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VA81.

Haben Viren vielleicht gar nichts mit Krankheiten zu tun?

kennst du die homepage von karl krafeld und stefan lanka (www.klein-klein-aktion.de*)? Dort wird das ganze virus-krankheit-problem angezweifelt. es sei nicht bewiesen, dass krankheiten durch viren übertragen werden usw. ich zitiere: Dass kein in der Medizin als Krankheitserreger behauptetes Virus wissenschaftlich nachgewiesen wurde.
* Anmerkung eines Lesers meiner Internetseite: Die Seite selbst ist vermutlich von Veronika Widmer bzw. Petra Wieczorek

Meines Wissens beruft er sich dabei auf die Kochschen Postulate. Also auf Folgendes:
Postulat 1: Der mutaßliche pathogene Organismus sollte in allen kranken Tieren vorhanden sein und in allen gesunden Tieren fehlen.
Postulat 2: Der mutmaßliche Organismus sollte in Reinkultur gezogen werden.
Postulat 3: Zellen einer Reinkultur des mutaßlichen Organismus sollten die Krankheit in einem gesunden Tier hervorrufen.
Postulat 4: Der Organismus sollte wieder isoliert werden und es sollte nachgewiesen werden, daß er der gleiche wie der ursprüngliche ist.

Das Problem mit diesen Postulaten ist nun, daß kein Virus sie erfüllen, kann, wenn man diese Postulate nur spitzfindig genug auslegt. (Kochsche Postulate: B114. S.22-25)

1. Postulat:

Es ist wohl kein Geheimnis, daß selbstverständlich nicht alle Menschen, die an einer Krankheit erkrankt sind, auch auf den Krankheitserreger untersucht werden. Außerdem ist inzwischen bekannt, daß nicht alle Menschen, die mit einem Krankheitserreger in Kontakt kommen, auch wirklich erkranken. In vielen Fällen werden die Krankheitserreger von Immunsystem abgefangen, bevor sie ernsthaften Schaden anrichten können. Das kann allerdings die Theorie, daß Viren Krankheiten hervorrufen, schon deshalb nicht widerlegen, da es ein regulärer Bestandteil der heute aktuellen Form dieser Theorie ist.

Bei Viren kommt aber noch ein zusätzliches Problem hinzu: Viren sind so klein, daß man die meisten von ihnen unter dem Lichtmikroskop nicht erkennen kann. Deshalb sind praktisch alle Photos von Viren mit dem Elektronenmikroskop aufgenommen. (Und entsprechend teuer herzustellen.)

Das vorhandensein von Viren wird üblicherweise nachgewiesen, indem man auf einem Nährboden eine Zellkultur ausplattiert und die Flüssigkeit hinzufügt, die die Viren enthalten soll. Danach läßt man die Zellen einen bis mehrere Tage im Brutschrank wachsen.
Wenn in der Flüssigkeit tatsächlich schädliche Viren vorhanden sind, entstehen auf dem Nährboden "Plaques", das heißt Stellen, an denen keine Zellen gewachsen ist, so daß der Nährboden so durchsichtig ist, wie er war, bevor man die Zellkultur darauf ausplattiert und bebrütet hat. Das heißt fast alle dort vorhandenen Zellen wurden durch die Viren abgetötet und konnten sich deshalb nicht vermehren. Neben schädlichen Viren, die gut sichtbare Plaques ergeben gibt es auch weniger schädliche Viren und sogar Viren die dem Wirt nützen (B114. S.264). Diese unschädlichen Viren lassen sich mit dieser Methode natürlich nicht nachweisen.

In Tieren und Menschen werden Viren häufig nachgewiesen, indem an einfach die gegen sie gebildeten Antikörper nachweist. Obwohl man damit meist zutreffende Ergebnisse erhält sollte man natürlich bedenken, daß die Antikörper nicht sofort vorhanden, sind wenn die ersten Bakterien oder Viren im Körper sind, sondern erst mit einiger Verzögerung. Außerdem sind die Antikörper oft noch Monate- und Jahrelang im Körper vorhanden, wenn die Bakterien oder Viren längst besiegt oder vernichtet sind. Zusätzlich gibt es noch sogenannte Kreuzreaktionen - das heißt andere Stoffe sind den Antigenen, auf die die Antikörper reagieren, so ähnlich, daß die Antikörper auch mit ihnen reagieren.

