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letzte Überarbeitung: 7/04

V13.

Ich würde mir nie die Mühe machen, etwas zu kritisieren, was ich schlecht finde

Der neue Sternenkristall ist gekommen. Es ist ein Heft mit Geschichten über die von Marion Zimmer-Bradley (MZB) erfundene Welt Darkover, mit von deutschen Fans geschriebenen Geschichten.

Ich lese mir die Geschichten durch, die formal von sehr unterschiedlicher Qualität sind - teilweise sehr gut formuliert, technisch perfekt, teilweise die erste Geschichte eines blutigen Anfängers. Wie es halt kommt. Auch ich habe meine Anfängerfehler im Sternenkristall veröffentlicht.

Ebenso unterschiedlich sind die Geschichten. Viele sind nicht besonders origineller Abklatsch anderer Geschichten, die von MZB in ihren Darkover-Anthologien veröffentlicht wurden. Einer, dessen gesamtes Geschreibe - auch die inhaltlichen Artikel die er immer im Relays schreibt - zeigt, daß er wohl mit dem Leben nicht zurechtkommt, schreibt regelmäßig Geschichten, die absolut nicht auf den Punkt kommen. Hier ist auch wieder eine.

Eine jedoch fasziniert mich. Sie läßt mich nicht wieder los. Eine Geschichte von einem Menschenkind, das ein Katzenwesen findet. Sie geht mir einfach nicht aus dem Kopf. Sie fasziniert mich, ich lese sie wieder und wieder, weil sie so schön ist. Leider würde so etwas in keinem Buch veröffentlicht. Es ist eine Geschichte voller Anfängerfehler.

Ich frage die Autorin, ob sie gerne eine Kritik für ihre Geschichte haben will.

Ich kritisiere nichts, was ich schlecht finde. Ich kritisiere nichts, was ich unwesentlich finde. Ich schreibe nur solchen Autoren eine Kritik, die mir etwas vorgelegt haben, was ich wirklich faszinierend und gut finde. Es kommt halt nur nicht richtig rüber.

Und das gilt nicht nur für Fantasy-Geschichten, das gilt genauso für Sachartikel. Wenn ich etwas schlecht finde, dann lasse ich es sang- und klanglos unter den Tisch fallen. Nur Gutes wird bei mir kritisiert, damit der wertvolle Inhalt auch bei anderen Lesern richtig ankommen kann.

Ähnlich ist es mit Artikeln oder Büchern, die ich geradezu auseinandernehme, weil sie falsch sind. Die sind aber nicht moralisch oder inhaltlich gut, sondern gut (d.h. wirkungsvoll) ist daran die Technik, mit der inhaltliche Fehler verschleiert werden. Sie werden zu oft geglaubt. Deshalb müssen sie widerlegt werden.

Kersti

V17. Kersti: Brief über angemessenen Umgang mit Verleumdungen
V58. Kersti: Absolute Wahrheit?
V108. Kersti: Kritik: Was betreffen mich die Fehler anderer Leute?
V115. Kersti: Was mich an Darkover am Meisten faszinierte
V140. Kersti: Die zerstörerische Arroganz der herrschenden Meinung
V150. Kersti: Den Fachleuten vertrauen?
V165. Kersti: Meinungsfreiheit - ein Luxus ?
V168. Kersti: Meckerrunde
V172. Kersti: Ein echt guter Rat
V173. Kersti: Was ist Gewissen?
V176. Kersti: Standpunkte
V194. Kersti: Was unterscheidet eine Gehirnwäsche von einem Dazulernen?
V224. Kersti: Warum gerade diese Links?
V243. Kersti: Ist die Schulmedizin wirklich so schlecht, wie das hier auf meiner Internetseite erscheint?
V244. Kersti: Warum Vertreter von Außenseitermeinungen besser informiert sind, als Vertreter weit verbreiteter Meinungen
V248. Kersti: Spielverderber - oder - Wer sind die Guten?
V277. Kersti: Das Prinzip der Narrenfreiheit
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V294. Kersti: Warum Außenseitermeinungen für Fachleute schwerer zu verstehen sind als für Laien

Ein Text von Kersti Nebelsiek, Alte Wilhelmshäuser Str. 5, 34376 Immenhausen - Holzhausen, Tel.: 05673/1615, http://www.kersti.de/, Kersti_@gmx.de
Da ich es leider nie schaffe, alle Mails zu beantworten, schon mal im voraus vielen Dank für all die netten Mails, die ich von Lesern immer bekomme.