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Begriffsgeschichte des Feinstofflichen

In nahezu allen Richtungen der Esoterik wird die Unterscheidung zwischen dem grobstofflichen das von der Physik untersucht wird und das man wiegen messen und mit unseren materiellen Händen anfassen kann und der feinstofflichen Ebene getroffen, die sich nur durch übersinnliche Wahrnehmung erkennen läßt. Analog wird dem menschlichen Körper ein zusätzlicher feinstofflicher Körper, die Aura zugesprochen, der eigene Sinnesorgane hat, die übersinnliche Wahrnehmungen ermöglichen.

Das Feinstoffliche soll aus einem "feineren Stoff" bestehen, der eine wesentlich geringere Dichte hat als das Grobstoffliche.

Synonyme

Diese feinstoffliches und grobstoffliches wird in den verschiedenen esoterischen Traditionen unterschiedlich benannt.

Für "grobstofflich" sind folgende Bezeichnungen üblich:

  • physisch (Buch: B136. Q1, Q3, Q5, Q11, Q17)
  • materiell (Buch: B136. Q2)
  • grobmateriell (Buch: B136. Q4)
  • grobstofflich (Buch: B136. Q9)
  • dicht (in der Zusammensetzung "dichter Körper") (Buch: B136. Q9)
  • mineralisch (in der Zusammensetzung "mineralische Welt") (Buch: B136. Q11)
  • chemisch (in der Zusammensetzung "chemische Zone") (Buch: B136. Q9)
  • sinnlich (in der Zusammensetzung "Sinnenwelt" "Sinnliche Welt") (Buch: B136. Q8, Q11),
  • sinnenfällig (Buch: B136. Q11)
  • annam (Buch: B136. Q20)
Für "feinstofflich" sind folgende Bezeichnungen üblich:
  • feinstofflich
  • nichtmateriell (Buch: B136. Q2),
  • feinkörperlich (Buch: B136. Q8),
  • überphysisch (Buch: B136. Q9),
  • höher (da die Aura eines Menschen oder Gegenstandes über die Grenzen des grobstofflichen Körper hinausreicht) (Buch: B136. Q9, Q5, Q11),
  • unsichtbar (im Sinne von "nicht mit dem grobstofflichen Auge wahrnehmbar, nur hellsichtig erkennbar") (Buch: B136. Q9, Q11),
  • nichtsinnlich (Buch: B136. Q11),
  • übersinnlich (Buch: B136. Q11),
  • verborgen (eine verborgene Welt) (Buch: B136. Q11),
  • innere (in der Zusammensetzung "Innere Welten", da man sich nach innen wenden muß, um sie wahrzunehmen),
  • Energien (Buch: B136. Q5)
Beim Auftauchen dieser Worte in esoterischen Texten, muß immer aufgepaßt werden, ob sie in der gewohnten Alltagsbedeutung oder in der übertragenen Bedeutung als Synonym für "feinstofflich" verwendet werden, da beide Begriffe sich in der Bedeutung oft deutlich unterscheiden.

Folgende Worte haben eine ähnliche Bedeutung wie Feinstofflich, sind aber nicht vollständig deckungsgleich, da sie sich auf ein anderes Weltbild beziehen. Teilweise bezeichnen sie nur einen Teil des feinstofflichen.

  • Od (Reichenbach, Buch: B136. Q15, S.81)
  • Orgon (Reich, )
  • Fluidum, All-Flut oder auch Lebensfeuer (Mesmer , Mesmeerismus )
  • Prana (Indien)
  • Qi (China)
  • Ki (Japan)
  • Mana (Polynesier)
  • Lung (Tibet)
  • Wyrd (germanisch)
  • Pneuma (griechische Philosophie)
  • Prima Materia, Quintessenz (Alchemie)
  • Baraka (Arabisch)
Der Scientologische Begriff Mest (Kunstwort aus den Anfangsbuchstaben von matter, energy, space, time) bezeichnet sowohl grobstoffliche als auch feinstoffliche Welten, also den gesamten Bereich der im Hinuduismus und Buddhismus Indiens als Maja bezeichnet wird. (Buch: B136. Q7)

Begriffsgeschichte

Feinstofflich ist ein ziemlich neues Wort, das erst in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts durch die Antroposophie geprägt wurde. Ältere Autoren wie Dion Fortune, Szepes, Heindel haben kein Wort das sie einem feststehenden Begriff zuordnen, der dem heutigen "feinstofflich" entspricht, sondern benutzen mehrere Wörter die jeweils nur einen Teil dieses Begriffes abdecken. Steiner und Besant benutzen zwar Formulierungen wie: "Der Ätherkörper ist aus feinerem Stoff aufgebaut, als ihn unsere fünf Sinne wahrnehmen können" (Buch: B136. Q3, S. 15) oder "in feinen Materien" (Buch: B136. Q11a, S.55) als Beschreibungen für das Feinstoffliche, sie benutzen es aber noch nicht als festgefügten Begriff, wie es heute üblich ist, wenn man beispielsweise sagt: "Die Aura ist feinstofflich". Inzwischen ist der Begriff feinstofflich fest in den Esoterischen Sprachgebrauch übergegangen.

VA130. Kersti: Aufteilung des Feinstofflichen in mehrere Ebenen oder Welten
Quellen: Buch: B136. Bücher zur Esoterik

VA296. Kersti: Psychodelische Drogen, Synästhesie und feinstoffliche Wahrnehmung
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Ein Text von Kersti Nebelsiek, Alte Wilhelmshäuser Str. 5, 34376 Immenhausen - Holzhausen, Tel.: 05673/1615, http://www.kersti.de/, Kersti_@gmx.de
Da ich es leider nie schaffe, alle Mails zu beantworten, schon mal im voraus vielen Dank für all die netten Mails, die ich von Lesern immer bekomme.