ausgegliedert aus O7.10: 1/2009
letzte Überarbeitung: 8/2009
A representation of a synesthetic photism experienced during acupuncture.
Quelle: 13.9
Ein Synästhet stellt seine Wahrnehmung der Monate des Jahres dar. Er sieht die Monate als farbige Wolken in einem waagerechten Kreis um seinen Kopf herum. Das erste Bild zeigt die Monate von hinten gesehen, das zweite zeigt sie von oben. Juni und Juli - beide Gelb - liegen also hinten in seinem Kopf und damit an einer Stelle wo die irdischen Augen nicht hinsehen könnten. Die Farben für die Monate stimmen oft nicht mit den Farben für die zugehöreigen Monatsbezeichnungen (z.B. Januar) überein.
Quelle: 13.7
Das Aurensehen unterscheidet sich von der Gefühlssynästhesie dadurch, daß der Gefühlssynästhet seine eigenen Gefühle als Farben oder Bilder wahrnimmt während der Aurasichtige die Gefühle und psychische Situation anderer Personen so wahrnimmt.
Unbestimmte reine Zuneigung
Quelle: 14.2 Fig.8
Habgierige tierhafte Zuneigung,
Quelle: 14.2 Fig.13
Friede und Schutz,
Quelle: 14.2 Fig.12
In Situationen, in denen äußere Reize abnehmen oder verzerrt sind wird nach Drab die Informationssuche des Gehirns sehr verzweifelt mit der Folge, dass dann weniger zwischen verlässlichen und unverlässlichen Daten selektiert wird. Bei fehlenden Sinnesreizen versucht das Gehirn, ungeachtet ihrer Vagheit noch irgendwelche Informationen aus dem System der visuellen Wahrnehmungsverarbeitung zu ziehen. Diese werden dann als einfache Formen, wie Tunnel, Spiralen und Gitter wahrgenommen, um die herum darauffolgend komplexe Halluzinationen und Bilder aufgebaut werden. 3.3 S.213-214
Heinrich Klüver hat in den dreißiger Jahren für optische Halluzinationen einfache Halluzinations-Grundmuster festgestellt, bei denen es sich um abstrakte Formen handelt. Die vier Grundformen jener Erlebnisse sind: (1) Gitter, Gitterwerk, Filigranarbeit, Honigwabe oder schachbrettartige Form, (2) Tunnel, Trichter, Allee, Kegel, Gefäß, (3) Spirale und (4) Spinngewebe. Ihre Entstehung wird dem Auge selbst, der Nervenverbindung zwischen Augen und Gehirn und der primären Sehrinde zugeschrieben. Die Wahrnehmung dieser Halluzinations-Grundmuster werden auch als Pseudohalluzinationen bezeichnet, da die Halluzinationsgrundmuster weder eine falsche Wahrnehmung externer oder realer Objekte noch ein inneres Bild enthalten, das sich aus Erinnerungen speist. Man ist sich bei Pseudohalluzinationen der Fehlleistungen der eigenen Wahrnehmung bewusst, und ebenso, dass diese Fehlwahrnehmungen weder ein Traum, noch Wunschdenken oder Phantasie sind. Das Subjekt kann sich dabei den Grund für die Wahrnehmungsverzerrung nicht erklären. 1.6, 1.8, 1.9, 3.3 S.217-219 + S.235, 4.5
Diejenigen Gedankenformen, die eine Gestalt annehmen, die ganz zu ihre eigene ist, ihre innewohnenden Qualitäten ausdrückt in der Materie die es in sein Umfeld zieht. (...) in dieser dritten Gruppe haben wir einen Einblick in die Formen die für den Astralen oder Mentalen Plan natürlich sind. 14.2 S.36ffWie der obige Vergleich zeigt, treten in etwa dieselben Gedankenformtypen auch bei synästhetischen Wahrnehmungen auf, wo ja die irdische Originalwahrnehmung bekannt ist und nichts besitzt, was die in der bildlichen Darstellung auftauchenden Formen erklärt.
Da bei Synästhesie und der hellsichtigen Wahrnehmung dieser Gedankenformen, dieselben Formen entstehen, obwohl die Originalwahrnehmung in einem Falle eine bekannte körperliche Wahrnehmung ist, während bei der Hellsichtigen Wahrnehmung das Original unbekannt ist, ist anzunehmen daß die die Formen auch in beiden Fällen auf dieselbe Weise entstehen und - da bei der Synästhesie körperliche Wahrnehmung in etwas anderes übersetzt wird - sehr wahrscheinlich durch die Arbeitsweise des menschlichen Gehirns bestimmt werden. Damit ist Leadbeaters und Besants These, daß damit Formen aus dem Astralen oder Mentalen Plan dargestellt würden sehr wahrscheinlich falsch.
Kevin J. Drab stellte bei einer Untersuchung an Krebs- und Schlaganfallpatienten keinen Tunnel fest. Er meint deshalb, dieser trete nur bei einer plötzlichen physiologischen Veränderung wie Blutdruckabfall oder Schock auf. Bei der Menge der Untersuchunge wäre eigentlich zu erwarten, daß das auch schon anderen Autoren aufgefallen wäre, besonders das gezielt nach physiologischen Ursachen der Nahtodeserlebnisse gesucht wurde. Da andere Untersuchungen das bisher nicht bestätigt aber auch nicht untersucht und klar widerlegt haben, sind Zweifel angebracht. Sollte Drab damit recht haben, würde das für die Halluzinations-Hypothese sprechen. 3.3 S.235
Die Tunnelerfahrung könnte man im Prinzip als eines dieser Halluzinations-Grundmuster erklären. Diejenigen Tunnelerfahrungen, bei denen komplexe Bilder im Tunnel auftauchen, beispielsweise wenn innerhalb des Tunnels Personen wahrgenommen werden, lassen sich so jedoch nicht erklären. Ebenfalls schwer erklärbar ist, warum dann außer gelegentlich einer Spirale in der Tunnelerfahrung die anderen Halluzinations-Grundmuster nicht in den Nahtodeserfahrungen auftauchen, obwohl die körperlichen Umstände, unter denen Nahtodeserlebnisse auftreten so verschieden sind, wie sie nur sein können und deshalb auch mit unterschiedlichen Halluzinations-Grundmustern zu rechnen wäre, je nachdem wie der Zustand des Gehirns ist, der eine solche Pseudohalluzination auslöst. 3.3 S.218-219
Ein Text von Kersti Nebelsiek, Alte Wilhelmshäuser Str. 5,
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Kersti_@gmx.de
Da ich es leider nie schaffe, alle Mails zu beantworten, schon mal
im voraus vielen Dank für all die netten Mails, die ich von
Lesern immer bekomme.
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