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7.1 Überstimulation durch vernetztes Denken
Während die feinstofflichen Sinne hauptsächlich deshalb eine
Überforderung darstellen, weil sie zu den Wahrnehmungen der
Körperlichen Sinne noch hinzukommen, und dadurch insgesamt mehr
Sinneswahrnehmungen verarbeitet werden müssen, ist vernetztes
Denken, was ich Gedankenkristalldenken nenne, grundsätzlich
aufwendiger als sprachliches Denken und kann das Gehirn deshalb selbst
dann überfordern, wenn das sprachliche Denken nicht parallel
weiterläuft.
Ich erlebe es oft, daß bei zu allgemeinen Fragen, die nicht
in einen Lebenszusammenhang eingeordnet sind zu viel Wissen auf einmal
aufgerufen wird.
Es ist dann so, daß ich plötzlich ALLES Wissen, was
ich zu dem abgefragten Thema habe, vor Augen habe, daß
das aber zu viel ist, um gleichzeitig noch ausreichend
Gehirnkapazität freischalten zu können, damit ich das
Irrelevante aussortieren kann oder noch über irgendetwas anderes
nachdenken kann.
Auf einem Blatt Papier, kann ich einfach
irgendwo mit dem Aufschreiben anfangen und nachher das
irrelevante wegstreichen. Wenn ich so aber reden würde,
wäre das völlig unverständlich.
Es ist ja im Kopf strukturiert und man kann es
auf einem Papier wenigstens auf einer
zweidimensionalen Fläche verteilen, was viel
einfacher ist als es gleich in der richtigen Reihenfolge
auszusprechen, wenn man es als mehrdimensionales
Wissensnetz im Kopf hat.
Mit diesem größeren aufwand liefert es aber auch einen vollständigeren Überblick über komplexe Probleme und man
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7.2 Ausschalten von Sinnesorganen wegen vernetztem Denken
Wenn ich intensiv nachdenke, nehme ich von dem, was meine Augen
von einem Menschen sehen, nur noch wahr, daß da ein Hindernis
in Menschengröße ist, um das ich herumgehen muß.
Die Leute verstehen dann nicht, warum ich sie nicht
grüße.
Daß in diesem Fall der Gesichtssinn so weitgehend ausgeschaltet
ist, liegt daran, daß ich offensichtlich im Gehirn den Bereich den
man sonst zum Sehen benutzt, weitgehend zum Denken benutze.
VA233.
Gedankenkristalldenken fühlt sich für mich eher
wie Sehen als wie Denken an
Daß ich überhaupt so intensiv nachdnke, daß mir so etwas passiert, hat natürlich nur einen Grund: Denken macht Spaß. Und auf einem weg durch die Stadt, passiert normalerweise nicht viel Interesantes, also wird die Nebenbeschäftigung des Nachdenkens zu einer intensiven Hauptbeschäftigung während ich den Weg fast automatisch finde ohne ihm viel Beachtung zu schenken.
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7.3 Durch Vernetztes Denken wird manches leichter und anderes
schwerer
Information die ich nicht nur gelesen oder gehört
habe, sondern auch einsetzen und verifiziern konnte,
kann ich am leichtesten abrufen. Vor allem wenn
die Erfahrungen noch ganz frisch sind.
Das hängt bei mir eher mit der Zahl der inneren
kreuz und quer Vernetzungen des Wissens zusammen.
Wenn ich also sicher gehen möchte, in Prüfungssituation
erfolgreich abzuschneiden, benötige ich sicher
länger als viele andere, mir das Wissen anzueignen,
andereseits verstehe ich komplexe Zusammenhänge viel
früher als andere.
Das ist bei mir anders.
Es gibt im Prinzip zwei Arten von Prüfern.
Einmal die, bei denen man das Ganze verstanden haben
muß, um zu bestehen - bei denen bestehe ich Prüfungen
im allgemeinen auch dann, wenn ich mich überhaupt nicht
vorbereite, weil ich das was andere Studenten sich
mühsam erarbeiten müssen an Verständnis
für die Sache meist schon beim ersten Hören oder Lesen erfasse.
Schlechter schneide ich ab, wenn Faktenwissen abgefragt wird,
wobei ich wenn die Fragen genau genug gestellt sind, meist
noch zurechtkomme.
Kaum eine Chance habe ich, wenn die Fragen so vage
oder mehrdeutig gestellt ist, daß man nur auf die
"richtige" Antwort kommen kann, wenn man ausschließlich
das Wissen der Vorlesung berücksichtigt.
