Hauptseite  /   Suche und Links  /   Philosophie und Autorin dieser Seite


erste Version vor: 26.02.01
letzte Überarbeitung: 3/07

V236

Der Gedankenkristall und die Zeitenwende

Ich schreibe diesen Artikel, da es mir erscheint, als würde in dieser Gesellschaft eine neue Denkweise Platz ergreifen, die ich mit dem Begriff "Gedankenkristall" verbinde.

Ich nehme mich selbst als Beispiel, weil ich nur mein eigenes Denken so weit bis in die Einzelheiten verfolgen kann, daß verständlich wird, was ich meine. Ich habe mich aber schon mit anderen unterhalten, die ähnlich denken wie ich. - Und mit anderen, die noch andere spannende Arten zu denken haben.

Meiner Ansicht nach hat diese Denkweise so immense Vorteile, daß, wenn man sie beherrscht, die alte Denkweise so gut wie unnötig wird. Sie hat aber auch Nachteile, die in meinen Augen allerdings zu einem erheblichen Teil dadurch hervorgerufen werden, daß unsere Kultur auf das alte Denken ausgerichtet ist und daß ich und andere, die ähnlich denken, gezwungen werden, Herangehensweisen an Probleme zu verwenden, die für uns nicht funktionieren und daß uns oft nicht der Freiraum zugestanden wird, es auf unsere eigene Art und Weise zu machen die in den meisten Fällen mindestens ebensogut funktionieren würde. - Wenn man sie denn benutzen dürfte.

Sri Aurobindo

Ich las das Buch über Sri Aurobindo (B67) und konnte zu jedem Kapitel nur sagen: "Ja. Stimmt.". Das heißt dort sind alle Bewußtseinszustände, die ich aus eigener Erfahrung kenne, ausführlich und so genau beschrieben, daß ich sie eindeutig wiedererkennen kann.

Nur das Gedankenkristall kann ich nicht eindeutig zuordnen. Die Beschreibung dessen, was dort als Supramentales Bewußtsein bezeichnet wird, ist so ungenau, daß ich vermute, daß Satprem es nicht aus eigener Erfahrung kennt und deshalb keine Beschreibung liefern kann, aus der ich schließen kann, "ja, das ist es" oder "nein, das ist es nicht". Vieles weist aber darauf hin, daß es sich bei supramentalen Gedanken um Gedankenkristalle - also vernetztes Denken handelt.

In seinem Buch (B74) belegt Sheldrake an vielen Beispielen, daß Dinge, die das erste mal jemand lernt, langsamer gelernt werden, als wenn sie ganz anderen Individuen später gelehrt werden.

Ein Beispiel:
Einmal begann ein Affe auf einer Insel, sein Futter zu waschen. Mit den Jahren übernahmen das zuerst Verwandte und später andere Affen dieser Insel. Doch als der hundertste Affe es gelernt hatte, begannen plötzlich auch die Affen überall auf den anderen Inseln, die überhaupt keinen Kontakt zu dieser Insel hatten, ihr Futter zu waschen.
Siehe dazu: V307. Kersti: Über den 100. Affen...

Sri Aurobindo (B67) hatte mitten in einer Stadt ein Ashram eröffnet, um möglichst vielen, möglichst unterschiedlichen Menschen das supramentale Denken zu lehren. Er starb 1950.

Angenommen Sri Aurobindo hätte Erfolg gehabt und angenommen, die vielen Legastheniker wären nach dem System des hundertsten Affen das Ergebnis dieser Bemühungen und angenommen sie würden die hinter der Legasthenie verborgenen Begabungen entwickeln - dann würde sich das Bewußtsein der Menschen auf dieser Erde drastisch wandeln. Legastheniker denken anders, umfassender. (B75) Sie denken in Gedankenkristallen. Durch diese Denkweise werden Probleme lösbar, die bisher nicht zu lösen waren.

Vielleicht bricht doch ein neues besseres Zeitalter an, auch wenn uns in dieser Umbruchszeit, alles immer nur schlimmer zu werden scheint.

Kersti

O3: Kersti: Ist in der Schule das Denken verboten?, OI3.
O6: Kersti: Hochbegabung als Verständigungshindernis, OI6.
V4. Kersti: Merkwürdige Erfahrungen
V91. Kersti: Instinkte und Freiheit
V94. Kersti: Eine Sammlung sämtlicher denkbarer Verrücktheiten
V115. Kersti: Fantasy: Was mich an Darkover am Meisten faszinierte
V176. Kersti: Standpunkte
V236. Kersti: Der Gedankenkristall und die Zeitenwende
V237. Kersti: Was ist ein Gedankenkristall
V238. Kersti: Welche Vorteile haben Gedankenkristalle
V239. Kersti: Sprachliches Denken
V240. Kersti: Intuition
V241. Kersti: Vernetztes Denken wird nur bei inaktiver Gehirnrinde bewußt
V242. Kersti: Legasthenie und vernetztes Denken
V256. Kersti: Warum hat ein Gedankenkristall mindestens sechs Dimensionen?
V264. Kersti: Telepathie ist nichtsprachlich
V295. Kersti: Magie ist so natürlich wie atmen
V302. Kersti: Strafe dafür, daß man etwas schon vor den anderen kann
V312. Kersti: Manchmal wünschte ich mir, ich hätte wenigstens in irgendeinem Bereich eine durchschnittliche Begabung
VA15. Kersti: Legasthenie als Krankheit
VA109. Kersti: Geistige Gesundheit
VA112. Kersti: Geistige Freiheit
VA114. Kersti: Wie Denken funktioniert
VA231. Kersti: Wenn man zu anders ist, besteht das halbe Leben aus Mißverständnissen - und die andere Hälfte aus Einsamkeit
VA233. Kersti: Gedankenkristalldenken fühlt sich für mich eher wie sehen als wie denken an
VA234.3 Kersti: Aufstieg: Vernetztes Denken und feinstoffliche Wahrnehmung
VA234.5.2 Kersti: Aufstieg: Filtermechanismen
VA237. Kersti: Das Dimensionen- verständnis- problem
VA256. Kersti: Werden Indigokinder irrtümlicherweise auf ADHS behandelt?
VA260. Kersti: Leben mit der Fähigkeit zu vernetztem Denken
VA263. Kersti: 3. ADHS und Kreativität: Erfolg ist nicht einfach Zufall
VA274. Kersti: 3.1 ADHSler sind Multitaskingfähig
VA283. Kersti: Sehr hohe Soziale Kompetenz von Kindern als Hindernis für das Verständnis des Sozialverhaltens weniger kompetenter Menschen

Ein Text von Kersti Nebelsiek, Alte Wilhelmshäuser Str. 5, 34376 Immenhausen - Holzhausen, Tel.: 05673/1615, http://www.kersti.de/, Kersti_@gmx.de
Da ich es leider nie schaffe, alle Mails zu beantworten, schon mal im voraus vielen Dank für all die netten Mails, die ich von Lesern immer bekomme.