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Eine Schule für Indigokinder?

Ich halte das Phänomen (Indigokinder) eigentlich für real, aber wie manche Menschen damit umgehen, ist schon ziemlich naiv.

So fand ich irgendwo im Netz einen Indigotest für Kinder von 0-6 Jahren und da wurde die Mutter dann gefragt, ob ihr Kind wissen, wozu es auf die Welt gekommen sei, ob es mit seinem Schutzengel oder Naturgeistern reden würde und Ähnliches.

Das alles habe ich mein ganzes Leben lang gewußt und getan - aber meine Mutter hätte, bis ich etwa 18 war, jeden dieser Punkte mit "nein" beantwortet. Schon als ich gerade sprechen lernte, wußte ich (ich kann mich an die Zeit erinnern), daß sie merkwürdigerweise reagierte, als würden all diese Dinge nicht existieren.
Ich konnte mir das zwar gar nicht erklären, redete aber schon längst nicht mehr darüber, als ich gut genug sprechen konnte, damit meine Mutter hätte verstehen können, was ich ihr erzähle.
Das heißt, gerade die Menschen, die ein solches Kind haben, und dabei wirklich Hilfe gebrauchen könnten, werden es anhand der Aufzählungen nicht erkennen können.

Deshalb würde ich es prinzipiell für nützlicher halten, einen Ratgeber zum Thema "Wie erziehe ich ein Kind, das (oder dessen Probleme) ich nicht ganz verstehe", zu schreiben, als einen zum Thema "Indigokinder".

Mitspracherecht für Kinder

Denn die Ratschläge sind in beiden Fällen im Prinzip dieselben: es hat wenig Sinn, das Kind so zu behandeln, wie es für mich richtig war, als meine Eltern mich erzogen hatten. Deshalb macht es Sinn, dem Kind ein Mitspracherecht bei der Ausarbeitung der konkreten Regeln zu gewähren, so daß es immer für die Eltern gleichwertige Alternativen vorschlagen kann, wenn ihm die von den Eltern ins Auge gefaßten Lösungen unannehmbar erscheinen. Dagegen ist es falsch, dem Kind in allem nachzugeben und die eigenen Bedürfnisse nicht ausreichend deutlich zu machen. Als Anleitung hierfür kann das Buch "Lehrer-Schüler-Konferenz" von Thomas Gordon hilfreich sein.

Wenn man sein Kind nicht so ganz versteht - und das dürfte heute buchstäblich allen Eltern so gehen, weil sich ja die Welt immer schneller ändert, so daß jedes Kind durch andere Erfahrungen geprägt ist als die eigenen Eltern - dann ist es auch sinnvoll, in den Alltagsdingen die Entscheidungen, die nur oder weit überwiegend das Kind betreffen und für das Kind in seinen Auswirkungen leicht überschaubar sind dem Kind zu überlassen. (Gemeint sind damit NUR Sachen, deren Auswirkungen nicht zehn Jahre in der Zukunft liegen oder so - man muß sich bewußt sein, daß ein Kind gefühls- mäßig noch nicht sein ganzes Leben überblicken kann, selbst wenn es dazu intellektuell fähig ist.)

Freies Lernen

Außerdem ist die Erziehung der Kinder in den letzten Jahrzehnten immer unterschiedlicher geworden - sowohl was die Lebenssituation angeht als auch was die Vorstellungen von einer guten Erziehung angeht, als auch was die Nationalität der Schüler betrifft (die ja auch oft mit sehr unterschiedlichen Vorstellungen darüber verbunden ist, wie sich ein Mensch verhalten sollte). Das ist zweifellos einer der Gründe, warum mir jeder ältere Lehrer, den ich kenne erzählt: "Das Unterrichten wird immer schwieriger". Ich bezioehe mich hier auf ältere Lehrer, weil die jungen Lehrer, die ich kenne, dem durchaus widersprochen haben - ich denke nur, man braucht schon über zehn Jahre Unterrichtspraxis, um eine solche Entwicklung erkennen zu können.

Weil die Schüler unterschiedlicher sind als früher, braucht man Schulformen, die nicht alle Schüler zwingen, nach einem Einheitsschema denselben Unterrichtsstoff in derselben Zeit zu bewältigen. Da komen beispielsweise die Methoden der Montessourischulen, Peter-Petersen-Schulen, Wochenplanunterricht, Stationenarbeit etc. infrage.

