erste Version: 1/2021
letzte Bearbeitung: 1/2021

Chronik des Aufstiegs: Die Pforten der Hölle - Die Beschützer der Menschheit vor den Geistern der Verzweiflung

F1970.

Dirk kam zu mir und erzählte, daß Sandor Erinnerungen daran geträumt hatte, wie Gerons Leiche damals nach seinem Foltertod bei den Weißen Rittern aufgefunden worden war

Vorgeschichte: F1900. Dirk: Außerdem mußte ich mich um Sandor kümmern der plötzlich Alpträume von einer an den Stuhl genagelten Leiche hatte
F1893. Khar: Georg, sein Gepäck, ein Reitpferd und sein Lieblingshund waren plötzlich spurlos verschwunden

Khar erzählt:
Dirk kam zu mir und erzählte, daß Sandor Erinnerungen daran geträumt hatte, wie Gerons Leiche damals nach seinem Foltertod bei den Weißen Rittern aufgefunden worden war. Zu meinem Erstaunen fuhr er fort, daß er sich daraufhin Gerons Briefe von damals wieder vorgeknöpft hatte, um sie zu lesen. Er wäre aber nicht weit dabei gekommen, weil die ganzen Erinnerungen von damals wieder hochgekommen seien.

Ich fragte ihn, wie es eigentlich käme, daß er das jetzt plötzlich machen würde, obwohl ich mich die ganzen Jahre erfolglos bemüht hatte ihn so weit zu bringen und damit rein gar nicht bewirkt habe.
"Ich glaube es liegt daran, daß ich ihn als Georg wiedergesehen habe, und er war immer noch derselbe wie vor den Foltern. Gut, seine Geheimdienstgeschichte war schon ganz schön schräg, aber im Großen und Ganzen ist er doch derselbe geblieben, trotz all der furchtbaren Dinge, die sie im Leben davor mit ihm angestellt haben, als sie ihn zu Tode gefoltert haben. Irgendwie hat das bewirkt, daß ich nicht mehr so das Gefühl habe, daß alles vorbei ist."
Ja, das kannte ich. Meine Gedanken wanderten zurück zu dem Zeitpunkt, als ich zu den Weißen Rittern gerufen worden war, weil Geron angeblich von Dämonen angegriffen worden war. Wie das immer so ist, stellte sich bei genauem Hinsehen heraus, das alles ganz anders war als die Leute so geglaubt hatten. Die angeblich so schlimmen Dämonen hatten sich gezeigt, weil der sowieso schon durch einen Bombenanschlag, der mit einem magischen Angriff gekoppelt war, schwer verletzte Geron durch einen verdrängten Anteil von seinem erwachsenen Mentor Igor angegriffen worden war. Ich habe diesen verdrängten Anteil bei Igors heutiger Inkarnation Sandor noch nicht entdecken können, aber das mußte nichts heißen, denn ich hatte auch nicht davon gehört, daß er ihn im damaligen oder jetzigen Leben integriert hätte. Und er hatte Geron noch einmal angegriffen, als es ihm schlecht ging, diesmal mit dem Ergebnis einer Kopfverletzung. Jedenfalls würde ich Sandor nicht ohne Aufsicht zu Georg lassen, wenn er krank ist. Die beiden sind zwar befreundet, aber ich weiß eben nicht, ob das Problem mit dem bösartigen abgespaltenen Persönlichkeitsanteil inzwischen gelöst ist.

Durch diese ganzen Verfolgungen kriegen wir zu viel ab und dann hat man zusätzlich zu den äußeren Angriffen auch noch mit solchen Problemen zu kämpfen, die man irgendwie lösen muß, ohne alles noch zu verschlimmern.

Ich erzählte Dirk, daß ich bevor ich ihn, Mira und Geron kennengelernt hatte, eine zwar einigermaßen friedliche Zeit erlebt hatte, bei der ich abr das Gefühl gehabt hatte, das Licht wäre aus er Welt verschwunden gewesen, weil die Menschen die ich am liebsten gehabt hatte, tot waren. Und irgendwie hatte ich den Kummer von damals auch erst aufgearbeitet, als ich meine toten Geschwister als Mira und Geron und meinen toten Lehrer, der im Leben davor mein Sohn gewesen war, als Dirk wiedergefunden hatte.

Kersti

Fortsetzung:
F1901. Dirk: Man kann sagen, daß ich meine freie Zeit zwichen Mirkos Fischen und Foltererinnerungen aufteilte
F1895. Khar: Seit Georg weg ist, ist es hier friedlich und langweilig. Georg scheint dagegen seine Mörder mitgenommen zu haben