erste Version: 1/2019
letzte Bearbeitung: 1/2019

Chronik des Aufstiegs: Die Pforten der Hölle - Die Beschützer der Menschheit vor den Geistern der Verzweiflung

F1200.

Riko zu erklären, wie man so etwas behandelt und wo es herkommt, war natürlich schwieriger, denn ihm fehlte dazu eine ganze Menge Grundlagenwissen sowohl über spirituelle Dinge als auch über Psychologie und erst recht wo beides zusammenkam

Vorgeschichte: F1199. Riko: "Und der Junge ist ein Heiliger." sagte sie in einem verehrenden Tonfall, den ich gar nicht von ihr kannte

Khar erzählt:
Der erste Tag war sehr anstrengend gewesen, weil ich mich neben der Konferenz auch mit um die schwersten feinstofflichen Verletzungen kümmern müssen. Ich war nicht der einzige der das getan hat, aber ich konnte halt eine ganze Reihe Heiler rufen, und die Heiler die die anderen rufen konnten waren eben andere als die die ich rufen konnte, so daß es wichtig war daß möglichst von jeder Gruppenseele einer drüberguckt.

Ich ging auch am zweiten Tag zuerst zu meinen Geschwistern und war fest überzeugt, daß sie das nicht überleben konnten. Irgendjemand von ihrer feinstofflichen Mannschaft hatte en System an Umleitungen gebaut, um den Körper mit feinstofflichen Energien zu versorgen, aber ich glaubte nicht, daß das reichen würde, denn von der Aura waren bei beiden nur noch schwarze verkohlte Fetzen übrig. Trotzdem versuchte ich das zu heilen, sah aber kaum einer Erfolg meiner Arbeit. Auch die anderen Heiler versuchten sich daran und es war kaum etwas von ihren Bemühungen zu erkennen.

Die anderen feinstofflichen Verletzungen waren nicht ganz so extrem.

Zu den am schwersten Verletzten zählte Rios, bei dem der Riss auf der rechten Seite noch einmal durch einen der Blitze getroffen worden war. Diesmal sah es noch wesentlich schlimmer aus und ich war mir zunächst nicht sicher gewesen, ob er das überleben konnte. Aber am zweiten Tag wachte er auf beschwerte sich über fürchterliche Kopfschmerzen und wollte dann wissen, ob wir in Sicherheit waren. Da konnte ich ihn glücklicherweise beruhigen und es war auch nach unserer Ankunft hier kein feinstofflicher Angriff in unsere Richtung gegangen, so daß wir hoffen konnten, daß sie nicht wußten, daß wir hierher geflohen waren.

Khiris war nach unserer Ankunft zunächst nicht wieder aufgewacht, so daß ich auch hier nachgesehen habe, woran es liegt und wir dann letztlich mit zwölf Leuten dran arbeiten mußten, das aufzulösen, was ihn am Betreten des Körpers hinderte. Er hatte offensichtlich einige dämonische Anteile integriert, jedenfalls kamen bei unserem Gespräch bei seinem ersten richtigen Aufwachen von ihm einige komische Bemerkungen, von denen ich eigentlich gedacht hatte, daß er darüber schon hinaus wäre. Er erzählte auch, daß er einen Exorzismus abbekommen hatte und noch nicht alle seine Anteile wiedergefunden hatte und ich half ihm bei der Suche. Er erzählte mir, daß ihm das furchtbare Angst gemacht hatte, wieder für ewige Zeiten in den Höllen gefangen zu sein und keine Liebe mehr fühlen zu können, aber ich hätte ihn ja wieder gerettet. Trotzdem war er nicht mehr derselbe wie vorher und es kamen wieder sehr viel mehr komische Bemerkungen als noch vor kurzem.

Außerdem hatte ich natürlich mal wieder jeden Tag zwei mal zwei Stunden magische Wache und ich mußte mehrere Leute einweihen, damit wir in absehbarer Zeit wieder auf eine magische Wache pro Tag zurückgehen konnten.

Am zweiten Tag traf ich mich beim Abendessen mit Ehon und mit Riko, dem Leiter des hiesigen Standortes. Zu dem Zeitpunkt hatten wir auch alles, was man nicht einfach aufschieben kann, so weit gemacht, so daß ich danach früher ins Bett gehen konnte als am Vortag. Natürlich würden wir auch die Tage danach immer noch sehr viel zu tun haben, aber es war auch nicht mehr als die letzten Jahre und ich glaubte, daß das so wie wir die Leute verteilt hatten, auch funktionieren kann.

