erste Version: 6/2022
letzte Bearbeitung: 6/2022

Die Pforten der Hölle: Der von den Nazis unterwanderte Geheimdienst

F2100.

Es gab ein Standartprotokoll, mit dem wir Diplomaten, mit denen wir Kontakt zu den irdischen Regierungen halten wollten, in ihre Aufgabe einführen

Vorgeschichte: F2036. Jack: "Weil deine Regierung dich als Diplomat vorgeschlagen hat, um zwischen der Galaktischen Konföderation und den Vereinten Nationen der Erde in Verhandlung zu treten." antwortete Carl

Carl erzählt:
Es gab ein Standartprotokoll, mit dem wir Diplomaten, mit denen wir Kontakt zu den irdischen Regierungen halten wollten, in ihre Aufgabe einführen. Die Auswahl beginnt damit, daß unsere irdischen Partner - in dem Fall Jacks Vorgesetzte beim Geheimdienst - uns über diejenigen Mitarbeiter informierten, die sie für diese Aufgabe für geeignet hielten. Danach sahen wir uns die Leute an, und überprüften, ob wir sie für ausreichend intelligent, flexibel und vertrauenswürdig hielten. Wenn wir unser OK an seine Vorgesetzten übermittelt hatten, wurde die betreffende Person auf unser Mutterschiff eingeladen und erhielt dort eine Einführung in unsere Kultur und die interstellare Politik.

Jacks Entführung zum Mond hatte zunächst einmal alles durcheinandergebracht, beginnend damit, das wir ihn beinahe verloren hätten. Als wir ihn dann nachher auf dem Mutterschiff hatten, stellte ich fest, daß ihm gar nicht klar gewesen war, daß er als Diplomat ausersehen war. Er hatte zwar die unspezifische Einführung erhalten, aber noch nicht von irdischen Vorgesetzten erfahren, was sie über uns wußten und daß man ihn für die Arbeit mit Außerirdischen vorgesehen hatte. Ich legte ihm daher unsere Korrespondenz dazu vor, machte aber erst mal wie geplant weiter, da wir die Zusage seiner Vorgesetzten ja bereits hatten und er die diplomatische Immunität brauchte, um überhaupt eine Chance zu haben. Wir erklärten ihm das auch so.

Seine Uninformiertheit erklärte natürlich auch, warum er beinahe in Panik geraten war, als er unser Raumschiff zuerst sah. Ich verstand aber wirklich nicht, warum er sich entschieden hatte mitzufliegen, daher fragte ich ihn.
"Ich halte dich für vertrauenswürdig, also habe ich dir vertraut. Ich denke nicht, daß man vertrauenswürdige Außerirdische anders erkennt als vertrauenswürdige Menschen der Erde, daher habe ich mich wie immer auf mein Gefühl verlassen." antwortete er.
Meine Güte, der hat aber ein Vertrauen in seine geistigen Fähigkeiten! Der ist da ja schlimmer als unsere telepathischen Wächter!
"Allerdings bringt mich das in eine unangenehme Situation, denn ich weiß jetzt weder über was ich reden darf und über was nicht, noch weiß ich, was unsere Regierung von mir hier erwartet." antwortete er.
"Im Augenblick mußt du dir da noch wenig Sorgen machen, denn du bist jetzt hier, um unsere Kultur kennenzulernen. Du weißt, daß ich auf der Erde ein bürgerliches Leben mit normalen zwischenmenschlichen Beziehungen habe, daher kannst du mich behandeln, wie einen Amerikaner ohne jegliche Geheimdienstfreigaben und fragen darfst du uns, was immer dir in den Sinn kommt. Jeder mit dem du zu tun hast, weiß, daß du von der Erde kommst und erwartet daher, daß dir die typischen Fehler der Erdenmenschen unterlaufen." erklärte ich ihm.
Er fragte, ob er da bleiben müsse, wo wir ihn hinbringen oder ob er sich auch einfach umsehen könne und wie man sich hier typischerweise orientiert, wenn man sich noch nicht auskennt. Ich erklärte ihm daß es öffentliches Terminals gibt, um sich zu orientieren und was seine Adresse hier war.

Kersti

Fortsetzung:
F2101. Jack: Jedenfalls fing ich an, mir Sorgen zu machen, daß ich irgendeinen diplomatischen Faux Pas gemacht haben könnte

Quelle

Erinnerung an ein eigenes früheres Leben.
V12. Kersti: Hauptfehlerquellen bei Erinnerungen an frühere Leben