H3.

Erinnerungen an Jesus

Eine der Geschichten, an die ich mich durch meine frühere Lebens Experimente erinnerte, war folgende:
Ich stand auf einem Tisch. Bewaffnete kamen auf mich zu und richteten die Spitzen ihrer Speere auf mein Herz. Ich wußte, daß sie mich töten würden. Ich betrachtete sie aufmerksam und nachdenklich, hielt Rückschau auf mein langes, erfülltes Leben und lächelte versonnen.
"Fesselt ihn." befahl der Anführer.
Ich legte meine Hände auf den Rücken und ließ es geschehen. Dann ließen sie mich von Tisch springen. Der Anführer band mich am Sattel fest und ritt durch das offene Stadtor hinaus. Ich lief federnd neben dem Hals des Pferdes her und bewunderte die friedliche Schönheit des Landes im Sonnenschein.

Schließlich hielt er an. Ich erkannte die Stelle wieder. Er zeigte auf einige Büsche und fragte zaghaft:
"Wirst du dort hinüber gehen, wenn ich es dir sage?"
Ich sah ihm stolz in die Augen und sagte:
"Das kommt darauf an."
Er gab seinen Männern einen Befehl und sie stießen mich grob dorthin. Ungestüm fuhr ich herum, wollte ihm sagen, daß diese Grobheit bestimmt nicht zu seinen Befehlen gehört hatte. Im letzten Augenblick sah ich den Speer, der meine Brust durchbohrte. Die Wunde war tödlich. Ich biß die Zähne zusammen, ging in die Knie und ließ mich zu Boden gleiten. Ich wandte mich nach innen, um die Schmerzen möglichst gut auszuhalten. Es würde nicht lange dauern. Jeder mühsame Atemzug tat weh, zerriß das verletzte Herz noch stärker. Es gelang mir, mich wieder zu entspannen und in meine Mitte zu kommen, ehe mein Körper endgültig tot war und mich freigab. Ich schwebte über meinem Körper und beobachtete den Hauptmann.

Erschüttert starrte er meine Leiche an. Dann entdeckte er etwas, das ihn tröstete:
"Seht, wie friedlich sein Gesicht aussieht." sagte er zu den anderen Männern holte seinen Speer zurück, schloß zärtlich die Augen meines Körpers und sagte:
"Er ist tapfer gestorben."
Wieder etwas später sah ich ein Buch: "Essener Erinnerungen" nahm es in die Hand, las drei, vier kurze Stellen, die ich uninteressant fand und wollte das Buch unbedingt haben. Ich kam mir so richtig bescheuert vor. Da es eine ungefährliche Verrücktheit zu sein schien, kaufte ich es.

In einigen esoterischen Büchern wird über die "Akascha-Chronik" geschrieben, in der die Erinnerungen aller Menschen gespeichert sein sollen, die je gelebt haben. Die Autoren sagten, "Essener Erinnerungen" sei aus der Akascha-Chronik gelesen. Aus der Esoterik ist man Übertreibungen gewöhnt. Ich las. Das Buch war aus der Sicht eines Mannes und einer Frau geschrieben, die Jünger Jesu gewesen sein sollten. Ich fand begeistert: "Das ist genau der Jesus den ich kenne!" Dann wurde mir bewußt, was ich dachte. Ich löschte es sofort entsetzt aus meinen Gedanken und kam zu dem Ergebnis, ich sei vollkommen verrückt geworden. Das letzte Kapitel aus dem Buch erzählte mit anderen Worten die oben beschriebene Scene, die ich aus meinen Frühere-Leben-Experimenten kannte. Ich war geradezu empört, daß ich auf diese Weise gezwungen wurde, über die Realität früherer Leben noch einmal nachzudenken.

"Ich will ein Jünger Jesu gewesen sein? Ich muß wohl an maßloser Selbstüberschätzung leiden!" dachte ich mir, "Na ja, immerhin jemand, den heute niemand mehr kennt."

Inzwischen bin ich sämtliche Leben durchgegangen, die ich von damals bis heute erlebt habe und habe auch die Situationen zwischen den Leben betrachtet, in denen ich das nächste Leben mit Hilfe eines Freundes plante, der für mich wenn ich lebe meist die Aufgaben des Schutzengels übernimmt. Die Sache mit dem Jünger scheint zu stimmen. Paßt auch eigentlich zu mir. Wenn ich meinte, Menschen aus früheren Leben wiederzuerkennen, las ich ihnen Geschichten vor, in denen sie in ihren früheren Leben vorkamen. Meist kamen sie ihnen seltsam bekannt vor.

