erste Version: 12/2017
letzte Bearbeitung: 12/2017

Chronik des Aufstiegs: Die Pforten der Hölle - Seelengeschwister aus der Hölle

F976.

Wenn ich ans Telefon rankam, konnte ich einfach in der Bibliothek anrufen, alles mit der Leitung dort absprechen und im Zweifelsfall die Rechnung hierher schicken lassen

Vorgeschichte: F975. Kersti: D

Geron erzählt:
"Na warte!" dachte ich mir.

Die Planung der Aktion wurde etwas komplizierter. Nach Prag kommen war noch der einfache Teil, schließlich konnte ich reiten. Aber dort brauchte ich einen Rollstuhl, denn den konnte ich nicht auf das Pferd laden.

Die Lösung fiel mir erst am nächsten Tag ein. Das Telefon. Das war so ein Gerät, das mit Elektrizität funktionierte. Die alte Schule der weißen Ritter hatte weit weg von den größeren Städten gelegen, so daß es zu teuer gewesen wäre, eine Telefonleitung bis dorthin zu legen, aber da diese Burg nur etwa einen Tagesritt von Prag weg war, war es natürlich kein Problem gewesen, einen Telefonanschluß von der nächsten größeren Siedlung aus legen zu lassen.

Und das hieß, wenn ich ans Telefon rankam, konnte ich einfach in der Bibliothek anrufen, alles mit der Leitung der Bibliothek absprechen, was ich wollte und im Zweifelsfall die Rechnung hierher schicken lassen. Wenn sich die Kosten in vernünftigen Grenzen hielten, gäbe das zwar gemecker aber mehr auch nicht und es würde einfach bezahlt werden, denn bei dem Gemecker ging es ihnen sowieso nur um meine Gesundheit, die aus meiner Sicht nicht wirklich durch so einen Ritt gefährdet wurde. Und wenn ich schon mal dabei war, konnte ich auf diesem Wege vielleicht aus dafür sorgen, daß zumindest ein paar grundlegende medizinische Werke wie beispielsweise einen Anatomieatlas, ein Pharmazie-Lehrbuch und ein medizinisches Wörterbuch in den Bücherschrank kamen. Hier gab es doch ein Krankenhaus, es ging doch nicht an, daß es diese Bücher hier nicht gibt und die Ärzte wie im Mittelalter allles auswendig wissen mußten!

Dann wartete ich auf einen Augenblick, an dem das Telefon unbewacht war - ich fand heraus, daß das nur zwischen zwei und vier Uhr morgens sicher der Fall war. Tagsüber einen Zeitpunkt zu finden, wenn die Bibliothek offen hat, war dagegen schwierig. Ich brauchte einige Tage, bis ich eine Gelegenheit fand, wo die Sektretärin mal lang genug weg war. Dann rief ich in der Prager Universitätsbibliothek an, bat sie, mir einen Rollstuhl für die Zeit, wo ich dort wäre, zu besorgen und die fehlenden Bücher für die Bibliothek zu bestellen.

Der Rest war einfacher zu erledigen. Aus der Speisekammer holte ich Kartoffeln für eine Woche, Butter, Wurst und Speck. Aus dem Magazin nahm ich mir einen Schlafsack, Satteltaschen Kochgeschirr, Feldflasche, Eßbesteck und noch ein paar Kleinigkeiten, die mir praktisch erschienen.

Als alle zu Bett gegangen waren stand ich wieder auf und legte auf meinem Nachtisch lag einen vorbereiteten Brief, in dem stand, was ich vorhatte, wobei ich für die Reise aber etwas länger angab als ich tatsächlich dafür aufwenden würde. Ich fuhr mit dem Rollstuhl zum Stall und sattelte meinen Hengst für einen längeren Ritt. Als ich damit fertig war, war es fast Morgen.

Ich ritt hinaus in die Nacht, wo sich am östlichen Himmel die ersten Spuren der Dämmerung zu zeigen begannen.

Kersti

Fortsetzung:
F977. Kersti: D

Quelle

Erinnerung an ein eigenes früheres Leben.
V12. Kersti: Hauptfehlerquellen bei Erinnerungen an frühere Leben

EGI. Kersti: Erinnerungen aus diesem Leben, aus früheren Leben und aus feinstofflichen Welten
V231. Kersti: Frühere Leben von mir
FI17. Kersti: Inhalt: Erzengel Michaels Geheimdienst

Ein Text von Kersti Nebelsiek, Alte Wilhelmshäuser Str. 5, 34376 Immenhausen - Holzhausen, Tel.: 05673/1615, https://www.kersti.de/, Kersti_@gmx.de
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