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VA30.

Warum es unmöglich ist, bei vorurteilsgeladenen Themen auf Wörter zu verzichten, die als abwertend gelten

In einer Mail schrieb jemand: "Irrenanstalt ist abwertend" und erwartete daß ich dieses wort daraufhin nicht mehr verwende. Viel wichtiger wäre es doch, endlich die innere Einstellung den Geisteskrankheiten gegenüber zu ändern. Ich finde diese Abwertung nicht gerechtfertigt, weil es jedem Menschen passieren kann, daß ihm in seinem Leben etwas begegnet, das über seine persönlichen Kräfte geht.

Ich meine, solange Menschen dazu neigen, Menschen, die unter psychischen Erkrankungen leiden, als minderwertig zu betrachten, so lange wird jedes Wort mit ein paar Jahren Verzögerung als abwertend empfunden, das man für diese Anstalten verwenden könnte. Deshalb empfinde ich es als wenig sinnvoll, in regelmäßigen Abständen neue Wörter dafür zu erfinden. Jedenfalls ist es bezeichnet daß andere von derselben Wurzel abgeleitete Bezeichungen und Redewendungen wie "Ist ja irre!", "Irren ist menschlich", "Irrtum", "herummirren", "sich verirren" nicht als abwertend empfunden werden. Nur diejenigen die sich auf Menschen mit Geisteskrankheiten beziehen, epfinden wir als Abwertung: "Irrer", "Irrenanstalt".

"Zweitens finde ich es nicht gut, dass sie diese Begriffe (mongoloide Kinder, Irrenanstalt) in einem Zusammenhang verwenden."
Wie man aus dem Zusammenhang erkennen kann, habe ich bewußt möglichst unterschiedliche sich im Denken und Fühlen äußernde Erkrankungen aufgezählt und als Ergänzung das unausgeglichene Verhalten gesunder Menschen genannt. Das Down-Syndrom (Mongolismus / Trisomie 21) habe ich aufgezählt, weil es eine sehr schwerwiegende genetisch verursachte Erkrankung ist, und es mir deshalb unglaublich vorkam, daß eine gesunde Ernährung auch hier eine so erhebliche Wirkung haben kann.
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Wenn ich mongoloide Kinder in der Irrenanstalt vermuten würde, wäre es sinnlos gewesen, sie einzeln aufzuzählen. Aber ich halte es für ganz wesentlich, daß ich hier erwähne, daß es sich sehr lohnen kann, bei diesen Kindern auf die Ernährung zu achten.

Kersti

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