Hauptseite  /   Suche und Links  /   Philosophie und Autorin dieser Seite

O7.1 Kersti: Wissenschaftliche Forschungsergebnisse zu Tod, Zwischenlebensscenen und Reinkarnation (OI7. Inhalt, OB7. Quellen hierzu)

Erste Version: 3/2009
letzte Überarbeitung: 3/2009

O7.A4

Wissenschaftliche Forschungsergebnisse zu Reinkarnationserinnerungen von Kindern

Weltweite Verbreitung von Kindern mit Reinkarnationserinnerungen

Kinder, die für sich in Anspruch nehmen, daß sie sich an ein früheres Leben erinnern, sind aus vielen verschiedenen Ländern und Kulturen bekannt. Sie sind in Kulturen mit einem Glauben an die Reinkarnation am einfachsten zu finden, es gibt aber auch viele Fälle in Europa und Nordamerika. 6.1, 6.2, 6.3

Gelöste und ungelöste Fälle

Viele der Kinder haben genug Details über ihr vergangenes Leben geliefert, daß man ein vor ihrem Tod gestorbene Person identifizieren konnte, die zu diesen Aussagen paßte. diese Fälle werden von einschlägigen Autoren als solved cases (gelöste Fälle) bezeichnet. In anderen Fällen erbrachte auch eine sorgfältige Recherche keinen Hinweis auf eine Person, zu der diese Erinnerung passen könnte. 6.2, 6.3

Eigenschaften des erinnerten Lebens

Einige Eigenarten der erinnerten Leben sind für alle bisher untersuchen Länder und Kulturen fast gleich, andere variieren in Abhängigkeit von der untersuchten Kultur. 6.1

kurze Zeit zurückliegend, in gewöhnlichem Umfeld

Die meisten dieser spontanen Erinnerungen beziehen sich auf ein nur kurze Zeit zurückliegendes Leben in einem gewöhnlichem Umfeld. 6.3

Auffällig häufig: Gewaltsamer Tod

Zu den Eigenarten, die in allen bisher untersuchten Kulturen vorhanden sind, gehört, daß diese erinnerten früheren Leben auffällig häufig durch einen gewaltsamen Tod endeten. 6.1

Bei einer Vergleichsstudie zwischen je 45 Fällen von Reinkarnationserinnerungen aus zwei verschiedenenen Generationen, kam folgendes heraus: Von 45 Fällen, die Ian Stevenson zwischen 1964 und 1976 untersucht hatte, war bei 40 die Todesursache im vorhergehenden Leben bekannt, nur 7 hiervon waren eines natürlichen Todes gestorben. Von 45 Fällen, die Jürgen Keil zwischen 1988 und 1999 untersucht hatte, war bei 41 die Todesursache im vorhergehenden Leben bekannt, nur 6 hiervon waren eines natürlichen Todes gestorben. Alle anderen Todesfälle - etwa 84% - waren gewaltsame Tode. Von den 33 von Ian Stevenson untersuchten gewaltsamen Toden waren 18 auf Mord oder Totschlag zurückzuführen. Unter den 35 gewaltsamen Toden, die eine Generation später durch Jürgen Keil untersucht worden waren, waren viele Verkehrsunfälle, während nur 10 auf Mord oder Totschlag zurückgingen. 6.1

Geschlechtswechsel oder gleiches Geschlecht ist Kulturabhängig

Wie häufig sich Kinder daran erinnern, im vorhergehenden Leben dem anderen Geschlecht angehört zu haben, ist je nach Kultur sehr unterschiedlich. 6.1

Die Häufigkeit der Bestätigung von Erinnerungen ist Kulturabhängig

Stevenson verglich Reinkarnationserinnerungen einer größeren Zahl indischer Kinder mit 79 Fällen aus Amerika. 6.4

Nur wenige Kinder aus Amerika machten Aussagen über ihr früheres Leben, die genug Einzelheiten enthielten, um sich bestätigen zu lassen. Wenn das vorkam, handelte es sich um Personen aus der eigenen Familie. 6.4

Indische Kinder machen dagegen auch oft bestätigbare Aussagen über ein vorhergehendes Leben in einer anderen Familie oder in einer anderen Gemeinde. 6.4

Im Alter, in dem die betroffenen Kinder zuerst über ihr früheres Leben sprachen, dem Inhalt ihrer Aussagen über das vorhergehende Leben und in dem mit den Erinnerungen verbundene ungewöhnlichen Verhalten ähneln die indischen Fälle sehr den amerikanischen Fällen. 6.4

Aus meiner Sicht müßte man sich das Ganze noch einmal genauer anschauen, denn für diesen Unterschied gibt es zwei mögliche Erklärungen.

