erste Version zwischen: 13.1.2002 und 20.04.2002
letzte vollständige Überarbeitung: 11/2017
letzte Bearbeitung: 20/2020

VA41.

Düngung als Krankheitsursache

Übergeordnete Artikel:
V2. Kersti: Mineralien und Spurenelemente: Wie Düngung, raffiniertes Salz und Nahrungsmittelzusätze unsere Gesundheit gefährden
Dieser Artikel:
Schon die traditionelle Landwirtschaft der Steinzeit, war problematisch, da sie zu einem massiven Verlust an Mutterboden führt.
VA71.1.5 Kersti: Getreideanbau zerstört den Mutterboden
Diesem Mangel versuchte man durch einführung des Kunstdüngers abzuhelfen.
VA71.1.8 Kersti: Justus Liebig und die Erfindung des Mineraldüngers
Wie ich in diesem Artikel zeigen will, wurde ein Problem durch eina dneres ersetzt: Jetzt wachsen zwar ausreichend Pflanzen auf dem Boden, die Nahrungsmittelqualität ninmmt jedoch ab.

Beispielgeschichte, Kersti:

Gerson's Krebs-Therapie mit Säften wurde mit den Jahren immer wirkungsloser. Deshalb ließ er Gemüse von Biobauern und aus konventionellem Anbau untersuchen. Das Bio-Gemüse enthielt drei mal so viele Vitamine. Von da ab behandelte er mit Bio-Gemüse. Die Erfolge stellten sich wieder ein.10.
Biologisch angebaute Produkte enthalten weniger Nitrate und Nitrite als konventionell angebaute Produkte.14.; 15.; 17.; 18.

Im einzenlen wurden nachgewiesen, daß biologische Nahrungsmittel

Selbstverständlich ist es nicht an sich schlecht, den Boden zu düngen. Genausowenig wie es an sich schlecht ist zu essen, dennoch sind in der heutigen Zeit die meisten Krankheiten durch eine falsche Ernährung zumindest mitverursacht.

In der Ernährung hatte man zuerst herausgefunden, daß der menschliche Körper Eiweiße, Kohlehydrate und Fette zur Ernährung braucht. Daraufhin erklärte man alle anderen Inhaltsstoffe der Nahrungsmittel für unnötig und stellte "Nahrungsmittel" her die aus nahezu reinen Fetten, Kohlehydraten oder Eiweißen bestanden, wie raffinierter weißer Zucker, Weißmehl, raffinierte Speiseöle. Diese Nahrungmittel führen, wie man heute weiß zu ernsthaften Mangelkrankheiten, sofern sie einen nennenswerten Anteil der Nahrung ausmachen, da andere Bestandteile wie Vitamine, Mineralien und Enzyme dadurch in zu geringen Mengen in der Nahrung vorhanden sind. Alle Zivilisationskrankheiten oder Alterskrankheiten sind Krankheiten, die unter Anderem durch Fehlernährung hervorgerufen werden.1. - 9.

Bei der Düngung der Pflanzen wurde ein ähnlicher Fehler gemacht - die ersten Kunstdünger enthielten die drei Mineralien Phosphor, Kalium und Stickstoff im Übermaß und im Gegensatz zu natürlichen Düngern die meisten anderen Mineralien nahezu gar nicht. Das führte zu einer einseitigen Versorgung der Pflanzen mit Mineralien. Inzwischen werden den Düngern manche andere Mineralien die Pflanzen brauchen, um gut zu wachsen, auch zugesetzt - aber in den Mengenverhältnissen, bei denen Pflanzen am schnellsten Gewicht zulegen, nicht in denen die für Menschen und Tiere am gesündesten sind. 7. S.24; 10.; 11.

Die mit Kunstdünger gedüngten Pflanzen leiden also unter Fehlernährung. Im ersten Jahr ist das noch relativ geringfügig, so daß die Pflanzen gut wachsen, doch mit jedem weiteren Jahr wird der Mangel an den nicht ausreichend in den Düngern enthaltenen Mineralien stärker. So ist es unter Biobauern allgemein bekannt, daß biologisch gezogenes Gemüse und Obst weniger krankheitsanfällig ist als mit Kunstdüngern und Pestiziden versorgte Pflanzen. Dasselbe trifft auf Tiere zu, die mit diesen Pflanzen ernährt wurden20.1.

