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erste Version: 5/2015
letzte vollständige Überarbeitung: 6/2019
letzte Bearbeitung: 6/2019

VB175.

Xenoglossie - das Sprechen einer Sprache, die man in diesem Leben nicht gelernt hat

Inhalt

VB175.1 Kersti: Definition: Xenoglossie, Zungenreden
VB175.2 Kersti: Xenoglossie im Rahmen von hypnotischen Rückführungen
VB175.2 Kersti: Prinz Galitzins Homburger Prostituierte, die unter Hypnose auf französisch von einem Mord aus einem Leben als Adelige in der Bretangne erzählte
VB175.3 Kersti: Xenoglossie bei einer Multiplen Persönlichkeit
VB175. Kersti:
VB175. Kersti: Quellen

 
Inhalt

1. Xenoglossie, Zungenreden

Als Xenoglossie, manchmal auch als Zungenreden wird es bezeichnet, wenn eine Person eine Sprache spricht, die sie in diesem Leben irdisch nicht gelernt haben kann.

Die beschriebenen Phänomene reichen vom sprechen in einem anderen Akzent, in einem anderen Dialekt und der Kentnis veralteter Dilalektausdrücke bis hin zu Fällen, wo eine Person ein einer fremden Sprache Worte korrekt spricht oder singt, deren Bedeutung sie inihrem Alltagsbewußsein nicht einmal erahnen kann.

Neben den Fällen wo eine andere Person die Sprache gehört und verstanden hat, gibt es auch Fälle, in denen das nicht der Fall ist oder sogar klar ist, daß es sich nicht um die Sprache gehandelt haben kann, die es gewesen sein soll.

 
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2. Xenoglossie im Rahmen von hypnotischen Rückführungen

Autor: Prinz Galitzin wird von Autor: Gabriel Delanne als ein Magnetiseur genannt, der im Sommer 1862 in Homburg eine arme Homburger Prostituierte hypnotisierte und von ihr auf französisch erzählt bekam, daß sie in einem früheren Leben eine französische Adelige gewesen sei. Diese Geschichte hat er nachprüfen und bestätigen können.1.

Prinz Galitzins Homburger Prostituierte, die unter Hypnose auf französisch von einem Mord aus einem Leben als Adelige in der Bretangne erzählte

Der Prinz Adam de Wisznicwski, rue du Débarcadère 7 in Paris, teilt uns Folgendes mit. Er mußte die Zeugen mit einem Punkt abkürzen, da einige noch leben und nicht zugestimmt haben, anders als durch ihre Initialien genannt zu werden.

Der Prinz Galitzin, der Markgraf von B., der Graf von R. waren im Sommer 1862 wieder an den Wassern von Homburg vereinigt.

Eines Abends, nachdem sie sehr spät im Park des Kasinos zu Abend gegessen haben, bemerkten sie eine Arme, die auf einer Bank lag. Sobald sie sie angesprochen und sich vorgestellt hatten, luden sie sie ein, im Hotel zu essen. Nachdem sie mit großen Appetit gegessen hatte, kam Prinz Galitzin, der Magnetiseur war auf den Gedanken sie zu hypnotisieren*. Nach diversen Luftstrichen, hatte er darin Erfolg. Das erstaunte die Leute nicht, bis jene, die sich im Wachzustand nur in einem minderwertigen deutschen Dialekt ausdrücken kann, tief schlafend sehr korrekt französisch sprach, erzählend, daß sie sich in Armut inkarnierte als Strafe dafür, im vorhergehenden Leben im XVIII. Jahrhundert ein Verbrechen begangen zu haben. Sie bewohnte damals ein Schloß in der Bretagne am Ufer des Meeres. Da sie einen Liebhaber genommen hatte, wollte sie sich von ihrem Mann befreien und stieß ihn von der Höhe einer Klippe ins Meer. Sie zeichnete den Ort des Verbrechens mit großer Genauigkeit.

Dank dieser Hinweise, konnten der Prinz Galitzin und der Markgraf von B. sich an die Côtes-du-Nord der Bretagne begeben, Nachforschungen für zwei getrennte Untersuchungen anstellen, deren Ergebnis identisch war. Nachdem sie diverse Personen befragt haben, erhielten sie zunächst keine Auskunft. Sie fanden schließlich alte Bauern, die sich erinnerten, wie ihre Eltern ihnen die Geschichte einer schönen jungen Schlossherrin erzählten, die ihren Gatten tötete, indem sie ihn ins Meer hinunterstieß. Alles, was die arme Frau unter Hypnose** gesagt hatte, wurde genau so bekannt.

Bei seiner Rückkehr aus Frankreich kam Prinz Galitzin erneut in Homburg vorbei und befragte den Polizeirat bezüglich dieser Frau. Dieser Beamte gab an, daß sie jeglicher Bildung entbehrte, nur einen einfachen deutschen Dialekt spräche und nur von den spärlichen Recourcen einer Soldatenfrau*** lebte.