Gefährliche Weltbilder?

Das Wichtigste für Schüler ist, daß sich nicht alle Lehrer gemeinsam auf ein Weltbild eingeschworen haben, das zu ihrer eigenen Weltwahrnehmung in schreiendem Widerspruch steht.

Ich fand mal eine Internetseite von einem ehemaligen Waldorfschüler, dessen Eltern völlig von Steiners Weltbild überzeugt waren. Er hat sich dort ausführlichst darüber ausgelassen, wie schrecklich es sei, einen Schüler mit einem derart "unrealistischen" Weltbild zu belasten. Andererseits kenne ich aber auch sehr positive Aussagen von und über ehemalige Waldorfschüler, die belegen, daß es für einige Schüler wohl auch eine sehr gute Entscheidung war, sie dorthinzuschicken.

Ich selber stimme in meinem Weltbild heute sicherlich weitaus mehr mit Steiner als mit diesem ehemaligen Waldorfschüler überein. Doch ich hatte beinahe dasselbe Problem nur mit umgekehrten Vorzeichen. Ich habe ein normales Gymnasium besucht und für mein gesamtes persönliches Umfeld existierten Dinge wie Telepathie, Magie, Lichtheilung, Hellsichtigkeit nur im Märchen und jeder der behauptete, eine solche Fähigkeit zu besitzen, war in ihren Augen entweder verrückt oder ein Lügner. Da ich nun mal jede dieser Fähigkeiten habe und deshalb gar nicht umhin kam, sie anzuwenden machte die Welt auf mich einen sehr verrückten Eindruck.

Ich begriff nicht, warum die Menschen anderen Menschen Gefühle oder Absichten unterstellten, die sie "offensichtlich" nicht hatten. Offensichtlich erschien es mir, denn Gefühle nahm ich telepathisch wahr und ich hatte immer auch einen Eindruck von der Richtung ihrer Absichten - das ergibt sich aus dem, was sie mit ihrer Aura (Dem Energiefeld des menschlichen Körpers) machen. Ich fand es unglaublich, wie rücksichtslos sie die Gefühle ihrer Mitmenschen übergingen - ohne zu begreifen, daß sie diese Gefühle eben nicht spürten und deshalb keine Rücksicht nehmen konnten. Es war mir nicht nachvollziehbar, warum sie Streits begannen, deren Ergebnis in meinen Augen vorhersehbar war, weil der eine das Streitobjekt so viel mehr begehrte als der andere, daß klar war, wer sich durchsetzen würde.
Außerdem - wenn man die Gefühle des anderen mitfühlt und sein Leid mitträgt - wie könnte man da einem Menschen unnötigerweise Schmerz zu fügen, wie andere es tun, wenn sie jemanden "zum Spaß" ärgern.
Noch viel weniger wußte ich, wie ich nun meine Gespräche mit Bäumen, Steinen, Toten, einem nicht verkörperten Freund meinem Hund einordnen sollte. Klar es funktionierte alles wunderbar und half mir im Alltag weiter - aber wer so etwas tut ist doch verrückt - oder?

Damit Kinder das für sie passende Weltbild annehmen können, ist es also wichtig, daß sie unterschiedliche Lehrer und sonstige erwachsene Bezugspersonen haben, die sehr unterschiedliche Weltbilder haben. Das zur eigenen Lebenserfahrung passendste Weltbild kann der Schüler dann schon selbst herausfinden.