Auch wurden früher einige Durchfallerkrankungen, die heute aufgrund unterschiedlicher Erreger als verschiedene Krankheiten gelten, als eine einzige Krankheit gezählt. So hieß es früher nur "Ruhr", jetzt gibt es eine Bakterienruhr und eine Amöbenruhr.

2.+3. Postulat:

Wenn man z.b. festlegt, daß eine "Reinkultur" keine Zellen anderer Art als die des Krankheitserregers enthalten darf, (und genau das betrachtet man normalerweise als die Definition des Begriffes "Reinkultur"!) ist damit sichergestellt, daß kein Virus diese Postulate erfüllen kann, denn ein Virus ist kaum mehr als eine Bauanleitung für den Bau von Viren derselben Art mit dem Befehl, diese Bauanleitung auch auszuführen. (Eine Verpackung und Anker, um genau am richtigen Wirt anzudocken gibt es natürlich auch noch.)

Jedenfalls ist es normalerweise unmöglich, menschliche Viren zu züchten, ohne ihnen menschliche Zellen zur Verfügung zu stellen, in denen sie von der Zelle vermehrt werden können.

Ganz ähnlich ist es mit Rickettsien, Bakterien, die auch nur innerhalb von Zellen wachsen können. Deshalb züchtet man Viren auf Zellkulturen der Wirtsart. Das ist eine sinnvolle sinngemäße Anwendung der Kochschen Postulate ist. Auch Rickettsien lassen sich nur auf Zellkulturen züchten.

3.+4. Postulat

Viren sind, nachdem man sie aus einem neu infizierten Organismus isoliert, nicht immer unverändert. Bei Viren treten bei der Vervielfältigung des Genoms sehr viel häufiger Kopierfehler auf als bei menschlichen Zellen.

Außerdem wurden in gntechnischen Versuchen Viren verwendet, bei denen ein Teil des zur Vermehrung notwendigen Genoms fehlte. - Das heißt normalerweise hätte man die Viren verwenden können müssen, um Gene in das Tier einzuschleusen, ohne daß es dabei krank wird.

Tatsächlich werden für solche Versuche verwendete Tiere praktisch immer krank, weil in den Zellen von Menschen und Tieren meist mehr Virengenome in der DNA enthalten sind als die Zelle menschliche Gene enthält.
Diese Virengene wurden bei früheren Erkrankungen - vielleicht schon der Eltern - ins Genom eingebaut und mit den Chromosoen bei der Zellteilung weitergegeben. (Hahnemann hatte also doch recht mit seinem erblichen Miasma. (B84.))
Von Zeit zu Zeit lagern sich im Zellplasma durch eine Infektion vorhandene Virengene an die im Genom vorhandenen Virengene an und tauschen über ein Cross-Over Gene miteinander aus.
Der Vorgang der Attentuation bei der Impfstoffherstellung ist eventuell auf solche Cross-Overs zurückzuführen.

Schlußfolgerungen

Das heißt also in der Medizin und Mikrobiologie werden die Kochschen Postulate nicht immer in ihrer ursprünglichen Form angewendet - weil eben nach heutigem Wissen nicht alle Mikroorganismen sich auf Nährböden ziehen lassen. Hiermit habe ich also nachgewiesen, daß Viren prinzipiell die Kochschen Postulate in ihrer ursprünglichen Form nicht erfüllen können, ohne auch nur das geringste bißchen an der Krankheiten/Virentheorie gekratzt zu haben.

