Hauptseite  /   Suche und Links  /   Philosophie und Autorin dieser Seite


erste Version vor: 26.02.01
letzte Überarbeitung: 10/06

V175.

Kriterien zum Bau eines realistischen Weltbildes: Realitätsnähe

 
Inhalt

Je näher man der Originalen Quelle ist, desto weniger Verfälschungen können sich eingeschlichen haben

Was man mit eigenen Augen gesehen hat und was man selbst erlebt hat, hat man am genausesten mitbekommen. Daher kann man sich darauf verlassen, daß man zumindest von niemandem belogen wurde und sprachliche mißverständnisse im Überlieferungsweg der Information scheiden aus. Mit jeder Stufe der Überlieferung gehen Informationen verloren und es treten verschiedene Formen von Mißverständnisssen auf.
  1. Ebene: Eigene Erlebnisse
    Die größte Realitätsnähe haben immer eigene Erlebnisse. Bei eigenen Erlebnissen können nur die Deutungen und der Selbstbetrug desjenigen, der sie gehabt hat zu Verfälschungen in den Schlußfolgerungen führen.
  2. Ebene: Aus erster Hand
    Die nächst geringere Realitätsnähe haben Berichte über Erlebnisse, die der Autor oder der Erzählende selbst gehabt hat. Hier kommen zu den Fehlern durch eigene Fehleinschätzungen noch Fehler, die durch Mißverständnisse oder Lügen zwischen dem, der das Erlebnis gehabt hat und dem, der es sich berichten läßt.
  3. Ebene: Aus zweiter oder Dritter Hand
    Noch geringer ist die Realitätsnähe, bei Berichten, deren Herkunft sich zwar noch bis zur Quelle zurückverfolgen läßt, die aber wiedergegeben wurden, von jemandem, der sie nicht selbst erlebt hat. Indem derjenige die Dinge so wiedergibt, wie er sie verstanden hat, schleichen sich automatisch mehr Mißverständnisse und Irrtümer ein.
  4. Ebene: Vom Hörensagen
    Sehr gering ist die Realitätsnähe bei Dingen, wo die Ursprüngliche Quelle nicht mehr bekannt ist, aber noch das zugrundeliegende Erlebnis wiedergegeben wird.
  5. Ebene: Unbelegte Behauptung
    Am geringsten ist die Realitätsnähe bei Dingen, wo sich die Aussage nicht mehr bis zu den zugrundeliegenden Erfahrungen und Beobachtungen zurückverfolgen läßt. Aussagen die so realitätsfern sind, sollte man immer mit größter Skepsis betrachten.
  6. Ebene: Fantasy
    Fantasy, Romane und Märchen als Quelle für Informationen haben überhaupt gar keine Beweiskraft - aber dennoch ist es möglich, daß sie sehr interessante physikalische, biologische oder psychlogische Konzepte enthalten, die sich bei Überprüfung als wahr erweisen.

    In manchen Fällen gibt gerade Fantasy die Realität unverfälschter wieder als jeder Text, der für sich in Anspruch nimmt, "die Wahrheit" zu beschreiben. Das liegt daran, daß der Fantasyautor KEINEN Anspruch auf Wahrheit hat und deshalb mit dem Hinweis, daß ja alles frei erfunden sei, ungestraft über Dinge schreiben kann, über die in irgendeiner Form eine Zensur geübt wird oder eine kollektive Verdrängung besteht.

 
Inhalt

Eigene Erlebnisse: Die Bedeutung grundlegender Erfahrungen für unsere Fähigkeit etwas zu verstehen

Sprichwörtlich für die Unfähigkeit mancher Menschen, sich die Auswirkungen von Dingen vorzustellen, die man nicht selbst erlebt hat, ist das reden mit Blinden über die Farbe.
V300. Kersti: Ohne eigene Erfahrungen keine zutreffende Theorie

 
Inhalt

Anfangs ordnete ich gechannelte Texte auf derselben Ebene ein wie Fantasy, was die Beweiskraft angeht. Es gibt durchaus gechannelte Texte, die das Wissen nicht verkörperter Wesenheiten relativ unverfälscht rüberbringen. - Aber das ist selten, da sich aus dem Vorgang des Channelns so viele Fehlerquellen ergeben, daß man sich einfach nicht darauf verlassen kann. (Das sind alle Fehlerquellen bei Erinnerungen an frühere Leben und noch einige mehr.)

Kersti


Ein Text von Kersti Nebelsiek, Alte Wilhelmshäuser Str. 5, 34376 Immenhausen - Holzhausen, Tel.: 05673/1615, https://www.kersti.de/, Kersti_@gmx.de
Da ich es leider nie schaffe, alle Mails zu beantworten, schon mal im voraus vielen Dank für all die netten Mails, die ich von Lesern immer bekomme.