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Mein Hund gehorcht überhaupt nie, und wenn ich dann schimpfe, wirft er sich auf den RückenSich auf den Rücken werfen, ist eine ziemlich drastische Unterwerfungsgeste (wenn der Hund es nicht macht, weil man angefangen hat ihn zu streicheln und weil er auch am Bauch gestreichelt werden will). Es entspricht etwa einem um Gnade flehen.Deshalb nehme ich an, wenn der Hund nie gehorcht, liegt es daran, daß er noch nicht einmal begriffen hat, was ein Befehl überhaupt ist und daß unterschiedliche Worte dabei eine unterschiedliche Bedeutung haben. Deshalb ist jedes Schimpfen und jede Strafe noch fehl am Platze. Bis der Hund eindeutig bewiesen hat, daß er einen Befehl beherrscht, darf man ihn nicht bestrafen, wenn er Befehlen nicht gehorcht, weil er die Strafe dann nicht verstehen kann und auch nicht weiß, was er tun müßte, um nicht bestraft zu werden.
Grundsätzlich bringt man einem Hund Befehle bei, indem man sich
einen Trick ausdenkt, der dazu führt, daß der Hund automatisch
tut was er soll und ihn dann ausführlich lobt. Das wiederholt man
mehrfach in den folgenden Tagen und probiert zwischendurch aus, ob er den
Befehl auch ohne den Trick ausführt. (Wenn er das tut muß man
ihn natürlich auch loben.) Erst wenn sicher ist, daß der Hund
den Befehl sicher beherrscht, darf man anfangen ihn für Ungehorsam zu
tadeln. Jedes Lob für einen ausgeführten Befehl sollte
eingeleitet werden, indem man den Befehl wiederholt: "Braver Hund macht
sitz." - und dann weiterloben. Das ist wichtig, wenn man dem Hund
beibringen will, daß er einige Dinge ohne Befehl richtig machen
soll, damit er dann wenn er gelobt wird, weiß wofür: "Braver
Hund geht auf dem Bürgersteig!".
Er kann nicht an der Leine gehen, er zieht immer nur und ich weiß nicht, was ich machen sollWenn er zieht einen ganz großen Schritt machen Bein in den Boden stemmen und die Leine benutzen um ihn umzuwerfen. (Man muß von der Seite ziehen, sonst klappt das nicht.)Das tut ihm nicht weh - er fällt ja nicht von so weit oben wie ein Mensch - aber weil er dadurch noch langsamer vorankommt, als wenn er seinen Menschen voranzieht, hilft das ganz gut gegen ziehen.
Wenn ich ihn eh schon kurz habe, kann ich ihn ja nicht mehr umwerfen, weil ich mich dann selbst hinlege...Dann würde ich mit ihm dann vielleicht eher bei Fuß gehen üben.Wenn ein Hund zu oft oder zu ungünstigen Zeiten bellt, beispielsweise Fahradfahrer anbellt.Wenn an einen Hund vom Bellen abbringen will, hält man ihm am besten das Maul zu. Das versteht er an sich schon als Zurechtweisung, weil Hunde wenn sie einen Jüngeren zurechtweisen, dessen Maul zwischen die Zähne nehmen. Gleichzeitig kann er dann auch schlecht bellen.
Mein Hund ist mit einer jungen Hündin weggerannt und hat weder auf rufen noch auf Pfeifen reagiertWeißt Du, so lange das das Problem ist - und nicht daß er hinter eine Reh herläuft - ist das eher ärgerlich als ein Problem. Irgendwann kommen sie immer zurück, weil sie schließlich nicht allein in der Wildnis leben wollen.
Wenn ein Hund auf rufen nicht kommtÜblicherweise wird empfohlen, daß man sich verstecken soll, wenn ein Hund auf rufen nicht hört. Das ist bei jungen Hunden meist auch sehr wirkungsvoll, weil sie Angst haben, alleinzubleiben.Wenn der Hund nicht auf rufen kommt und oft wegläuft oder tut was er willHinterherlaufen ist das dümmste was man tun kann - denn der Hund ist schneller und findet dann meist, daß das ein wunderbares Spiel ist, das er immer wieder haben will. Und zwei mal die Woche ein richtiger Spaziergang ist in seinen Augen nicht annähernd genug, da kannst Du Gift drauf nehmen.Üblicherweise wird empfohlen, daß an sich verstecken soll, wenn ein Hund auf rufen nicht hört - das ist sicher einen Versuch wert, ich vermute aber, daß es bei diesem Hund so nicht funktioniert, weil er zu alt ist, weil er nichts dabei findet, sich selber außer Sichtweite zu begeben und weil er vermutlich allgemein eine zu schwache Bindung zu Menschen entwickelt hat. Sinnvoller erscheint es mir, herauszufinden wie man dem Hund eine kleine Freude machen kann und ihn dann - möglichst, wenn er gerade nichts allzu interessantes tut - öfters anzusprechen und wenn er dann herschaut irgendetwas machen, was ihm gefällt oder was ihm interessant erscheint. Ihn mal kurz knuddeln, ein paar Schritte laufen, ein bißchen Spielen oder so. So lernt er dann, daß Befehle und reden nicht nur dazu da sind, einem Hund alles zu vermiesen, was ihm Spaß macht.
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Ein Text von Kersti Nebelsiek, Alte Wilhelmshäuser Str. 5,
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Da ich es leider nie schaffe, alle Mails zu beantworten, schon mal
im voraus vielen Dank für all die netten Mails, die ich von
Lesern immer bekomme.