Der psychologische Anteil
Beispielgeschichte, Kersti:
So viel hatte ich eigentlich nicht über mich verraten wollen...
Über die Darkover-Bücher von Marion
Zimmer-Bradley kam ich zu einem Darkover-Fanclub
und lernte dadurch einige Menschen kennen, die auch Geschichten
schreiben.
Einer dieser Brieffreundinnen schrieb ich, daß ich der Ansicht
sei, daß auf dem menschlichen Gebiet Fantasy oft ehrlicher sei
als Geschichten, die in der realen Welt spielen, da man immer die
Möglichkeit hat, unannehmbare reale Dinge durch Fantasy-Symbole
zu ersetzen. Daraufhin antwortete diese:
"... sicher schreibe ich von mir und meinen Belangen, aber es ist
doch klar, daß man das nicht unmittelbar, wie es dann in der
Geschichte steht, wieder zurückübertragen kann ..." Danach
folgte eine so treffende Beschreibung einer jüngeren Kersti,
daß ich erst einmal schlucken mußte. So viel hatte ich
eigentlich nicht über mich verraten wollen! In meiner Schulzeit
habe ich mich krampfhaft bemüht, mir meine
Gefühlsmäßigen Reaktionen auf die
Ärgereien meiner Klassenkameraden nicht
anmerken zu lassen. Diese Haltung beschrieb
sie.
Da eigene Geschichten oft so viel vom Denken und Handeln des Autors
enthalten, würde ich die Geschichte eines Anderen nie
öffentlich kritisieren - immer nur privat in einem Brief.
Denn meine Kritiken enthalten immer wieder Vermutungen
über die Persönlichkeit des Autors, die mir meist
bestätigt werden. Und oft sind es Vermutungen, die der
Autor nicht gerne öffentlich diskutieren würde.
Jeder Mensch hat seine wunden Punkte und verletzlichen Stellen
und gerade die spielen eine große Rolle in Fantasy-Geschichten.
Sonst würde derjenige keine Fantasy schreiben,
sondern die Realität ungeschminkt wiedergeben.
Der fantastische Anteil
Inzwischen gehe ich noch weiter, was den Zusammenhänge zwischen
Realität und Fantasy betrifft. Meiner Ansicht nach
sind die fantastischen Elemente in Fantasy und Science-Fiktion
normalerweise Erfahrungen aus früheren Leben sehr
ähnlich.
Beispiel, Reinkarnationserinnerung, Kersti:
Ein Mensch als Drachenhaustier
So habe ich beispielsweise eine Fantasy-Geschichte zu schreiben
angefangen, in der ein Drache meine Hauptperson als Haustier hielt.
Trotz des immensen Größenunterschieds und obwohl der Drache
die Frau bei der ersten Begegnung lebensgefährlich verletzt
hatte, verhält die Frau sich dem Drachen gegenüber wie
ein Erwachsener gegenüber einem Kind und lehrt dem Drachen,
daß er Menschen als Persönlichkeiten achten muß,
obwohl Drachen um ein vielfaches intelligenter sind als Menschen.
Zwischen den beiden entwickelt sich eine so tiefe menschliche
Beziehung, daß der Drache auf ihre Forderungen eingeht.
Alle hier aufgezählten Elemente der Geschichte habe ich
in einem meiner eigenen früheren Leben wiedergefunden,
nur daß ich damals ein Mann war und daß der
gesellschaftliche Hintergrund, in dem die Geschichte spielte, ein
anderer war.
Tatsächlich habe ich Erinnerungen an meine
eigenen früheren Leben als Fantasy abgetan, bis ich einen
Teil davon in einem aus der Akascha-Chronik
gelesenen Buch wiederfand. Unter Beweise für
Reinkarnation habe ich einige verblüffende Belege
zusammengetragen, daß Erinnerungen an frühere Leben
teilweise nachweislich richtig sind.
Die Argumentation, daß Erinnerungen an frühere Leben
sich wie Fantasy ausnehmen und deshalb Fantasy seien, ist
logisch. Wenn ich meine von mir erfundenen
Fantasy-Geschichten mit
meinen eigenen Erinnerungen an frühere
Leben von mir vergleiche, ist es kaum zu übersehen,
daß beides aus derselben Quelle stammt. Ich argumentiere
allerdings umgekehrt: Meiner Ansicht nach beruhen Fantasy-Geschichten
weitgehend auf unbewußten Erinnerungen an frühere Leben.
Diese Argumentation ist genauso logisch oder unlogisch wie das
Umgekehrte.

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Merkwürdige Erfahrungen
V12.
Hauptfehlerquellen bei Erinnerungen an frühere Leben.
V67.
Entdecke Deine früheren Leben
V75.
Glaubst du an Heiligenscheine?
V93.
Fantasyersatz und die Scheißwahrheit...
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Fantasy: Was mich an Darkover am Meisten faszinierte
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Frühere Leben von mir, thematisch sortiert
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