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Ich war Johannes, der allgemein als der Lieblingsjünger Jesu gilt.
Allerdings kann ich mit dem Wort "Jünger" in dieser Beziehung nicht
allzuviel anfangen. Jesus war mein Freund, jemand, auf den man sich immer
verlassen kann und für den ich bereitwillig gestorben wäre, um
ihn zu schützen. Tatsächlich habe ich das mehrfach versucht -
natürlich wollte ich nicht sterben, doch vieles, was ich für
ihn tat war so riskant, daß ich nachher absolut verblüfft war,
daß ich noch am Leben war. Am Ende stand ich natürlich
trotzdem hilflos daneben, als sie Jesus kreuzigten - und ich weiß,
daß er genauso gelitten hat, wie jeder andere Mensch es an seiner
Stelle getan hätte. Ich weiß es, denn ich stand bei
der Kreuzigung in telepathischer Verbindung mit ihm.
Die Wunder, die hier so bewundert werden, sind etwas, das jeder von uns
kann. Die meisten von uns haben es nur vergessen, während Menschen,
die wie Jesus noch Erinnerungen an die Lichtwelten haben, diese Dinge mit
einer träumerischen Selbstverständlichkeit tun, die uns
verblüfft. Doch Jesus kam nicht auf die Erde, um auf dem Wasser zu
wandeln, auch nicht, um 5000 Leuten eine kalte Malzeit auszugeben, um
unheilbar Kranke zu heilen oder Tote ins Leben zurückzurufen.
Kinder der Lichtwelten, wie Jesus eines ist, komen auf die Erde, wenn
wir sie darum bitten. Sie kommen aus Liebe zu uns, um uns den Weg
zurück in die Freiheit zu zeigen - und sie kommen zu denselben
Bedingungen, wie wir. Ihr Leben ist nicht einfacher als unseres, sie
haben keinen magischen Schutz, der sie vor allem Unheil bewahrt und sie
machen Fehler, auf die unsereins nicht einmal kommen würde, weil sie
sehr wenig Erfahrung mit den Gesetzen unserer Realität haben. Genau
wie jeder andere Mensch brauchen sie Freunde.
Es hat mich in meinem Leben zu Jesu Zeit unheimlich wütend gemacht,
zu sehen, wie viele Menschen zu Jesus kamen, weil sie etwas von ihm
wollten - doch wenn Jesus selber ein Problem hatte, stand er nahezu
allein.

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