Die Ursache Düngung wäre auch im Zusammenhang mit Phosphatempfindlichkeit zu bedenken, siehe dazu:
Buch: B81. Hafer, Herta / Die heimliche Droge Nahrungsphosphat
Sowie bei Arthrose, Arteriosklerose:
Buch: B90. Bergasa, Ana Maria Lajusticia / Kampf der Arthrose

Biogemüse und -obst schmeckt auch besser, was eben auf seine gesünderen Inhaltsstoffe zurückzuführen ist.
V2. Kersti: Bio ist besser
V43. Kersti: Geschmack, die beste chemische Kurzanalyse

Wie man sich eine Studie ohne signifikantes Ergebnis bastelt

Autor: Alan D. Dangour et Al. kamen in ihrer Studie Nutritional quality of organic foods: a systematic review. zu dem Ergebnis, es wären keine nennenswerten Unterschiede feststellbar, wenn man von einem erhöhten Nitratgehalt der konventionell angebauten Produkte, einem erhöhten Gehalt an Phosphat und der biologisch angebauten Produkte absieht12..

Mich wunderte das, daher schaue ich mit die Studie an, wie die Autoren das geschafft hatten. Das erste, was mir sauer aufgestoßen ist, ist daß sie zwar in den Studien, die sie untersucht haben, bemängelten, daß diese viele wichtige Angaben nicht machten, daß aber statt der exakten Zahlen zu den Durchschnittsgehalten und Unterschieden nur Angaben zu ihrer statistischen Signifikanz gemacht haben und zudem immer wenn ein Ergebnis statistisch nicht signifikant war, statt diese Angabe zu machen, hingeschrieben haben, daß da kein Unterschied wäre und auch nicht angegeben in welche Richtung denn der Unterschied geht. Kein Unterschied kann nicht vorhanden gewesen sein, weil ja schon der Zufall für Unterschiede sorgt, wenn man so viele Ergebnisse auswertet. Ein statistisch nicht signifikanter Unterschied ist aber nicht dasselbe wie gar kein Unterschied und man sollte nicht so tun, als wäre das dasselbe!

Was ich aber für den Grund halte, warum er diese Unterschiede nicht fand ist, daß in der Arbeit jeweils diejenigen Analysewerte nicht mit ausgewertet wurden, die am weitesten von den anderen Werten abwichen. Zunächst einmal ist dieses Verfahren nicht unüblich, denn wenn man beispielsweise irgendeinen biologischen Wert von Krebskranken mit dem von Gesunden vergleicht und dann fällt eines der Meßergebnisse völlig aus dem Rahmen, nimmt man an, daß irgendetwas, was nichts mit dem, was man eigentlich untersuchen wollte, zu tun hat und schließt es aus der Untersuchung aus. Aus meiner Sicht sollte man diesen Einzelfall immer gesondert untersuchen, um herauszufinden, woran es in diesem Einzelfall liegt, weil man sonst Menschen mit Minderheitenveranlagungen in Gefahr bringt, so haben Menschen die Autismus oder ADHS haben, oft Probleme in Krankenhäusern, weil dort oft nicht berücksichtigt wird, daß viele Medikamente bei diesen Veranlagungen anders wirken als normal. Im Falle der Bio-Landwirtschaft gehe ich aber davon aus, daß man mit dem ausschließen der Extremwerte genau das von der Untersuchung ausgeschlossen hatte, was eigentlich Thema der Untersuchung ist, nämlich die Betriebe die am konsequentesten biologisch wirtschaften.

Wie ich zu dieser Annahme komme, wird aus meiner persönlichen Erfahrung klar:
Beispielgeschichte, Kersti:

Das Obst und Gemüse aus dem eigenen Garten schmeckt am allerbesten

In meiner persönlichen Erfahrung ist es so, daß das Obst und Gemüse aus dem eigenen Garten am allerbesten schmeckt, dann kommt lange nichts, dann die Bio-Produkte, die sich jeweils in der Geschmacksqualität deutlich voneinander unterscheiden, dann kommen die konventionellen Produkte, die ebenfalls eine deutliche Spanne an unterschiedlichen Qualitäten abdecken, die sich mit denen der Bioprodukte überschneidet.

