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Erste Version: 3/2011

Zeittafel: Gefallene Engel - Wald der Nacht, Wald des Tages

FF101.

Heile die Feinde

Baphomeds Wald erzählt:
Eigentlich hatte ich die in meinen Wurzeln gefangenen Feinde nur deshalb so intensiv in den Augen behalten, damit ich Ausbruchsversuche und Angriffspläne rechtzeitig bemerke. Doch da ich sie miteinander reden ließ und sie dabei belauschte, lernte ich sie automatish kennen. Sie waren Krieger, wie ich Krieger war und obgleich sie oft davon redeten, wie sehr sie mich haßten, konnte ich ihnen das nicht ernsthaft übel nehmen, denn das war meiner eigenen Art zu denken und zu fühlen zu ähnlich.

Zu den Gefangenen zwischen meinen Wurzeln wurde ich freundlicher. Ich gestand ihnen eigene Zimmer zu, in denen sie sich frei bewegen durften, so lange sie nur da blieben. Leider waren sie durch die Kriege, in denen sie schon gekämpft hatten, so schwer geschädigt, daß sie sich gegenseitig auffraßen, wenn man zwei von ihnen in ein Zimmer ließ, so daß ich sie in Einzelhaft halten mußte.

Dann fiel mir auf, daß wenn ich freundliche Gefühle für Wesen entwickeln konnte, die mir Schlimmes angetan hatten, dann konnten diese Wesen das auch für mich. Es würde gar nicht so schwer sein, dachte ich. Wenn man sie heilt, würden sie sicherlich genauso merken, daß ich ihnen ähnlicher bin, als sie immer dachten und darauf reagieren. Und ich konnte ja zuerst mit kleinen Anteilen experimentieren, die mir sowieso nicht gefährlich werden konnten.

Ich versuchte bei der Gruppenseele Heiler für diese Experimente anzufordern, erhielt aber eine Absage. Da die anderen Teile der Gruppenseele nicht zu überzeugen waren, daß diese Heilungen nötig sind, gliederte ich selber Heiler aus. Diese Heiler waren durchweg vorher Krieger gewesen, von denen alle im Kampf schwer verletzt worden waren und immer noch einige körperliche und psychische Schäden davon hatten. Die ersten Heiler zählten zu Asklepios und waren ursprünglich Kriegsdämonen von pferdeählicher Gestalt gewesen.

Und in so einem Fall ist theoretisch einsehen, daß eine anständige Behandlung des Feindes notwendig ist und praktisch danach handeln leider nicht dasselbe. Anfangs endete jeder Versuch, unsere Kriegsgefangenen zu heilen, mit einen Wutanfall des Heilers. Besser wurde das erst, als wir die Regel einführten, daß jeder von uns den Schaden, den er Feinden zufügt, persönlich heilen muß. Wenn er sich von einem Fachmann helfen läßt, muß er diesem zum Ausgleich an anderer Stelle helfen. Es wirkt sehr erzieherisch, wenn man bei jedem Wutanfall die ganze Arbeit vor Augen hat, die nötig ist, um das wieder in Ordnung zu bringen.

Wir hatten schließlich unsere Wut so weit im Griff, daß der Versuch zu heilen inzwischen normalerweise tatsächlich in einer Heilung endete. Die geheilten Satan-Anteile wurden dadurch tatsächlich viel kooperativer und hielten unseren Ansatz für gut. Doch das würde nicht reichen. Unsere Kriegsgefangenen mochten uns zwar inzwischen und versuchten ihre Vorgesetzten zu überzeugen, daß ein echter Frieden mit uns möglich und sinnvoll wäre - doch sie hatten damit genau so wenig Erfolg, wie wir das mit unserer Gruppenseele hatten.

In derselben Zeit meldete sich auch Ahriman wieder und fragte an, ob ich, wenn ich Satane heile, nicht auch ihn heilen kann. Ich schämte mich, denn ich hatte ganz vergessen, daß es ihn gab. Selbstverständlich lud ich ihn ein, hochzukommen und die Fenrire bestanden darauf, daß sie ihn heilen würden.
FF150. Kersti: Ahriman: Als ich wieder erwachte fühlte ich mich viel besser und irgendwie weicher als vorher

Ich bat Ahriman, ein Auge auf die Staubebenen zu haben und dort alles zu heilen, was drohte aufzuwachen. Das tat er bereitwillig.
FF113. Kersti: Die Engel, die wir heilten, integrierten sich zu Erzengel Michael
Überhaupt schien er alles machen zu wollen und einzusehen, um was wir ihn baten.

Kersti


FF99. Kersti: Folgendes: Lo'kis Bericht
FF98. Kersti: Voriges: Laubwaldzeiten
FFI11. Kersti: Inhalt: Wald der Nacht, Wald des Tages
FFI. Kersti: Inhalt: Gefallene Engel
V4. Kersti: Merkwürdige Erfahrungen
EGI. Kersti: Kurzgeschichten
V231. Kersti: Frühere Leben von mir
Z51. Kersti: Erinnerungen an frühere Leben
V12. Kersti: Hauptfehlerquellen bei Erinnerungen an frühere Leben

Ein Text von Kersti Nebelsiek, Alte Wilhelmshäuser Str. 5, 34376 Immenhausen - Holzhausen, Tel.: 05673/1615, https://www.kersti.de/, Kersti_@gmx.de
Da ich es leider nie schaffe, alle Mails zu beantworten, schon mal im voraus vielen Dank für all die netten Mails, die ich von Lesern immer bekomme.