Kersti

V4. Kersti: Merkwürdige Erfahrungen
V10. Kersti: Bilde ich mir meine übersinnlichen Fähigkeiten nur ein?
V40. Kersti: Als käme ich von einem anderen Stern
V41. Kersti: Das Gewicht einer Gabe
V74. Kersti: Aurensehen als Synästhesie
V75. Kersti: Glaubst du an Heiligenscheine?
V76. Kersti: Stell dir vor, du wärest von Geburt an blind
V110. Kersti: PSI-Fähigkeiten bereichern
V112. Kersti: Telepatie: Jemand, der mich versteht
V113. Kersti: Aura: Wenn niemand eine Antwort weiß
V146. Kersti: Wahre Weisheit klingt naiv
V159. Kersti: Warum ich nicht hasse
V295. Kersti: Magie ist so natürlich wie atmen
V318. Kersti: Option: "Und ich hatte doch recht gehabt!"
VA14. Kersti: Wie es sich anfühlt ein Morgenmuffel zu sein...
VA45. Kersti: Was ist an Heiligen so gefährlich, daß man sie unbedingt totschlagen muß? oder Wunder sind wie eine Vergewaltigung
VA50. Kersti: Denken verboten Schilder...
VA53. Kersti: Sind Schläge oder nicht Schläge in der Erziehung wirklich so wichtig?
VA68. Kersti: Bin ich eine Hexe, ein Schamane, ein Magier?
VA75. Kersti: Das Gefühl, daß die Welt in Ordnung ist
VA80. Kersti: Wie komme ich zu meinen merkwürdigen Fähigkeiten?
VA100. Kersti: Empathen
VA121. Kersti: Kinder der Lichtwelten als Aufstiegshelfer und ihre Irrtümer
VA129. Kersti: Telepathie
VA130. Kersti: Feinstoffliche Welten
VA131. Kersti: Heilung durch Arbeit an den feinstofflichen Körpern
VA137. Kersti: Esoterik ist keine Wissenschaft
VA165. Kersti: Fantasie oder Realität?
VA176. Kersti: Lexikon der magischen Begriffe
VA177. Kersti: Ebenen der Aura nach Barbara Ann Brennan
VA180. Kersti: Lexikon der esoterischen Begriffe
VA189. Kersti: Schule: Auslese oder Berufsfindungshilfe
VA190. Kersti: Der Wert der Empathie
VA220. Kersti: Empathie: Wie unterscheidet man eigene Gefühle von fremden?
VA227. Kersti: Was ich am Channeln merkwürdig finde
VA231. Kersti: Wenn man zu anders ist, besteht das halbe Leben aus Mißverständnissen - und die andere Hälfte aus Einsamkeit
VA233. Kersti: Gedankenkristalldenken fühlt sich für mich eher wie sehen als wie denken an
VA234 Kersti: Aufstieg: Wie sich Menschen verändern müssen, um unsere Weltprobleme zu lösen
VA254. Kersti: ADHS: Du kannst ja, wenn Du willst!
VA255. Kersti: Das Geschlossene-Anstalt-Phänomen
VA256. Kersti: Werden Indigokinder irrtümlicherweise auf ADHS behandelt?
VA260. Kersti: Leben mit der Fähigkeit zu vernetztem Denken
VA263. Kersti: Haben Kinder mit ADHS eine unrealistische Selbsteinschätzung?
VA264. Kersti: ADHS: Schwäche oder Dominanz der rechten Hirnhälfte?
VA265. Kersti: ADHS: Ein wenig ausgeprägtes Bestrafungs- und Motivationssystem im Gehirn?
VA266. Kersti: Was ist Gottvertrauen?
VA267. Kersti: Die Spanne zwischen Dogmatismus, Kreativität und Chaos - oder - Ist Ritalin bei ADHS Doping?
VA271. Kersti: Gibt es Weltbilder, die an sich gefährlich sind?
VA272. Kersti: Wenn meine Beispiele alle von mir handeln - heißt das etwa, daß ich selbstbezogen bin?
VA274. Kersti: Sprachverwirrung durch ADHS-Wahrnehmung oder Langweilige Routineaufgaben sind nicht langweilig
VA296. Kersti: Psychodelische Drogen, Synästhesie und feinstoffliche Wahrnehmung
VA297. Kersti: Ist Rationalismus das Gegenteil von Mystik?
VA298. Kersti: Wissenschaftliche und esoterische Erforschung des Feinstofflichen
VA310. Kersti: Ein esoterisches Weltbild hat kaum Einfluß auf das Alltagsleben
VA311. Kersti: Welche Auswirkungen haben Erinnerungen an frühere Leben auf dieses Leben?

Ein Text von Kersti Nebelsiek, Alte Wilhelmshäuser Str. 5, 34376 Immenhausen - Holzhausen, Tel.: 05673/1615, Internetseite: http://www.kersti.de/, E-Mail an Kersti_@gmx.de