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VA128.

Wer sollte die Forschung in der Medizin betreiben?

Wer wird dadurch wie beeinflußt?

In der Wissenschaftlichen Diskussion, spielen unterschiedliche Menschen, Interessengruppen, Intitutionen und Methoden eine direkte oder indirekte Rolle. Hier geht es um die Frage, wie sich die
  • Wirtschaftliche Gründe der Pharmafirmen und ihrer Angestellten
    • Man sollte möglichst viel daran verdienen können - das heißt, teure Methoden sind im Vorteil, da dabei eine höhere Gewinnspanne eher als angemessen betrachtet wird.
    • Das Riesiko sollte gering sein: Ausgefallene Methoden lassen sich bei gleicher Wirksamkeit schlechter vermarkten, da ihnen Kunden mehr Mißtrauen entgegenbringen.
    • Die Konkurrenz sollte gering sein - das heißt wenn eine Methode einerseits nicht patentierbar ist, andererseits aber eine teure Zulassung erfordert, hat sie kaum Chancen, auf dem Markt eingeführt zu werden. (Deshalb sind natürliche Heilmittel im Nachteil.)
    • Teure Untersuchungen, um wissenschaftliche Beweise zu erbringen, lohnen sich nur für Dinge, die auch viel Geld einbringen.
    • Betrug bringt eventuell viel Geld - ist aber auch mit einem gewissen Riesiko behaftet.
    Allgemein kann man sagen, daß Pharmafirmen und ihre Angestellten dazu neigen werden, teure Methoden zu bevorzugen, da die zwangsläufig teure Forschung dadurch einen höheren Gewinn abwirft. Firmen die anders handeln gehen pleite.

    Da Pharmafirmen einen erheblichen Teil der durchgeführten Forschung betreiben und weil Methoden die sich praktisch bewährt haben, aber wissenschaftlich nicht untersucht wurden, oft als "unwissenschaftlich" oder fälschlicherweise gleich als "wirkungslos" abgelehnt werden, führt das zu einer erheblichen Verschiebung der wissenschaftlichen Lehrmeinungen zugunsten von teuren Methoden, die sich schlecht in Selbsthilfe anwenden lassen. Pharmaunternehmen werden wohl kaum über naturbelassene Ernährung als Heilmittel forschen, weil sie als Wirtschaftsbetriebe darauf angewiesen sind, an ihrer Forschung auch zu verdienen und Vollkornbrot vom Bäcker, Butter vielleicht vom Bauern und nicht von Pharmaunternehmen verkauft wird.

    Außerdem verdienen Pharmaunternehmen nur, wenn Menschen krank sind - rein wirtschaftlich betrachtet hätten sie also ein Interesse daran, daß alle Menschen gerade krank genug sind, um ständig einer teuren Behandlung zu bedürfen, aber gesund genug, um Geld zu verdienen und diese Behandlung bezahlen zu können. Sicher gibt es kaum Menschen, die rein wirtschaftlich denken, doch spielen bei den im einem Pharmaunternehmen getroffenen Entscheidungen eben auch immer wirtschaftlich Gründe mit rein. Forschung zur Insulinherstellung verspricht bei gleicher Häufigkeit der Krankheiten dauerhaftere Gewinne als Forschung zur Antibiotikaherstellung. Ein Wettlauf mit Antibiotikaresistenzen wegen Massengebrauch von Antibiotika bringt den Herstellern mehr ein, als die dringend notwendige Beschränkung des Antibiotikagebrauch auf die Fälle, wo es wirklich nötig ist, um Menschenleben zu retten, damit die Resistenzen durch die natürliche Auslese wieder seltener werden.

  • Nahrungsmittelhersteller: haben ein Interesse daran, daß nicht naturbelassene Nahrungsmittel vom Bauern gekauft werden, sobndern verarbeitete Nahrungsmittel, die in Wirklichkeit weniger gesund sind.
  • Ansehen: Wenn jemand forscht um sich Ansehen zu erwerben, tut er gut daran, nicht allzuweit von Üblichen abzuweichen, weil zu ausgefallene Meinungen oft heftig bekämpft werden. Da das Ansehen eines Forschers ihm hilft, sich wirtschaftlich abzusichern, wagen nur wenige Menschen, offen ausgefallene oder heftig bekämpfte Meinungen zu vertreten. - Auch dann, wenn sie selber überzeugt sind, die neue Methode wäre besser als die altbewährte.
  • Gebildete Verbrecher:
  • Idealismus: Für die viele Menschen gibt es einen Punkt, wo sie persönliche Nachteile in Kauf nehmen, um nicht etwas tun zu müsssen, was nicht ihrem Gewissen entspricht.
  • Ausgefallene Meinungen
  • Autodidakten und erfolgreiche Vertreter von Außenseitermeinungen
  • Ärzte Haben ähnliche interessen wie die Krankenkassen, kennen ihre Patienten aber persönlich und sind deshalb weniger geneigt deren persönlichen Iteressen zuwiderzuhandeln als die Pharmafirmen, für die der Patient weit weg ist.
  • Heilpraktiker Kennen ihre Patienten ebenfalls persönlich und verdienen an wissenschaftlich nicht anerkannten Methoden und haben deshalb ein wirtschaftliches Interesse daran, deren Anteil in der Versorgung der Bevölkerung zu erhöhen. Da kein Weltbild die Realität völlig korrekt widerspiegeln kann ist es wesentlich, daß auch Außenseitermeinungen erhalten bleiben.
  • Krankenkassen haben ein wirtschaftliches Interesse daran daß ihre Kunden arbeitsfähig sind und keine Medikamente brauchen.
  • Volksgesundheit - Gesundheit des Einzelnen Das Volk - als Gesamtheit hat ein Interesse daran, gesund und glücklich zu sein.

Wer sollte wieviel Forschung betreiben?

Unsere oben aufgeführten Überlegungen führen uns dahin, daß zumindest ein erheblicher Teil der Forschung von denjenigen gesellschaftlichen Gruppierungen in Auftrag gegeben werden sollten, die ähnliche wirtschaftliche Interessen haben,

Kersti


Ein Text von Kersti Nebelsiek, Alte Wilhelmshäuser Str. 5, 34376 Immenhausen - Holzhausen, Tel.: 05673/1615, Internetseite: http://www.kersti.de/     E-Mail an Kersti_@gmx.de