Bakteriengifte

Bei www.klein-klein-aktion.de wird behauptet:
Dass über keine in der Medizin als Krankheitsüberträger und Erreger behauptet und im menschlichen Körper nachgewiesenen Bakterien eine wissenschaftliche Arbeit existiert, in der überprüfbar ein Wissenschaftler nachweist, dass dieses Bakterium in der Lage ist unter normaler Sauerstoffversorgung, und nicht nur unter Sauerstoffabschluss, der im lebenden Körper nicht vorkommenden Gifte zu produzieren und damit Krankheit auszulösen.

Im Darm kommt durchaus Sauerstoffabschluss vor. Das ist sogar im Darminneren der normale Zustand. Ebenso gibt es Sauerstoffabschluß in absterbendem Gewebe.

Ziemlich schwierig ist es dagegen in Kulturmedien für Sauerstoffabschluß zu sorgen - es ist deshalb einfach, aerobe (welche die Sauerstoff brauchen) Mikroorganismen auf Petrischalen oder in Flüssigmedien zu züchten, dagegen ist es sehr umständlich, obligat anaerobe (die in Gegenwart von Sauerstoff sterben) Bakterien zu züchten. Fakultativ anaerobe (die mit und ohne Sauerstoff leben können) Bakterien kann man in Flüssigmedien wieder gut züchten und wenn man eine bis oben vollgefüllte Flasche verschließt, herrscht dort auch bald ein anaerobes Milieu (das heißt, es ist kein freier Sauerstoff mehr im Wasser).

IM lebenden Menschen oder Tier nachzuweisen, was genau die Erreger dort tun, dürfte gelinde gesagt schwierig sein - schließlich gibt es noch Millionen Körperzellen, die ganz andere - oder vielleicht auch dieselben Dinge tun, und man kann ja keine Minibeobachtungskamera hinter jedem einzelnen Bakterium herschicken, die jedes einzelne Molekül registriert, das die Bakterienzelle aufnimmt und abgibt.

Existenzbeweise von Viren

es gibt sogar eine belohnung für den beweis der existenz von best. viren von 10000 Euro.

Da müßte man sich zu den betreffenden Viren die Fachliteratur durchlesen, warum sie der Ansicht sind, daß diese Viren noch nicht nachgewiesen wurden.

Es mag durchaus sein, daß man bei einzelnen Krankheiten fälschlicherweise angenommen hat, daß sie durch Viren hervorgerufen wurden. Es mag auch sein, daß es Viren gibt, die sich schwer aus tierischem Gewebe isolieren lassen.

weiters wird angezweifelt, dass krankheiten ansteckbar seien. also z.b. die Pest wurde nicht durch körperkontakt übertragen?

Meines Wissens war das Hauptproblem, daß sie von Ratten und Rattenflöhen übertragen wurde und außer Menschen auch noch viele andere Säugetiere daran erkranken konnten.

kannst du das glauben und würde das dann auch heissen, dass die antikörpertheorie auch nicht der wahrheit entspricht?

Mit Antikörpern wird in der Gentechnik routinemäßig gearbeitet. Von daher kann wohl als nachgewiesen gelten, daß Menschen und Säugetiere gegen fast körperfremde Stoffe Antikörper bilden. Also auch gegen die Hüllen von Viren und Oberflächenantigene von Bakterien. Diese Antikörper werden außerdem bei Impfungen routinemäßig nachgewiesen, so daß wohl eindeutig nachgewiesen ist, daß auch bei Impfungen Antikörper gegen die Impfviren gebildet werden. Außerdem wird routinemäßig der Immunstatus von gesunden Menschen erhoben, so daß es wohl auch aufgefallen wäre, wenn nach Krankheiten keine Antikörper gebildet würden.

Diverse Viren sind vollständig sequenziert, der Aufbau ihrer Hüllen ist bis ins einzelne untersucht man weiß oft bis ins Einzelne was die Viren in der Wirtszelle treiben.

Es ist also anzunehmen, daß die Viren im erkrankten Körper ungefähr das tun, was die Mikrobiologen ihnen unterstellen und noch ein paar Dinge mehr, die bis jetzt noch nicht entdeckt wurden, weil man ja noch nicht jeden einzelnen Virus so genau untersucht hat.

