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Fit mit Fett Strunz, Dr. Ulrich & Jopp, Andreas 2002, München: Heyne ISBN 3-453-86154-X
Verweise:VA13.VA17. VA41. VA57. VA64. VA66. VA67. VA69. VA71. VA72. VB1. VB18. VB23. VB24. VB29. SonstigesVA49. |
Dieses Buch zählt zu den Büchern, zu denen ich eine eher
zwiespältige Einstellung habe. Beghinnen tut es mit der Aufmachung -
wenn ich es nicht ausdrücklich empfohlen bekommen hätte,
hätte ich es nie gekauft, denn die Aufmachung erinnerte mich an eine
Werbebroschüre - und dergleichen kann ich zum Tod nicht ausstehen. Dann habe ich es gelesen und war erstaunt, wie viele interessante Forschungsergebnisse dort gesammelt wurden. - Wenn sie auch nahezu ausschließlich sehr neu waren. Auch ein Literaturverzeichnis und ein Stichwortverzeichnis sind vorhanden. Und die Angaben sind so aufgebaut, daß man sie leicht zur Umsetzung in der eigenen Ernährung verwenden kann. Andererseits scheinen die Autoren aber das Nachdenken über die von ihnen wiedergegebenen Fakten dem Leser überlassen zu wollen. So steht dort beispielsweise auf S.25, daß Wildtiere allgemein weniger Fett enthalten als Haustiere und daß Fett von Wildtieren nur halb so viel gesättigte Fette und wesentlich mehr ungesöättigte Fette enthält. Auf S. 30 steht außerdem, daß das Verhältnis zwischen Omega-3-Fetten und Omega-6-Fetten im Fleisch der Wildtiere günstiger sei - und all das, weil sie überwiegend von frischen, grünen Pflanzen lebten und nicht mit Getreide gefüttert wurden. Man sollte annehmen, daß daraufhin empfohlen würde, daß man nur Wildfleisch und Fleisch von Tieren essen solle, die auf der Weide gehalten wurden. Nichts dergleichen. Stattdessen wird ausdrücklich gesagt, daß nicht nachgewiesen sei, daß Bio-Produkte besser seien, als konventionelle Produkte. Zum einen stimmt das so nicht (V2., VA41.) - zum anderen gehe ich davon aus, daß es wenn nicht von Biobauernverbänden sondern von Lebensmittelfabrikanten untersucht wurde, die ein Interesse daran haben, zu beweisen, daß es keinen Unterschied gibt - und wenn man die Produkte entsprechend auswählt, findet man natürlich ein paar der schlechtesten Bioprodukte, die schlechter sind als die besten konventionellen Produkte.
Dann wurden in Butter 5% Transfette nachgewiesen und daraus abgeleitet,
daß butter ungesund sei. Diese Schlußfolgerung stimmt nicht,
denn die Transfette (=Fette mit spiegelbildlich aufgebauten
fettsöäuren) der Butter sind natürlich und werden von
Menschen seit generatiopnen, von Wiederkäuern jedoch schon so lange
es diese Tiere gibt schadlos verkraftet, wärend die künstlichen
Transfettsäuren aus gehärteten Fetten - es handelt sich nicht um
dieselben Fettsäuren - in der Natur so nicht vorkommen und deshalb
von der Natur auch keine Enzyme entwickelt wurden, um sie abzubauen. Außerdem kann ich nur sagen, daß die Autoren, abegesehen vom Bereich der Transfette, von Ernährung keine große Ahnung haben.
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Ein Text von Kersti Nebelsiek, Alte Wilhelmshäuser Str. 5, 34376 Immenhausen - Holzhausen, Tel.: 05673/1615,
Internetseite: http://www.uni-kassel.de/~nebelsie/
Ich freue mich über jede Art von Rückmeldung, Kritik, Hinweise auf interessante Internetseiten und beantworte Briefe, soweit es meine Zeit erlaubt.