Einmal habe ich jedoch ein Praktikum bei einem Biobauern gemacht, bei dem das Fleisch und das Gemüse so viel besser schmeckten, daß ich danach große Mühe hatte, mich wieder umzugewöhnen.
V2.1 Kersti: Nach dem Praktikum auf dem Biobauernhof, hatte ich große Probleme, mich wieder umzugewöhnen
Besagter Biobauer, bei dem ich Praktikum gemacht hatte, ist da ein seltener Sonderfall: Das Gemüse, das ich bei ihm kaufe, schmeckt wie aus dem eigenen Garten.20.

In diesem Falle bin ich mir aber ziemlich sicher woran es liegt: Dadurch daß der Biobauer seine Produkte direkt selbst vermarktet, hat er den maximalen Vorteil davon, wenn seine Produkte besser schmecken als üblich. Denn wer im Laden kauft, merkt man den Geschmacksunterschied gewöhnlich erst zuhause und sucht sich daher das billigste aus. Daher hat mein Biobauer auch Restaurants als Kunden, die seine Kartoffeln kaufen, weil sie einfach besser schmecken, obwohl sie sonst keine Bioprodukte verwerten20.1.

Der normale Biobauer steht vor einer anderen Situation: Er muß sein Gemüse zu einem Preis vermarkten, in dem es auch im Bioladen nach dem Aufschlägen der Zwischenhändler verkäuflich ist. Wie es schmeckt, merkt der Kunde erst zuhause. Daher sind seine Produkte stärker gedüngt, um sie zu einem vernünftigen Preis verkaufen zu können.

Darüberhinaus ist auch die Qualität der konventionell angebauten Produkte sehr unterschiedlich: Je nach Herkunftsort, Boden und Anbaumethode wird sehr unterschiedlich viel Kunstdünger auf die Felder aufgebracht.

Kersti

 
Inhalt

Quelle

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  1. Autor: Dr. Ralph Bircher: Buch: B11.1 Edition Wendepunkt. Heraus aus dem Labyrinth der Ungesundheit. Fundgrube zu Gesundheitsfragen. Ungeahnte Fülle wichtiger Fingerzeige. (1980) Bad Homburg: Bircher-Benner-Verlag, Edition Wendepunkt.
  2. Autor: Dr. med M. O. Bruker: Buch: B14. Gesund durch richtiges essen. (1992) München: Goldmann, ISBN 3-442-13601-6
  3. Autor: Benjamin Pincus Sandler, Autor: Max Otto Bruker (aus dem Amerikanischen von Götz Ohly): Buch: B22. Vollwerternährung schützt vor Kinderlähmung und anderen Viruserkrankungen. (1987) Lahnsten: EMU, ISBN 3-89189-017-6
  4. Autor: Max Otto Bruker: Buch: B40.1 Band 1 Unsere Nahrung unser Schicksal. In diesem Buch erfahren Sie alles über Ursachen, Verhütung und Heilbarkeit ernährungsbedingter Zivilisationskrankheiten. (1995) Lahnstein: Emu, ISBN 3-89189-003-6
  5. Autor: Max Otto Bruker Autor: Ilse Gutjahr: Buch: B41. Band 3 Idealgewicht ohne Hungerkur Dies ist die einzige Methode, die dauerhaft das richtige Gewicht sichert und zugleich die Leistungsfähigkeit erhöht. (1997) Lahnstein: emu, ISBN: 3-89189-005-2
  6. Autor: Dr. med. Walther Schultz-Friese, Autor: Norbert Messing: Buch: B85. Geistig jungbleiben bis ins hohe Alter. Ärztlicher Rat bei Gedächtnisschwäche, Alzheimer Krankheit, Intelligenzeinbuße und anderen Hirnleistungsstörungen. Ein Leitfaden zur Stärkung der geistigen Leistungsfähigkeit durch natürliche Wirkstoffkomplexe. (1993) Bad Schönborn: Verlag Ganzheitliche Gesundheit, ISBN 3-927124-06-0
  7. Autor: Ana Maria Lajusticia Bergasa: Buch: B90. Kampf der Arthrose. Ihre biochemische Behandlung. (1999) Steyr: Ennsthaler Verlag, ISBN 3-85068-139-4
  8. Autor: Max Otto Bruker: Autor: Ilse Gutjahr: Buch: B91. Band 8 Rheuma. Ursache und Heilbehandlung. Arthritis, Arthrose, Ischias, Bandscheibenschäden, entzündliche und degenerative Erkrankungen des Bewegungsapparates. (1995) Lahnstein: EMU, ISBN: 3-89189-010-9
  9. Autor: Max Otto Bruker: Autor: Ilse Gutjahr: Buch: B94. Band 16 Osteoporose. Dichtung und Wahrheit. Osteoporose ist keine Calcium oder Hormonmangelkrankheit. Werden die Ursachen beseitigt, ist sie heilbar. (1994) Lahnstein: EMU, ISBN: 3-89189-038-9