Die erste Erklärung trifft mit Sicherheit zu, erklärt aber nicht warum Mitglieder der eigenen Familie offensichtlich doch identifiziert werden können, während das bei außerhalb der Familie stehenden Personen nicht der Fall ist. Die zweite Erklärung stammt aus dem Bereich der Reinkarnationstherapie und würde genau die Unterschiede erklären, die die erste Erklärung nicht erklärt.

Leider wurde bisher noch nicht untersucht, ob sich Belege dafür finden lassen, daß das zutrifft.

Stabilität der Eigenschaften der Reinkarnationsfälle über die Generationen

Beim Vergleich von Reinkarnationsfällen aus derselben Kultur und im selben Land, bleiben die Häufigkeiten der Eigenarten der untersuchten Reinkarnationsfälle meist über lange Zeit stabil. Das wurde von Pasricha und Stevenson für Fallserien in Indien nachgewiesen, die zwei Generationen auseinanderlagen. Keil und Stevenson untersuchten das für die Türkei an einer Fallserie, die im Schnitt eine Generation im Alter auseinanderlag. 6.2

Bei den Drusen im Libanon, die eine Religion haben die vom Islam abstammen und den Glauben an Reinkarnation beinhaltet, wurde das an zwei Fallgruppen untersucht. Die erste Serie stammt von Ian Stevenson der Fälle zwischen 1964 und 1988 untersuchte, im Schnitt stammten sie also aus dem Jahr 1972. Die zweite Serie stammte von Erlendur Haraldson aus den Jahren 1998-2001 also im Schnitt von 1999. Sie lagen also etwa eine Generartion auseinander. 6.2

Folgen von Erfahrungen aus früheren Leben

Phobien

Häufig treten Phobien auf, die mit der Todesursache im vorherigen Leben zusammenhängen. So hatten von 47 Kindern, die laut ihren Erinnerungen im vorhergehenden Leben ertranken, 30 (64%) Angst davor ins Wasser getaucht zu werden, in einem Ausmaß, das man als Phobie bezeichnen kann. 6.2

Ein Verhalten, als seien sie immer noch erwachsen

Muttermale und angeborene Fehlbildungen, die mit der vergangenen Todesursache zusammenhängen

In einigen Fällen hat derjenige der sich an ein früheres Leben erinnert Muttermale oder Fehlbildungen die eng mit Todeswunden, Narben oder Muttermalen zusammenhängen, die die Person hatte, an dessen Leben das Kind sich erinnert. 6.2

Psychologische Erklärung?

Dreißig Kinder mit Erinnerungen an frühere Leben aus dem Libanon wurden mit 30 anderen Kindern auf Eigenarten wie Fantasie, Beeinflußbarkeit, Neigung zum Tagträumen, soziale Isolation auch Streben nach Aufmerksamkeit untersucht. Die Kinder, mit Erinnerungen an frühere Leben hatten höhere Werte für Tagträumen, Suche nach Aufmerksamkeit und Dissoziation. Sie hatten jedoch keine höheren Werte für soziale Isolation und Beeinflußbarkeit. Die dissoziativen Eigenarten waren wesentlich geringer als bei Fällen von multipler Persönlichkeitsstörung und traten nicht in krankaftem Ausmaß auf. Es gab einige Symptome von Posttraumatischer Belastungsstörung. Achtzig Prozent der untersuchten Kinter mit Erinnerungen an frühere Leben erinnerten sich an einen gewaltsamen Tod. 6.6

Kersti


O7.1 Kersti: Wissenschaftliche Forschungsergebnisse zu Tod, Zwischenlebensscenen und Reinkarnation (OI7. Inhalt, OB7. Quellen hierzu)

Ein Text von Kersti Nebelsiek, Alte Wilhelmshäuser Str. 5, 34376 Immenhausen - Holzhausen, Tel.: 05673/1615, http://www.kersti.de/, Kersti_@gmx.de
Da ich es leider nie schaffe, alle Mails zu beantworten, schon mal im voraus vielen Dank für all die netten Mails, die ich von Lesern immer bekomme.
Werbung ist nicht erwünscht und ich bin nicht damit einverstanden, daß diese Adresse für Werbezwecke gespeichert wird.