Bei mir ruft eine Frage, außer, wenn ich genau weiß, was
abgefragt werden wird und das so wenig ist, daß ich mir es
in den fünf Minuten vor der Prüfung anschauen kann die
zu der Frage passendsten Fakten auf - und wenn ich das
was der Prof hören will in der Vorlesung als unwesentliches
Detail eingeordnet habe, ist es kaum das, was mir dann auf
eine vage gestellte Frage einfällt.
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7.4 Vernetztes Denken macht Spaß
Etwas was ich auch noch sagen möchte ist dass
mir Schlagabtausch Gespräche auch unheimlich
viel Spass machen. Argumente für oder gegen
eine Sache zu finden sind ein Hobby von mir
und es ist gar nicht so einfach Leute zu finden
die man nicht damit nervt und dann ist es ja
bei mir so dass mich nicht nur ein Thema
interresiert nein ich möchte mir zu allen
Dingen die es auf der Welt gibt meine eigene
Meinung bilden. Meine Meinung ist aber nicht
unbedingt etwas stabiles sondern ändert sich
oft von Fall zu Fall.
Wobei es mich sehr verletzt, wenn jemand in einer
Diskussion persönliche Angriffe als Scheinargumente
mißbraucht.
VA35.
Ich kenne keine Langeweile
V242.
Legasthenie und vernetztes Denken
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7.5 Wenn man vernetzt denken kann, führt das zu
Unverständnis der Umwelt
Aber dies meinen Gegenüber zu erklären
würde in den meisten Fällen nichts nutzen weil dieser
mir nicht glauben würde.
Dabei habe ich festgestellt, daß ich solche Probleme
oft verständlich erklären kann, nachdem ich darüber
einen Artikel geschrieben habe, den ich mir von jemandem habe
korrigieren lassen, der mit dem Thema überhaupt nichts
anfangen kann, bis der verstanden hat, was ich eigentlich meinte.
Es ist schwierig, sich verständlich zu machen
VA231.
Wenn man zu anders ist, besteht das halbe Leben aus
Mißverständnissen - und die andere Hälfte
aus Einsamkeit
O6:
Hochbegabung als Verständigungshindernis,
OI6.
VA231.8
Kommunikations- fähigkeiten die sehr gut sind - und doch
das Problem nicht lösen
Und es besteht wenig Bereitschaft sich auf das Denken andersdenkende
einzulassen.
V140.
Die zerstörerische Arroganz der herrschenden Meinung
O3:
Ist in der Schule das Denken verboten?,
OI3.
VB3.
Das darfst du nicht sagen, du mußt wissen, daß es
falsch ist!
VA231.3
Die unpraktischen Teile der Intelligenz
VA231.7
Normale Menschen - und das Small-Talk-Problem
V312.
Manchmal wünschte ich mir, ich hätte wenigstens in
irgendeinem Bereich eine durchschnittliche Begabung
O6. 3.1.2.1 Der Gedankenkristall
O6. 4.2.4 Vereinfachen und komplizierter
machen: Wenn Unsicherheit mit Arroganz verechselt wird
VA152.
Wissenschaft ist nicht was wahr ist, Wissenschaft ist was
bewährt ist
O6. 2.2 Alltägliches Erleben als Grundlage von
Verständnis oder Unverständnis
Im Extremfall kann das zu Mobbing führen.
O3.
Ist in der Schule das Denken verboten?
V302.
Strafe dafür, daß man etwas schon vor den
anderen kann
O4.
2.1 Evolutionäre Herkunft des Mobbings: sei normal oder stirb
O4.
2.5 Anderssein: Es ist schwierig, die Normalen zu verstehen
O4.
A19 Hochleistung ist nicht erwünscht
O4.
B1 Mobbing
O4.
B3 Ähnlichkeit und Unterschiedlichkeit als Grundlage von
Mobbing - oder Sympathie
O4.
B5 Unsichtbares Anderssein
O3.B1.3
Die Auswahl wissenschaftlicher Weltbilder
B102. Kuhn, Thomas S. /
Die Struktur wissenschaftlicher Revolutionen
V92.
...als hätte ihnen jemand das Denken verboten!
V244.
Warum Vertreter von Außenseitermeinungen besser informiert
sind, als Vertreter weit verbreiteter Meinungen
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8. Was Menschen, die anders sind, helfen kann
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8.1 Der innere Ausgleich
B123. Weeks, David & James, Jamie /
Exzentriker. Über das Vergnügen, anders zu sein
V85.
Ideale: Was mir wirklich geholfen hat
V111.
Warum ich "gut" mit "vernünftig" gleichsetzte
V114.
Ich bin zu stolz, um gegen mein Gewissen zu handeln

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