     

  10. Autor: Dr. Max Gerson: Buch: B7. Eine Krebs-Therapie. Fünfzig geheilte Krebsfälle. (1996) 27728 Ritterhude: Waldhausen Verlag. ISBN 3-89526-000-2
  11. Autor: Francis Marion Pottenger, Autor: Elaine Pottenger, Autor: Robert T. Pottenger: Buch: B138.1.6 Pottengers cats. A study in nutrition. (2005) La Mesa, Ca. USA: Price-Pottenger Nutrition Foundation, ISBN 0-916764-06-0
  12. Autor: Alan D. Dangour, Autor: Sakhi K. Dodhia, Autor: Arabella Haytere, Autor: Elizabeth Allen, Autor: Karen Lock, Autor: Ricardo Uauy: Nutritional quality of organic foods: a systematic review. In: Zeitschrift: The American journal of clinical nutrition, 2009;90:680–5. Welt: Volltext)
  13. Autor: John P. Reganold, Autor: Preston K. Andrews, Autor: Jennifer R. Reeve, Autor: Lynne Carpenter-Boggs, Autor: Christopher W. Schadt, Autor: J. Richard Alldredge, Autor: Carolyn F. Ross, Autor: Neal M. Davies, Autor: Jizhong Zhou: Fruit and Soil Quality of Organic and Conventional Strawberry Agroecosystems. In: Zeitschrift: PLoS One, 2010; 5(9): e12346. (Welt: Volltext 1, Welt: 2)
  14. Autor: Virginia Worthington: Nutritional quality of organic versus conventional fruits, vegetables, and grains. In: Zeitschrift: Journal of alternative and complementary medicine, Volume: 7, Issue 2: July 5, 2004, S.161-173, Welt: PMID: 11327522
  15. Autor: Christine M. Williams: Nutritional quality of organic food: shades of grey or shades of green? In: Zeitschrift: Proceedings of the Nutrition Society, (2002), 61, 19–24, DOI:10.1079/PNS2001126 (Welt: Volltext)
  16. Autor: Faidon Magkos, Autor: Fotini Arvaniti, Autor: Antonis Zampelas: Organic food: nutritious food or food for thought? A review of the evidence. In: Zeitschrift: International journal of food sciences and nutrition, 2003 Sep;54(5):357-71, Welt: PMID: 12907407 (Welt: Volltext)
  17. Autor: Ewa Rembiałkowska: Quality of plant products from organic agriculture. In: Zeitschrift: Journal of the Science of Food and Agriculture, 87:2757–2762 (2007) (Welt: Volltext)
  18. Autor: Denis Lairon: Nutritional quality and safety of organic food. A review. In: Zeitschrift: Agronomy for Sustainable Development, 30 (2010) 33–41 (Welt: Volltext)
  19. Autor: Diane Bourn, Autor: John Prescott: A Comparison of the Nutritional Value, Sensory Qualities, and Food Safety of Organically and Conventionally Produced Foods. In: Zeitschrift: Critical Reviews in Food Science and Nutrition, Volume 42, 2002 - Issue 1, Welt: PMID: 11833635 (Welt: Volltext)

     

  20. Für Bewohner der Gegend zwischen Kassel und Göttingen, es ist der
    Welt: Biolandhof Reulein & Schöne,
    der damals noch Biolandhof Trube hieß. Er liegt in Ellershausen, nahe bei Bad Sooden-Allendorf im Werratal.

Ein Text von Kersti Nebelsiek, Alte Wilhelmshäuser Str. 5, 34376 Immenhausen - Holzhausen, Tel.: 05673/1615, https://www.kersti.de/ ; Kersti_@gmx.de
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