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Eine neue Art entsteht nur dann, wenn eine ökologische Nische frei
ist. Wenn alle ökologischen Nischen besetzt sind, verhindert die
natürliche Auslese eine weitere Differenzierung der vorhandenen
Arten, so daß keine neue Art mehr entsteht.
Wieviele Arten es in einem Ökosystem geben kann hängt davon ab,
- wieviele Individuen eine Art mindestens in erreichbarer Nähe
braucht, um eine dauerhafte, nicht durch Inzucht geschwächte
Population bilden zu können.
- Wie weit die Individuen sich zu Partnersuche fortbewegen können.
(Das hängt sowohl von der Größe des zur
Verfügung stehenden Areals ab, als auch von der Beweglichkeit
der Einzelindividuen.)
- Wie oft Jahreszeiten oder Katastrophen erhebliche Teile der
Populationen ausrotten.
Die Grundlage zu neuen Arten wird von den überschüssigen
Individuen anderer Arten gebildet, die von eigenen Artgenossen aus der
bevorzugten ökologischen Nische der eigenen Art gedrängt
wurden. (Und nur wenn es eigene Artgenossen sind, funktioniert das, da
nur dadurch sichergestellt ist, daß die herausgedrängten
Individuen mit neuen Genen, die ihnen eine ander Lebensweise
ermöglichen als ihren Elterntieren, immer einen Partner finden, mit
dem sie Nachkommen zeugen können.
Die Überschüssigen Individuen können sich nur
untereinander paaren, da sie durch ihre ungewöhnliche Lebensweise
nicht völlig gesund sind und deshalb von ihren eigenen Artgenossen
ausgegrenzt sind. Individuen mit besonders nützlichen neuen Genen
werden von Angehörigen der alten Art wegen ihres anderen
Erscheinungsbildes ausgegrenzt, ziehen aber Tiere mit denselben
nützlichen neuen Genen den kränkeren Versagern vor, so
daß sie sich vorzugsweise untereinander paaren.
Mit der Zeit sind die Unterschiede zwischen der alten und der neuen Art
so groß, daß sie sich nicht mehr freiwillig kreuzen.

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O4.
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