Kersti:

Seit ich diesen Artikel geschrieben habe, ist einige Zeit vergangen. Wieder und wieder bin ich mein Leben zu Jesu Zeit durchgegangen. Und bei jedem Durchgang kamen neue Aspekte ans Tageslicht. Meine Ansicht, daß ich damals wirklich gelebt habe, hat sich dadurch eher verstärkt als abgeschwächt. - Wenn das wirklich mein Leben ist, dann erklärt es viele meiner tiefsten Überzeugungen, die teilweise selbst für Menschen, die Jesus gekannt haben, untypisch sind. Das spricht - wie auch die Tatsache, daß ich mich zuerst erinnert habe und dann auf das Buch stieß gegen die Vermutung, daß ich da in ein Leben hineingeraten sein könnte, was ein Anderer gelebt hat. Ich bin aber auf auch viele verdrängte Erinnerungen gestoßen und auch die Erinnerungsreihe von allen Leben von damals bis heute enthält Fehler. Für ein Fantasieprodukt ist mein damaliges Leben einfach zu belastend für mich gewesen. So etwas Unbequemes, das mit jedem weiteren Aspekt, der ans Tageslicht kommt, noch unbequemer wird, denkt man sich nicht einfach aus. Jede Fantasiegestalt meiner selbst, jede Person die ich nur erfunden und gespielt hatte, hat ein einfacheres Leben gehabt. Und ich habe viele Geschichten und Personen erfunden. (Fantasy) Diese neue Version meiner Erinnerungen an Jesus wird allerdings so schnell noch nicht ins Internet gesetzt, da immer noch bei jedem Durchlesen neue Aspekte auftauchen.

Kersti:

Ist jetzt im Netz.
KI. Kersti: Erinnerungen an Jesus, Inhaltsübersicht
-- nur Bruchstückweise - ich bin wieder an einer neuen Erinnerung hängengeblieben, die mir zeigte, daß da noch mehr hinter ist.

Kersti:

Forum: Reinkarnation und Erinnerungen an frühere Leben
Langfassung dieser Geschichte mit mehr Hintergrund- informationen:
Kersti: Mein letzter Schüler
Andere Geschichten aus jenem Leben:
Kersti: Jesu Gottesbegriffe
Kersti: Die Macht des Vertrauens
Kersti: Hilfe für ein Essenerdorf
Kersti: Jesu Kreuzigung

 

V4. Kersti: Merkwürdige Erfahrungen
V8. Kersti: Eine merkwürdige Faszination für Jesus
V10. Kersti: Bilde ich mir meine übersinnlichen Fähigkeiten nur ein?
V12. Kersti: Hauptfehlerquellen bei Erinnerungen an frühere Leben.
V19. Kersti: Stellt euch vor: es ist Krieg und keiner schießt
V40. Kersti: Als käme ich von einem anderen Stern
V41. Kersti: Das Gewicht einer Gabe
V44. Kersti: Dimensionen der Wirklichkeit
V56. Kersti: Die Unbesiegbarkeit des Guten und der Wahrheit
V67. Kersti: Entdecke Deine früheren Leben
V68. Kersti: Bin ich jetzt verrückt?
V70. Kersti: Müßt ihr jetzt glauben, daß ich Jesus kannte?
V71. Kersti: Und wenn das mit Jesus ein Irrtum war?
V75. Kersti: Glaubst du an Heiligenscheine?
V83. Kersti: Merkmale des Guten - Merkmale des Bösen?
V85. Kersti: Ideale: Was mir wirklich geholfen hat
V93. Kersti: Fantasyersatz und die Scheißwahrheit...
V94. Kersti: Eine Sammlung sämtlicher denkbarer Verrücktheiten
V105. Kersti: Das Gute wirkt nach anderen Gesetzen
V111. Kersti: Warum ich "gut" mit "vernünftig" gleichsetzte
V114. Kersti: Ich bin zu stolz, um gegen mein Gewissen zu handeln
V115. Kersti: Was mich an Darkover am Meisten faszinierte
V116. Kersti: Telepatische Spiele
V117. Kersti: Wünschelrutengehen
V118. Kersti: Was ist Laran?
V140. Kersti: Die zerstörerische Arroganz der herrschenden Meinung
V141. Kersti: Eine andere Gewaltenteilung: Krieger und Heiler
V142. Kersti: Das Böse ist von Angst erfüllt
V145. Kersti: ... eine in den Raum gesprochene Bitte
V146. Kersti: Wahre Weisheit klingt naiv
V172. Kersti: Ein echt guter Rat
V173. Kersti: Was ist Gewissen?
V194. Kersti: Was unterscheidet eine Gehirnwäsche von einem Dazulernen?
V225. Kersti: Hüter des Lichts
V226. Kersti: Was war die gute Nachricht des Neuen Testaments?
V231. Kersti: Frühere Leben von mir
V234. Kersti: Fantasy und Wahrheit
VB16. Kersti: Die Bedeutung der Optionhaltung
Ehemaliges Forum: Z51. Reinkarnation und Erinnerungen an frühere Leben
Forum: Reinkarnation und Erinnerungen an frühere Leben

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