vorhergehenden Leben zu Tode gefoltert worden und ich wollte so etwas nun wirklich nicht wieder erleben.

Kersti

Fortsetzung:
F1656. Khar: "Wußtest du, daß wir ein Geheimdienst sind?" fragte Dirk mich

Quelle

Reinkarnationserinnerungen verschiedener Anteile meiner Gruppenseelen, die sich 1945 zum kollektiven Bewußtsein der Erde zusammenzuschließen begonnen haben.
V12. Kersti: Hauptfehlerquellen bei Erinnerungen an frühere Leben