 

12/03

Fehler in der schulmedizinischen Betrachtungsweise zu Viren

Jetzt könnte der Eindruck entstehen, daß ich dem schulmedizinischen Bild von Viren und der Entstehung von Infektionskrankheiten im Wesentlichen zustimme. Das ist jedoch nicht der Fall. Es sind nicht die Einzelheiten, die am schulmedizinischen Bild von der Entstehung der Krankheiten falsch sind - die Einzelheiten sind meist sehr akkurat. Falsch ist das Gesamtbild.
VB20. Kersti: Fachidiotentum

Irreführend ist, die Vermutung, daß der Erreger schuld an der Krankheit sei, daß man ihn deshalb ausrotten müsse und daß das am besten durch Impfungen funktioniere.

Fehler 1: Jede Krankheit hat mehrere Ursachen

VA107. Kersti: Gesundheit

Ein gesunder Körper mit einem optimal funktionierenden Immunsystem wird überhaupt nicht krank. Das heißt der normale Mensch ist natürlicherweise mit einem Immunsystem ausgestattet, das mit jedem der üblichen Krankheitserreger fertig wird, ohne Dauerschäden davonzutragen. (So sind die Berichte, die ich häufig von Rohköstlern gelesen habe zu verstehen, die erzählen, daß sie nicht einmal mehr eine Erkältung bekommen, seit sie sich von Rohkost ernähren.)

Offensichtlich bekommen viele Menschen Erkältungen oder ernsthaftere Infektionskrankheiten. Das kann mehrere Gründe haben:

Fehler 2: Es ist nicht möglich, alle Viren auszurotten

Fehler 3: es ist nicht nachgewiesen, daß es die Impfungen waren, die die Häufigkeit der Infektionskrankheiten verringert haben

V296. Kersti: Impfen: Überwiegt der Nutzen den Schaden?

Fehler 4: Wenn man die Wirkung von Impfungen untersucht, darf man nicht vergessen, daß sie auch völlig unerwartete Nebenwirkungen haben könnten

V69. Kersti: Wie häufig sind Impfschäden?

Der Kardinalfehler: Wenn alle sich nur auf einen winzigen Ausschnitt konzentrieren und zusätzlich jeden, der nach Beweisen dafür fragt, daß das Gesamtbild stimmt eine böse Absicht unterstellen, dann kommt man unter Garantie nicht bei der Wahrheit an!

Vor allem fehlt es unserer heutigen Medizin an zusammenfassender Forschung:
VA67. Kersti: Welche nichtwissenschaftlichen Faktoren verfälschen das Wissen der Fachleute über den Stand wissenschaftlicher Forschung?
VA70. Kersti: Für eine neue Philosohie
VA122. Kersti: Erkenntnistheorie: Was ist Wahrheit?

Unter andere deshalb ist es so schwierig in Schulmedizinischen Fachartikeln Beweise für die Richtigkeit Schulmedizinischer Ansichten zu finden.
V95. Kersti: Literaturrecherche nach Büchern der Impfgegner
V96. Kersti: Suche nach Beweisen für den Nutzen von Impfungen

Schlimm ist auch die Arroganz und sektenähnliche Abwehr, mit der Vertreter der Offiziellen medizinischen Meinung auf die Fragen von kritischen medizinischen Laien reagieren.
V5. Kersti: Braucht Schulmedizin keine Beweise?
VA16. Kersti: Wissenschaft als Sekte
V140. Kersti: Die zerstörerische Arroganz der herrschenden Meinung
V243. Kersti: Ist die Schulmedizin wirklich so schlecht, wie das hier auf meiner Internetseite erscheint?
V299. Kersti: Der Unterschied zwischen Elitebewußtsein und Standesdünkel

Kersti

V29. Kersti: Einzelne Krankheiten
VA17. Kersti: Einzelne Heilmethoden

Ein Text von Kersti Nebelsiek, Alte Wilhelmshäuser Str. 5, 34376 Immenhausen - Holzhausen, Tel.: 05673/1615, http://www.kersti.de/ ; E-Mail an Kersti_@gmx.de