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erste Version vor: 01.05.00
letzte Überarbeitung: 7/07

VB18.

Eiweißüberernährung
Ursache vieler Zivilisationskrankheiten

Seit Jahren esse ich etwa 250g Käse (oder Fleisch) pro Woche als einziges tierisches Eiweiß. Habe ich ein paar Wochen keinen Appetit auf Käse, stellt sich unweigerlich Heißhunger auf Fleisch und Hülsenfrüchte ein. Zusammen mit den pflanzlichen Eiweißen nehme ich so etwa das Minimum an Eiweiß zu mir, das dem menschlichen Körper noch reicht (B11a).

Läßt man bei der heute üblichen Ernährung einfach das Fleisch weg, tauchen oft Probleme auf, da sie dadurch insgesamt weniger naturbelassen wird (mehr Produkte aus der letzten Spalte der Tabelle). Merke: Auch Fleisch enthält Vitamine, Enzyme und Mineralstoffe. Weißmehl und Margarine jedoch nicht! Nur wenn außer Fleisch auch Fisch, Milchprodukte und Eier wegfallen, kann sich Eiweißmangel einstellen, meist erst ein oder zwei Jahre nach der Ernährungsumstellung, wenn die Vorräte durch die vorhergehende Überernährung mit Eiweiß aufgezehrt sind.

Völker, die viel tierisches Eiweiß zu sich nehmen oder nahmen wie Eskimos, Massai und eiszeitliche Höhlenmenschen in Europa, sind zwar als Kinder und Jugendliche gesund, werden aber auch sehr früh alt und krank. Die Männer der Eskimos haben schon mit 35 Jahren einen Großteil ihrer Energie und Geschicklichkeit beim Jagen durch Arteriosklerose und atheromatöse Entartung verloren ( B11a/b.).

Durch Eiweißüberernährung werden folgende Krankheiten begünstigt: Bluthochdruck, Angina Pectoris, Übergewicht, Gicht, Rheuma, Arthritis, Osteoporose, Parodontose, Arteriosklerose, Krankheiten mit Selbstzerstörung des Gewebes, Allergien (B11., B18.).

Einige Bestandteile der Eiweiße, die essentiellen Aminosäuren, kann der menschliche Körper nicht selbst herstellen. Man sollte deshalb annehmen, daß Menschen, die fast kein Eiweiß zu sich nehmen, deshalb zwangsläufig krank werden und sterben müßten, aber:

Die Mount Hagen Papua leben zu ca. 80% von Süßkartoffeln, nehmen pro Tag 19g Reineiweiß, 4g Fett und 424g Kohlehydrate zu sich. Weitaus weniger Eiweiß als lebensnotwendig. Sie sind bemerkenswert gesund und leistungsfähig. Darmbakterien bilden bei ihnen aus Luftstickstoff Nahrungseiweiße. (B11d.)

Zu erwähnen ist noch, daß bei der Entstehung der Krankheiten, die übertriebenem Eiweißkonsum zugeordnet werden, nicht nur die Menge sondern auch die Zusammensetzung der betreffenden Eiweiße eine Rolle spielen (B50).

Außerdem ist auch die Zusammensetzung der Fette (B111.) bei all diesen Krankheiten von Bedeutung.

Die Eiweißbestandteile, die Menschen nicht selbst herstellen können, man nennt sie Essentielle Aminosäuren, können auch die meisten Tiere nicht selbst herstellen, dasselbe gilt für Fettsäuren. Deshalb werden essentielle Fett- und Aminosäuren nur von Pflanzen und Mikroorganismen hergestellt. Wieviel Eiweiß man insgesamt braucht, hängt davon ab, wie die Eiweißzusammensetzung in der Nahrung ist. Wenn die Nahrung einen hohen Anteil essentieller Aminosäuren in genau der benötigten Menge enthält (wenn man alles was man so ißt zusammenrechnet), braucht man sehr wenig Eiweiß. Ist von einzelnen essentiellen Aminosäuren sehr wenig enthalten, braucht man wesentlich mehr. Bei schlechter Ernährung kann man einen mangel an einigen essentiellen Aminosäuren leiden, obwohl man ziemlich viel Eiweiß zu sich nimmt.

Kersti

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V250. Kersti: Diabetes und Ernährung
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Ein Text von Kersti Nebelsiek, Alte Wilhelmshäuser Str. 5, 34376 Immenhausen - Holzhausen, Tel.: 05673/1615, http://www.kersti.de/, Kersti_@gmx.de
Da ich es leider nie schaffe, alle Mails zu beantworten, schon mal im voraus vielen Dank für all die netten Mails, die ich von Lesern immer bekomme.