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Schon die Titel!Es gibt Bücher, die habe ich sofort zur Seite gelegt, als ich einen flüchtigen Blick auf ihren Titel geworfen habe. Beispielsweise: "Wackelpeter und Trotzkopf" von M. Döpfner, S. Schürmann und G. Lehmkuhl oder "Zwischen Zappelphillipp und Hans-Guck-in-die-Luft" von P. F. Schlottke, auch wenn "Träumsuse" im Titel vorkommt, möchte ich mir ein Buch über ADHS ganz bestimmt nicht mehr durchlesen. Und ich frage mich, was denken sich die Autoren eigentlich dabei, einem Buch einen solchen Titel zu geben? Und was denken sie sich dabei, wenn sie Eltern von hyperaktiven Kindern - die ziemlich oft auch ADHS haben ein solches Buch als Arbeitsbuch an die Hand geben?Es ist in Ordnung, wenn ein solches Wort in einer Situation gebraucht wird, in der das Problemverhalten, das dazu gehört, auftritt, denn dann wird es erst einmal nur auf diese Situation bezogen. Aber es ist gar nicht angemessen, das als Buchtitel zu wählen. Niemand, der ADHS hat, ob nun diagnostiziert oder nicht, wird eines dieser Worte als liebevoll gemeinten Kosenamen auffassen, wenn es nicht mehr auf eine einzelne Situation bezogen ist, sondern wie ein Buchtitel als Kennzeichnung des ganzen Menschen interpretieren muß. Ich betrachte Träumen eigentlich als etwas Positives. Doch das Wort "Träumsuse" habe ich nicht zu hören bekommen, wenn ich mich bewußt hingesetzt und mir Zeit genommen haben allein oder mit Freunden eine selbsterfundene Geschichte zuendezuspinnen. Niemand hat mich so genannt, wenn ich als Ergebnis meiner Träumereien eine fertige Geschichte oder ein Lied präsentiert habe. Das Wort Träumsuse bekommt man zu hören, wenn man sich bemüht hat aufzupassen, weil man weiß, daß es wichtig wäre sich das Gesagte zu merken - und wenn die Gedanken trotzdem abgeirrt sind, weil Aufpassen einfach nicht ging. Träumsuse erinnert mich an all die frustrierenden Situationen meines Lebens und wenn jemand ein Buch so nennt, das ein Problem behandelt, das ich habe, dann fühle ich mich abgewertet. Auch "Hans-Guck-in-die-Luft" ist bei mir mit Erinnerungen an Frustrationen verbunden. Mit erinnerungen an all die Zeiten, wo ich mich geschämt habe, weil ich schon wieder in einen Hundehaufen getreten habe. Geändert hat sich das erst, seit ich sehr viel Barfuß laufe, und das deshalb sofort selbst merke und dadurch gelernt habe bei jedem Schritt zu schauen wo ich hintrete, auch wenn ich mit den Gedanken völlig woanders bin. Zappelphillip hat mich niemand genannt, weil ich nicht zum hyperaktiven Typus gehöre. Immer diese Fehlinterpretationen!Ein erheblicher Teil der Fachleute für ADHS haben selber nicht diese Veranlagung - und sie stellen Behauptungen über die Gründe von ADHS-Typischen Verhalten auf, die mich regelrecht wütend machen, weil sie Fehlinterpretationen meines Verhaltens so ähnlich sind, die ich als Kind oft zu hören bekommen habe. Beispiele hierfür habe ich in folgenden Artikeln richtiggestellt:VA263. VA263. VA263. VA263. VA263. VA263. VA263. VA264. VA265.
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Ein Text von Kersti Nebelsiek, Alte Wilhelmshäuser Str. 5,
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Da ich es leider nie schaffe, alle Mails zu beantworten, schon mal
im voraus vielen Dank für all die netten Mails, die ich von
Lesern immer bekomme.