erste Version: 9/2019
letzte Bearbeitung: 8/2025
Vorgeschichte:
F1434. Jack:
Wer rechnet schon damit, einem lebenden Dinosaurier zu begegnen
F2133. Jender LZB99-950-41:
Jedenfalls bestand Tom darauf, daß Jon dafür einen Doktortitel bekommen und dafür eine Prüfung bei ihm machen sollte
Jack erzählt:
Mir war eingefallen, wen ich noch zur Sekretärin befragen könnte. Die Krankenschwester, die mich damals vor Darrils Büro gefahren hatte, hatte öfter auch mal ein privates Gespräch mit mir geführt und auch als ich nicht mehr zu ihren Patienten zählte, Kontakt zu mir gehalten. Sie kannte sehr viele Menschen hier, da sie schon über zehn Jahre hier arbeitete. Ich wandte mich also an das Krankenhaus und fragte wo sie war. Sie kam dan auch gerade an, so daß ich mich für abends mit ihr verabreden konnte.
Unabhängig davon machte ich mit den Damen Gesprächstermine ab, um mir auch selber einen Eindruck zu verschaffen. Allerdings waren die Vorstellungsgespräche nicht sher erhellend, denn es waren einfach nur alles anständige und nette Frauen mit guten Bewerbungspapieren und der eindruck den sie auf mich machten, unterschied sich nicht sehr voneinander. Daher redete ich nachher mit der Krankenschwester, die eine sehr klare Präferenz hatte: Sie lebte mit einer der drei Frauen zusammen und hatte mit ihr daran gearbeitet, die Papiere der Patienten wieder in Ordnung zu bringen. Über die anderen beiden wüßte sie nichts, aber für ihre Freundin, die wie sie die Witwe eines gefallenen Soldaten sei, könne sie die Hand ins Feuer legen. Das Haus das diese beiden Frauen zusammen mit ihren inzwischen halbwüchsigen Kindern bewohnten, lag praktischerweise direkt neben meinem.
Dann ging ich zu Darril, um ihm Bescheid zu sagen, daß ich diese Frau nehmen würde. Darril meinte, er wüßte zwar, daß ich eigentlich keine Zeit hätte, aber er hätte ein Problem mit den Grauen. Kurz zusammengefaßt, war er der Ansicht, daß sie richtig angepißt waren, weil er so verwirrt über die außergewöhnliche Intelligenz meines schwarzen Freundes Jon gewesen sei und er wüßte nicht, wie er das wieder ausbügeln solle. Er wüßte aber, daß sie immer noch unzufrieden seien, denn sie hätten ihr Verhalten ihm gegenüber seither geändert.
Ich hörte mir an, wie er mir seine Schlußfolgerung erklärte und kam zu dem Schluß, daß er das Verhalten der Grauen viel zu oberflächlich interpretierte. Er würde sie nämlich nur besänftigen können, indem er seine Meinung über die durchschnittliche Intelligenz von Schwarzen änderte und dazu brauchte ich auf der Erde erstellte wissenschaftliche Literatur, die ihm bewies, daß diese Meinung falsch war. Ich konnte mir durchaus vorstellen, daß solche Literatur existierte, denn ich hielt diese Meinung für falsch. Allerdings kannte ich sie nicht und hatte auch nicht wirklich Zeit, danach zu suchen.
Nachdem ich eine Weile darüber nachgedacht hatte, ging ich zu meinem grauen Freund, erklärte ihm das Problem und daß ich der Ansicht war, daß ich irdische wissenschaftliche Literatur brauchte, die bewies, daß Schwarze genauso intelligent seinen wie Weiße, ob er da etwas wüßte. Der Graue wirkte amusiert und druckte mir augenblicklich eine längere Liste geeigneter Literatur aus. Es handelte sich um Bücher und wissenschaftliche Artikel, von denen einige gerade erst erschienen waren, andere aber schon Jahrhunderte alt waren.
Ich bedankte mich für den Rat, suchte das heraus, was hier vorrätig war, bestellte den Rest per Fernleihe und ging mit der Literatur, die ich sofort bekommen hatte, zu meinem Vorgesetzten, sobald ich mir einen groben Überblick verschafft hatte. Ich erklärte ihm, wenn er sich besser mit den Grauen verstehen wolle, müsse er sich mit der neueren Forschung zur Intelligenzgenese und zu der Diskussion, ob Anlage oder Umwelt die Hauptrolle dabei spielen, befassen. Dann empfahl ich ihm das eine Buch, das die Diskussion brauchbar zusammenzufassen schien und sagte, daß ich noch weitere Literatur hätte kommen lassen, um mich bei Gelegenheit damit zu befassen und eine Zusammenfassung zu erstellen.
Ich selbst griff mir drei möglichst unterschiedliche Bücher heraus und tat sie zu der Literatur, die ich bei Gelegenheit lesen wollte. Zuerst mußte ich mich aber genauer über das Verhältnis zwischen den Außeridischen und den Nazis informieren und suchte nach geeigneter Literatur dafür.
Ich stellte zunehmend fest, daß ich zu viele wichtige Recherchethemen hatte, um noch etwas nebenher zu lesen, das wirklich unwichtig war. Beispielsweise hatte ich mir feministische Literatur bestellt, weil ich von früher wußte, daß dort gut analysiert war, wie das Verhältnis zwischen öffentlich vertretenen Meinungen und Macht war1. und weil ich das brauchte, um die Grauen besser zu verstehen. Nicht, daß sie nicht auch versucht hatten, mir das zu erklären, aber die feministischen Bücher waren besser zu verstehen, weil sie von Menschen geschrieben waren, die nicht intelligenter waren als ich. Wenn ich Grundlagen hatte, konnte ich dann die Feinheiten besser einordnen, die die Grauen mir erklärten.
Fortsetzung:
F1429. Darrill:
Ich hatte den Verdacht, daß er seine völlig eigenen Vorstellungen hatte, wie die Politik der Vereinigten Staaten auszusehen hätte und entsprechend dieser Vorstellungen dieses Land zu regieren versuchte
Ein Text von Kersti Nebelsiek, Alte Wilhelmshäuser Str. 5,
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http://www.kersti.de/,
Kersti_@gmx.de
Da ich es leider nie schaffe, alle Mails zu beantworten, schon mal
im Voraus vielen Dank für all die netten Mails, die ich von
Lesern immer bekomme.
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