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Weibliche BeschneidungDie Klitoris entspricht dem Penis und ist mit ebensovielen Nerven versorgt wie dieser. Sie wird bei der harmlosesten Form der weiblichen Beschneidung entfernt.Bei der schlimmsten Form der Beschneidung, der Pharaonische Beschneidung werden alle äußeren Geschlechtsmerkmale entfernt und nur ein Stecknadelkopfgroßes Loch übriggelassen. Das führt immer dazu das die Regel auf über eine Woche ausgedehnt und sehr schmerzhaft wird. Viele der Mädchen sterben an Infektionen durch die Beschneidung. Viele Frauen sterben später bei den Geburten ihrer Kinder, die dadurch viel gefäherlicher werden.
Männliche BeschneidungDie Männliche Vorhaut ist ein kleines Stück Haut, das die Eichel des Penis schützen soll. Sie zu entfernen scheint mir deshalb mindestens unsinnig ... denn wenn sie so gesundheitsschädlich wäre, daß es einen Unterschied macht, dann wäre sie verlorengegangen, bevor Menschen entstehen konnten. Aber es ist keine schwere Verletzung und daran zu sterben ist ungefähr so wahrscheinlich wie es ist, daß man darran stirbt, wenn man sich in den Finger schneidet. Langfristige gesundheitliche Schäden sind nicht zu erwarten, auch wenn es im Grunde eine Verstümmelung gibt.
Worum muß man sich hier eher kümmern?Die weibliche Beschneidung ist erheblich gefährlicher als die männliche.Allerdings ist Botulin (Das Gift der Botulismusbakterien, das man z.B. von Lebensmittelvergiftungen kennt) auch erheblich gefährlicher als das Gift der Herbstzeitlosen dennoch ist man ziemlich schnell tot, wenn man einen Salat auch Herbstzeitlosenblättern ißt. Und daß man Leuten nicht den Kopf abschneiden sollte, weil sie sonst tot sind, ist schließlich kein Grund ihnen die Nase abzuschneiden, weil das doch viel harmloser ist. Und eventuell könnte Nase abschneiden ja medizinisch sinnvoll sein, weil man sich sonst zu oft die Nase stößt bein Küssen?
H: Ich kenne aber keinen Fall, wo im Forum eine Mutter oder ein Vater fragt :Du kennst solche Fälle nicht? - Abgesehen von dem Vergleich zwischen weiblicher und männlicher Beschneidung mit DIESEM Ergebnis gibt es all diese Begründungen für weibliche Beschneidungen auch! - In Ländern, in denen traditionell die Mädchen beschnitten werden. Das kann man in allen Büchern über das Thema nachlesen, die von Leuten geschrieben wurden, die davon Ahnung haben. Aus meiner Sicht ist das eines der besten Argumente gegen die männliche Beschneidung, weil es zeigt, daß da dieselben Verdrängungsmechanismen und gesellschaftlichen Mechanismen ablaufen. Die männliche Beschneidung wird aus genau denselben Gründen, aus denen in den Ländern wo es üblich ist das zu tun auch die weibliche Beschneidung verharmlost wird. Das liegt natürlich daran, dass so viele Männer beschnitten sind. Ich habe einmal gelesen, dass 40 % aller Männer beschnitten sein sollen (ich weiß nicht, ob das stimmt). Das halte ich für durchaus möglich. So gut wie alle gläubigen männlichen Mosleme und Juden sind wohl beschnitten, wieviele andere Volksgruppen das auch tun, ist mir unbekannt. Ich weiß, daß es zumindest noch einige Naturvölker bei den Initiationsriten für junge Männer tun.
Beschneidung bei Erwachsenen?Die weibliche Beschneidung wird oft damit begründet, daß sie wie die männliche Beschneidung eine religiöse Pflicht sei. Deshalb wird dagegenargumentiert daß die entsprechenden Stellen der religiösen Schriften sich nur auf Männer beziehen.Wenn sie in einer Gesellschaft leben - oder z.b. einer Sekte angehören, wo es quasi Pflicht ist dergleichen zu machen, können auch volljährige Menschen im allgemeinen nicht frei entscheiden. In Ländern, wo die weibliche Beschneidung üblich ist, lassen sich ein erheblicher Teil der Mädchen, deren Eltern sie bewußt nicht beschnitten haben vor der Hochzeit "freiwillig" beschneiden, weil sie Angst haben, ihr Mann könne sie sonst nicht akzeptieren. ICH vermute eher, daß die männliche Beschneidung in vielen dieser Länder schon üblich war, bevor Judentum und Islam entstanden und daß bei Entstehung der neuen Religionen einfach die Begründung angepaßt wurde. Der Schlusssatz lautete allerdings kommentarlos: "Ich bin eine gläubige Muslimin" Was bedeutet dieser Satz denn, als nichts anderes, dass diese Frau zwar gegen die weibliche, nicht aber gegen die männliche Beschneidung ist. Nein. - Es bedeutet, daß sie der Behauptung, daß die weibliche Beschneidung eine religiöse Pflicht sei, nicht zustimmt. Als Frau betrifft sie die männliche Beschneidung nicht wirklich. MaßnahmenIn einem Land, in dem die weibliche Beschneidung der Normalfall ist, würde ich mich ausschließlich darauf konzentrieren, die weibliche Beschneidung abzuschaffen, bis sich ein gesellschaftlicher Konsens gegen sie gebildet hat.Allerdings mit Argumenten, die sich später problemlos auch auf die männliche Beschneidung anwenden lassen. Erst danach wäre die Beschäftigung mit der männlichen Beschneidung dran. Wir leben hier allerdings in einem Land, wo die weibliche Beschneidung das Problem einer kleinen Randgruppe ist. Die männliche Beschneidung dagegen wird hier allgemein als harmlos eingestuft, deshalb sollten die Berufsgruppen, die mit der Eingliederung von Ausländern befaßt sind, in das Thema in einer Form eingeführt werden, die ihnen klare Richtlinien gibt, was man am zu tun verpflichtet ist um zu verhindern daß auch in Deutschland Mädchen beschnitten werden. Hier sollte aber abgesehen davon eher das Thema männliche Beschneidung überdacht werden als das der weiblichen Beschneidung. alles andere ist eher ein mit dem Finger auf andere zeigen, als alles andere.
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V5. VV15. V22. V29. V35. V82. V140. V194. V212. V213. V277. V281. V282. V294. VA5. VA16. VA17. VA18. VA20. VA37. VA47. VA50. VA67. VA85. VA86. VA163. VA222. VA234 VA235. VA236. VA237. VA241. VA243. VA249. VA253. VA254. VA255. VA256. VA258. VA259. VA266. VA275. VA276. VA280. VA281. VA283. VA284. VA288. VA289. VB2. VB3. VB6. VB1. VB2. VB3. VB4. VB5. VB6. VB15. VB16. VB20. VB26. VB31. |
Ein Text von Kersti Nebelsiek, Alte Wilhelmshäuser Str. 5,
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Da ich es leider nie schaffe, alle Mails zu beantworten, schon mal
im voraus vielen Dank für all die netten Mails, die ich von
Lesern immer bekomme.