erste Version vor: 07.06.00
letzte Überarbeitung: 6/06
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Nun, ich muß zugeben: Ich entspreche den meisten meiner
früheren Vorurteile darüber, was es hieße, verrückt
zu sein. Ich glaube zwar nicht grade, ich sei Jesus selbst gewesen -
dafür bin ich überzeugt, daß ich sein Freund war. Und zu
allem Überfluß bin ich auch noch der Ansicht, daß wir -
also diejenigen, die damals Jesus folgten - heute das zuendeführen
wollen, was wir damals begannen. Ich kenne aber inzwischen einige Leute, die tatsächlich schon in einer Nervenheilanstalt waren. Der eine hatte auch seltsame Ansichten. Doch während er mit seinem Leben nicht zurechtkommt, je mehr Blödsinn er redet, desto schlechter, kann ich doch von mir sagen, daß ich je mehr ich diese doch sehr ungewöhnliche Geschichte für mich akzeptiere, meinen Alltag desto besser geregelt kriege. Ich halte es nach dem, was ich bisher erlebt habe für sehr wahrscheinlich, daß meine Ansicht, ich hätte Jesus gekannt, der Wahrheit entspricht - aber es gibt selbstverständlich keine absolute Garantie auf der Welt, daß ich damit wirklich recht habe. Irren ist menschlich und wer sich nie irrt ist kein Mensch. Ob jemand als Verrückt einzustufen ist, hat nicht direkt damit etwas zu tun, wieviele Irrtümer ein Mensch in sein Weltbild einbaut. Irren tut sich jeder und die Weltbilder aller Menschen enthalten einen Großteil Irrtümer. Gefährlich wird es erst dann, wenn diese Irrtümer das alltägliche Leben betreffen und dort zu so vielen kleinen und großen Fehlentscheidungen führen, daß derjenige seinen Alltag nicht mehr geregelt kriegt. Tatsächlich betrifft mein Glaube, daß wir heute die Pläne zuendeführen wollen, an denen wir damals schon arbeiteten natürlich den Alltag. Allerdings in einer ganz banalen Art und Weise - solange ich nicht unmißverständliche und unwiderlegbare Zeichen bekomme, daß ich eine darüberhinausgehende Aufgabe habe, besteht meine "große Augabe" lediglich darin, daß ich die Vorgänge in dem Land, in dem ich lebe und überall wo ich sonst noch Informationen bekommen und Einfluß ausüben kann, aufmerksam beobachte und wenn es mir möglich ist, tue was nötig ist, um Fehlentwicklungen zum Guten zu wenden und den Menschen, die mir begegnen, zu helfen - und zwar ohne mich zu überfordern. Denn wer sich überfordert, fällt früher oder später der Umgebung zur Last - Abgesehen davon bin ich auch ein Mensch, der Liebe und Achtung auch von mir verdient, wie jeder andere auch.
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Ein Text von Kersti Nebelsiek, Alte Wilhelmshäuser Str. 5,
34376 Immenhausen - Holzhausen, Tel.: 05673/1615,
http://www.kersti.de/,
Kersti_@gmx.de
Da ich es leider nie schaffe, alle Mails zu beantworten, schon mal
im voraus vielen Dank für all die netten Mails, die ich von
Lesern immer bekomme.