Dieses mal, ist die Amnesie betreffend der Vergangenheit während des Hypnosezustands verschwunden, indem die bedauernserte Frau nicht nur ihren tragischen Abgang wieder aufleben lassen hat, sondern auch, indem sie sich der französischen Sprache bediente, von der sie im normalen Zustand kein Wort versteht.1.

Prinz Galitzin muß, da sein voller Name erwähnt ist, zwischen 1862 und 1924 gestorben sein und man kann davon ausgehen daß er 1862 erwachsen war, also nicht wesentlich später als 1840 geboren wurde. Der Name der russischen Adelsfamilie wird laut Wikipedia sehr unterschiedlich geschrieben in lateinischen Buchstaben Galitzin, Galizyn, Golizyn, Gallitzin.2. Aus den Vorhandenen Daten läßt sich nicht sicher ableiten, wer gemeint ist. In Frage kommen mehrere Personen. Es gibt auch mehrere Städte namens Homburg, nach dem Text ist nicht zu entscheiden, welche gemeint ist.

Autor: Virginia Tighe (Pseudonym im Buch: Autor: Ruth Simmons) wurde mit mehreren hypnotischen Rückführungen durch Autor: Morey Bernstein in ein Leben als Autor: Bridey Murphy zurückgeführt. Die Tonbänder aus den Jahren 1952 und 1953 existieren bis heute und auf ihnen spricht Tighe in der Trance in einem altertümlichen irischen Akzent5. Chapter 6 und benutzte diverse Dialektausdrücke, die heute an ihrem damaligen Wohnort nicht mehr so verwendet werden, damals aber schon4. S.212ff.
BP3. Kersti: Bridey Murphy: Details über das Leben in Irland Ende des 18. Jahrhunderts in irischem Akzent

 
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3. Xenoglossie bei einer multiplen Persönlichkeit

Autor: Billy Milligan, die erste Person der US-Geschichte die, da sie eine multiple Persönlichkeit war als schuldunfähig anerkannt wurde und deshalb statt einer Gefängnisstrafe eine psychiatrische Behandlung erhielt, hat mehrere Persönlichkeitsanteile die Englisch mit unterschiedlichem Akzent, sowie zwei Fremdsprachen sprechen Weiteres dazu:
VA218.1.3 Kersti: Wie kommt Billy Milligans Persönlichkeitsanteil Ragen Vadascovinich zu seinen Fähigkeiten?

 
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4. Xenoglossie bei holonomer Integration, einer Kombiation aus Atemtechniken, Musik und Körperarbeit

Autor: Stanislav Grof beschreibt in " Buch: Geburt, Tod und Transzendenz" wie Gladys (Pseudonym), nachdem eine Sitzung am Vortag offensichtlich zu viel hochgeholt hatte erneut eine sitzung in holonomer Integration, einer Therapiemethode die Kombiation aus Atemtechniken, Musik und Körperarbeit darstellt, machte, um das Thema mit Hilfe des Therapeuten so weit durchzuarbeiten, daß sie weiterhin am Rest des Workshops teilnehmen konnte. Nachdem sie ihre Gebuirt durchgearbeitet hatte sprach sie in einer fremden Sprache und trug dann ein Lied vor, das sich wie ein insbrünstiges Gebet anhörte. Der Vortrag war so beeindruckend daß mehrere der anderen Workshopteilnehmer zu weinen begannen. Danach verfiel sie in einen zustand der Ekstase. Einer der anderen Workschopteilnehmer hat die Sprache als Sephardisch (Sprache der Juden aus Spanien, ein spanischer Dialekt mit Lehnwörtern aus verschiedenen anderen Sprachen, die im spanischen sonst nicht gebräuchlich sind) erkannt und den Text als
"Ich leide und werde immer leiden.
Ich weine und werde immer weinen.
Ich bete und werde immer beten."
übersetzt, eine Sprache die er zufälligerweise beherrschte. Sephardisch ist die Sprache der Juden aus Spanien, ein spanischer Dialekt mit Lehnwörtern aus verschiedenen anderen Sprachen, die im Spanischen sonst nicht gebräuchlich sind. Gladys war nicht nur das Sephardische, sondern auch das Spanische unbekannt und sie war sich der Bedeutung der Worte auch nicht bewußt gewesen.

Grof schreibt, daß er auch noch bei einigen anderen Gelegenheiten erlebt hat, wie Menschen im Rahmen seiner Wokrshops fremde Sprachen gepsrochen haben, die in einem Teil der Fälle identifiziert und als echt bestätigt werden konnten7. S.174f.

