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erste Version: 5/2006
letzte Überarbeitung: 4/2008

VA241.

Verdrängungsmechanismen

Ablenkung

Man kann Dinge, die man nicht wahrhaben will aus dem Bewußtsein verdrängen, indem man dafür sorgt, daß immer etwas los ist oder zu tun ist.

Beispiele hierfür sind Menschen, die nie allein sein können, weil sie sich sonst so schlecht fühlen. Solche Menschen benutzen ihre Mitmenschen als Ablenkung von sich selbst.

Auch wenn jemand meint, immer etwas tun zu müssen, damit er sich nie "langweilt", und wenn für diese Person eine schreckliche Vorstellung ist, mal fünf Minuten ruhig dazusitzen und seine Gedanken wandern zu lassen, liegt es daran, daß er damit unangenehmen Gedanken und Erinnerungen ausweichen will. Wenn man nämlich wirklich einmal nichts denkt, ist das eine angenehme, friedliche Erfahrung.

Wenn ich etwas verdrängen will, lese ich häufig Fantasyromane. Andere Leute spielen stattdessen vielleicht Computerspiele oder sehen Filme.

Projektion

Als Projektion bezeichnet man es in der Psychologie, wenn man die Fehler, die man an sich selbst nicht mag in anderen oder als ein Problem, das außerhalb von enem selbst liegt sieht. Das kann in mehreren Varianten auftreten.

  • Eine Person hat von ihrem Vater eine Verhaltensweise übernommen, die sie an ihm haßt. Als sie eine Therapie macht, wirft sie dem Therapeuten vor, er würde diese Verhaltensweise ebenfalls haben. - Wobei diese Behauptung zutreffen kann, weil sich der Betroffene den Therapeuten vielleicht unbewußt gerade wegen dieser störenden Verhaltensweise ausgesucht hat.
  • Wenn es Zeit ist, ein Problem aufzuarbeiten, entdeckt man plötzlich überall in der eigenen Umgebung Menschen, die dieses Problem haben.
  • Wenn man ein Problem hat, das man gerne für sich selbst lösen will, bemüht man sich ohne sich bewußt zu sein, daß es ein Problem ist, das man selber auch hat, intensiv, Menschen zu helfen, die dasselbe oder ein ähnliches Problem haben.
    V172. Kersti: Ein echt guter Rat
  • In einem Therapiegespräch beschäftigt man sich mit den echten oder eingebildeten Fehlern des Therapeuten, statt sein eigenes Problem zu durchdenken.
  • Man "sieht" verdrängte Anteile seines eigenen Ichs als ein außerhalb des eigenen Ichs stehendes feinstoffliches Wesen, das man für fremd hält.

Deckerinnerungen

Wenn man etwas erlebt hat, das so schrecklich ist, daß man sich am Liebsten nie wieder daran erinnern würde, kommt es vor, daß man sich an eine weniger unangenehme Erfahrung erinnert, um der Erinnerung an eine schreckliche Erfahrung auszuweichen.

Diese Deckerinnerungen können aus verschiedenen Quellen stammen.

  • aus früheren Leben
  • aus der geistigen Welt
  • ein erinnertes Leben wird aus mehreren verschiedenen Leben zusammengebastelt, um den unangenehmen Situationen aus dem Weg zu gehen
  • Man deutet etwas um: so habe ich mich an Gedanken aus früheren Leben, die ich gerne ausgesprochen hätte, wo ich das aber nicht gewagt habe, so erinnert, als hätte ich meine Gedanken tatsächlich ausgesprochen.

Leerer Kopf

Manchmal wird der Kopf völlig leer, wenn man versucht, sich an eine verdrängte Erfahrung zu erinnern.

Wahrnehmungsmodi

Denselben Verdrängungsmechanismus kann man oft auf unterschiedliche Weise beobachten:
VA222. Kersti: Wie man Verdrängung wahrnehmen kann

Quelle

Eigene therapeutische Arbeit an eigenen und fremden Problemen

Kersti

VB32. Kersti: Tonskala und was sie mit Abstieg und Aufstieg zu tun hat
VB35. Kersti: 2.3 Warum sichten wir unsere früheren Leben nicht auf der anderen Seite des Vorhangs?
VB47. Kersti: Psychologie der Nahtodeserfahrungen (Quellen hierzu)
VB51. Kersti: Verdrängung - oder warum der Teufel verteufelt wurde
V12. Kersti: Hauptfehlerquellen bei Erinnerungen an frühere Leben.
V38. Kersti: Ausgeschlossen!
V39. Kersti: Wie wird man zum Außenseiter?
V42. Kersti: Fehler bei früheren Leben: Verdrängung
V44. Kersti: Dimensionen der Wirklichkeit
V56. Kersti: Die Unbesiegbarkeit des Guten und der Wahrheit
V58. Kersti: Absolute Wahrheit?
V67. Kersti: Entdecke Deine früheren Leben
V68. Kersti: Ich erinnere mich an Jesus - Bin ich jetzt verrückt?
V74. Kersti: Feinstoffliche Wahrnehmung als Synästhesie
V107. Kersti: Der Unterschied zwischen konstruktiver und freundlicher Kritik
V108. Kersti: Kritik: Was betreffen mich die Fehler anderer Leute?
V143. Kersti: Der Zweck heiligt die Mittel?
V164. Kersti: Nicht Meinungsfreiheit - Freie Wahrheitssuche!
V165. Kersti: Meinungsfreiheit - ein Luxus?
V172. Kersti: Ein echt guter Rat
V173. Kersti: Was ist Gewissen?
V174. Kersti: Warum ich schreibe, wie es war, ausgegrenzt zu sein
V175. Kersti: Kriterien zum Bau eines realistischen Weltbildes: Realitätsnähe
V176. Kersti: Standpunkte
V194. Kersti: Was unterscheidet eine Gehirnwäsche von einem Dazulernen?
V212. Kersti: Was ist Freiheit?
V213. Kersti: Was unterscheidet eine Ideologie von einem gesunden Weltbild?
V265. Kersti: Der Unterschied zwischen Kopfblind und verblendet
V267. Kersti: Aurensehen: Wahrnehmung, für die unserer Sprache Worte fehlen
V269. Kersti: Geschichtsschreibung durch lesen in der Akascha-Chronik: Die Welt ist ganz anders...
V271. Kersti: Was ist Zufall?
V320. Kersti: Im oberen Teil der Brücke wird man verrückt!

Ein Text von Kersti Nebelsiek, Alte Wilhelmshäuser Str. 5, 34376 Immenhausen - Holzhausen, Tel.: 05673/1615, http://www.kersti.de/, Kersti_@gmx.de
Da ich es leider nie schaffe, alle Mails zu beantworten, schon mal im voraus vielen Dank für all die netten Mails, die ich von Lesern immer bekomme.
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