Riko war immer noch damit beschäftigt, daß Jana offensichtlich nicht in der Lage war, zu begreifen, was der Unterschied zwischen jemandem beibringen, wie man eine Station leitet und sie selber leiten ist. Das war unseren Heilern schon beim ersten Kontakt aufgefallen und wir hatten uns darüber unterhalten, wie sehr sie uns an Miriam erinnert. Genau das war auch der Grund, warum wir es im Augenblick nicht auf eine Konfrontation ankommen lassen wollten: Wir konnten es wirklich nicht gebrauchen, daß sie möglicherweise auch noch anfängt darüber zu reden, daß man sie in eine Häckselmaschine werfen könnte oder so ähnlich. Also haben wir sie das machen lassen, was sie konnte und alles, was sie nicht versteht, außerhalb ihrer Sicht gehalten. Ich erzählte Riko also von Miriam und erklärte ihm, daß ein Mensch der so vernagelt ist, das oft ist, weil er eine verborgene seelische Verletzung hat und daß wir sie im Augenblick nicht ausreichend betreuen könnten, wenn das jetzt voll durchbrechen würde. Daher würden wir sie nicht mit dem Problem konfrontieren wollen, bis es wieder so ruhig ist, daß wir die Leute haben, um uns notfalls rund um die Uhr um sie kümmern zu können.

Miriam hatte die Flucht übrigens besser verkraftet, als ich befürchtet hatte. Sie war zwar am ersten Tag danach wieder völlig desorientiert gewesen, jetzt aber ging es ihr wieder viel besser und sie war den ganzen Tag so weit orientiert, daß Anna sie gefragt hat, ob sie die Kinder nicht wie früher zu einer Vorleserunde einladen wolle. Das hatten sie dann auch getan und Anna hatte als Test, wie gut das Thema aufgearbeitet war, einen der hochbegabten Dreijährigen gebeten, zu kommen und auffällig ein Buch mitzunehmen, was für viel ältere Menschen gedacht ist. Miriam hatte das Buch angesehen und über irgendetwas gelächelt aber nichts gesagt. Miriam sagte danach zu Anna, ihr wäre als sie das gesehen hätte klar geworden, daß sie, wenn sie früher so etwas gesehen hat, immer Angst bekommen hat, weil die Erinnerungen an eine technische Kultur fast hochgekommen waren, in der immer ein bestimmter Anteil der dümmeren Kinder ausgesiebt und getötet worden waren, weil man intelligente Menschen züchten wollte. Deshalb hatte sie jedes intelligente Kind als Bedrohung wahrgenommen, ohne selbst zu merken, wie irrational das war. Aber letztlich seien das ja nur Erinnerungen und die Gefahren dieses Lebens seien ganz andere.

Riko zu erklären, wie man so etwas behandelt und wo es herkommt, war natürlich schwieriger, denn ihm fehlte dazu eine ganze Menge Grundlagenwissen sowohl über spirituelle Dinge als auch über Psychologie und erst recht wo beides zusammenkam. Reinkarnation war für ihn gerade mal eine Theorie, von der er flüchtig gehört hatte. Er wußte gar nicht, daß es Menschen gibt, die sich erinnern können, was sie in früheren Leben gemacht haben. Er wußte auch nicht daß sein Schutzengel ein kleiner Michaelanteil war, der ihn sehr mochte. Komischerweise tat er aber trotzdem manchmal, was sein Schutzengel sagte und wenn man ihn fragte, warum er das getan hatte, meinte er er hätte so eine Idee gehabt. Man kann also nicht sagen, daß er es gar nicht mitbekommt.

Es ist ein bißchen so daß er die Antwort auf ganz viele Dinge gerne heute hätte, obwohl man doch immer einige Jahre braucht, um so grundsätzlich neue Weltbilder zu verstehen.

Kersti

Fortsetzung:
F1201. Riko: "Wissen sie, wenn man sich an so etwas erinnert, fühlt man sich wieder wie der Erwachsene, der das erlebt hat." erklärte Khar