Kersti

 
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Quellen

  1. Autor: Gabriel Delanne: Buch: B117.19 Documents pour servir à l’étude de la reincarnation. (1924) Paris, Editions de la B. P. S. (Welt: DOC, PDF) S.99f
     

    Anmerkungen zur Übersetzung:
    Aufgrund seines Alters ist der Text inzwischen gemeinfrei, daher übersetze ich die Textstelle aus der ursprünglichen Quelle hier vollständig.
    *verwendet wurde nicht das neuere französische Wort "hypnotiser" sondern "endormir" - wörtlich "zum schlafen bringen", das damals meist für hypnotisieren verwendet wurde.
    **verwendet wurde nicht der neuere französische Ausdruck "dans l'hypnose" sondern "dans l'état somnambulique" - wörtlich "im somnabulen Zustand", das damals meist hierfür verwendet wurde. Da dieser Begriff heutzutage sowohl im Deutschen als auch im Französischen eher für Schlafwandeln verwendet wird, halte ich meine Übersetzung für angemessener.
    ***Mir war unklar, ob mit "femme à soldat" eine Frau gemeint ist, die eine mehr oder weniger feste Beziehung zu einem Soldat hat oder ob eher eine Art Prostituierte gemeint ist. Möglicherweise wird zwischen beidem nicht unterschieden. Allerdings paßt die Beschreibung der Situation der Frau eher zu einer armen Prostituierten als zu einer Frau in einer festen Beziehung.

    Französisches Original:

    Le prince Adam de Wisznicwski, 7, rue du Débarcadère à Paris, nous communique la relation suivante. Il la doit aux témoins eux-mêmes dont quelquesuns vivent encore et n'ont consenti à être désignés que par des initiales.

    Le prince Galitzin, le marquis de B..., le comte de R... étaient réunis pendant l'été de 1862 aux eaux de Hombourg.

    Un soir, après avoir dîné très tard, ils se promenaient dans le parc du casino; ils y aperçurent une pauvresse couchée sur un banc. L'ayant abordée et interrogée, ils l'invitèrent à venir souper à l'hôtel. Après qu'elle eut soupé avec un grand appétit, le prince Galitzin, qui était magnétiseur, eut l'idée de l'endormir. Après de nombreuses passes, il y réussit. Quel ne fut pas l'étonnement des per­sonnes présentes lorsque, profondément endormie, celle qui, dans la veille, ne s'exprimait qu'en un mauvais dialecte allemand se mit à parler très correctement en français, racontant qu'elle s'était incarnée pauvrement par punition pour avoir commis un crime dans sa vie précédente, au XVIIIe siècle. Elle habitait alors un château en Bretagne, au bord de la mer. Ayant pris un amant, elle voulut se débarrasser de son mari et le précipita à la mer du haut d'un rocher. Elle désigna le lieu du crime avec une grande précision.

    Grâce à ces indications, le prince Galitzin et le marquis de B... purent plus tard se rendre en Bretagne, dans les Côtes-du-Nord, séparément, et se livrer à deux enquêtes dont le résultat fut identique. Ayant questionné nombre de personnes, ils ne purent recueillir d'abord aucun rensei­gnement. Ils trouvèrent enfin de vieux paysans qui se rappelèrent avoir entendu raconter par leurs parents l'his­toire d'une jeune et belle châtelaine qui avait fait périr son époux en le précipitant à la mer. Tout ce que la pauvre femme de Hombourg avait dit dans l'état somnambuli­que fut reconnu exact.

    Le prince Galitzin à son retour en France, repassant à Hombourg, interrogea le commissaire de police au sujet de cette femme. Ce fonctionnaire lui déclara qu'elle était dépourvue de toute instruction, ne parlait qu'un vulgaire dialecte allemand et ne vivait que des mesquines res­sources d'une femme à soldat.

    Cette fois, l'amnésie en ce qui concerne le passé a si bien disparu pendant le sommeil somnambulique que la malheureuse femme a non seulement ressuscité son tragique passé, mais cela en employant la langue française dont elle ignorait le premier mot à l'état normal.1.

  2. Seite Welt: "Galitzin". In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 7. September 2013, 13:29 UTC. (Abgerufen: 6. Oktober 2013, 20:04 UTC)
  3. Autor: Daniel Keyes: Buch: B126.1.3 The minds of Billy Milligan. A true and terryfying journey into the mind of a multiple personality. (1995) London: Penguin books. ISBN 0-14-017266-1
  4. Autor: Morey Bernstein (aus dem Amerikanischen von Heinrich F. Gottwald): Buch: B117.13 Protokoll einer Wiedergeburt. Der weltbekannte Fall von Bridey Murphy: Der Mensch lebt nicht nur einmal. (1973) München: Knaur ISBN 3-426-04114-6
  5. Autor: Roy Stemman: Buch: B117.21 The Big Book of Reincarnation: Examining the Evidence that We Have All Lived Before.(01.05.2012) Hierophant Publishing ASIN: B0082ATEGG
  6. Autor: Stanislav Grof (aus dem Amerikanischen von Wolfgang Stifter): Buch: B140.1.1.1 Geburt, Tod und Transzendenz. Neue Dimensionen in der Psychologie. (1985) München: Kösel ISBN 3-466-34117-5
  7. Autor: Stanislav Grof: Buch: B140.1.1.4 Die Welt der Psyche. Neue Erkenntnisse aus Psychologie und Bewußtseinsforschung. (1993) München: Kösel Verlag ISBN 3-466-34298-8

Ein Text von Kersti Nebelsiek, Alte Wilhelmshäuser Str. 5, 34376 Immenhausen - Holzhausen, Tel.: 05673/1615, https://www.kersti.de/, Kersti_@gmx.de
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