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O5: Kersti: Inseltheorie: Zuwanderung, Aussterben und Evolution auf Inseln, OI5.

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O5.30

Der Einfluß des Menschen auf Ökosysteme und die dazu gehörigen Tiere

In meiner Schulzeit (bis 1990) wurde uns das Bild vermittelt, daß wir Menschen heute Gefahr laufen, die Umwelt zu zerstören indem sie zu viele Arten ausrotten und unsere Ökosysteme auch direkt mit unseren technischen Möglichkeiten bedrohen indem wir sie vergiften, das Gleichgewicht zwischen Aufbau und Abbau von Biomasse durcheinanderbringen und durch unsere Landwirtschaftlichen Praktiken die Erosion begünstigen. Bis zum Ende des Mittelalters, so glaubte man, sei der Mensch aber eher harmlos gewesen. Es besteht wohl kein Zweifel, daß wir Menschen immer gefährlicher werden, weil wir durch unsere Technik immer mehr Macht erlangen.

Inhalt

O5.30.1 Kersti: Der Einfluß von Menschen auf Inselökosysteme
O5.30.2 Kersti: Die Blitzkrieghypothese zur Ausrottung der großen Pflanzenfesser beim Eintreffen des Menschen auf den Kontinenten
O5.30. Kersti: Text
O5.30 Kersti: Quellen

 
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1. Einfluß von Menschen auf Inselökosysteme

Auf den Pazifischen Inseln haben die sie auf jeder neu besiedelten Insel, die Hälfte bis zwei Drittel der vorhandenen Arten entweder direkt durch Jagd oder indirekt über eine Veränderung der Landschaft und durch eingeschleppte Tiere ausgerottet.3., 4.

 
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2. Die Ausrottung der großen Pflanzenfesser durch Menschen auf den Kontinenten

 
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2.2 Nachgewiesenes Aussterben durch Menschen

Beim ausgestorbene Steppenbison ist anzunehmen daß der Mensch zu seinem Aussterben beigetragen hat, denn ein hoher Anteil (27%) der späteiszeitlichen Mammutfundstätten sind Plätze, an denen Menschen Mammuthe getötet haben.10., 11.

 
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Blitzkrieghypothese

Gegen Ende des Pleistozäns starben ungefähr gleichzeitig mit dem Eintreffen der Menschen viele große Säuger in Europa, Asien, Amerika und Australien aus. Daher wurde zuerst 1950 durch Paul S. Martin vermutet, daß die Menschen auch die Ursache für diese Aussterbewelle gewesen seien.5.

 
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Der Mensch als letzter Sargnagel für sowieso bedrohte Arten

 
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Die meisten der ausgestorbenen Arten sind nicht nachweisbar bejagt worden

Unter den überlebenden wie unter den ausgestorbenen Arten fanden sich welche, die nachweislich gejagt wurden und andere von denen nie Überreste oder bearbeitete Überreste wie Knochen-, Horn- oder Geweihstücke in den Abfallgruben von Menschen gefunden wurden.7.

Die meisten ausgestorbenen Arten in Eurasien lebten nördlich des Verbreitungsgebiets des Menschen und wurden von diesen nicht erkennbar bejagt. Sie starben offensichtlich hauptsächlich aus, weil ihr Verbreitungsgebiet durch eine Änderung des Klimas zunehmend eingeschränkt wurde.10.

 
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Megaloceros giganteus, ein Riesenhirsch

Das Verbreitungsgebiet des Riesenhirsches Megaloceros giganteus erstreckte sich in der letzten Eiszeit über die mittleren Breitengrade Eurasiens von Irland bis zum Baikalsee.8.

Für Irland wurde untersucht aus welchen Gründen er in Irland ausgestorben ist. Für ausgestorbene Arten wurde teilweise nachgewiesen, daß die Tiere, die zuletzt gelebt hatten, kleiner waren, schlechter ausgebildete Geweihe hatten und jünger, nämlich in ihren besten Jahren, gestorben waren. Gleichzeitig zeigten die mit diesen Tieren abgelagerten Pflanzenpollen, daß nährstoffreiche Pflanzen seltener geworden sind.

 
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Moschusochse

 
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Klimawechsel und Aussterben

 
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Für diverse Arten wurde nachgewiesen, daß sie ihm Rahmen dieser Aussterbewelle vor Eintreffen des Menschen ausgestorben sind

Die Plätze an denen die Überreste der ausgestorbenen Arten gefunden wurden, lagen weiter nördlich als die Ablagerungen gleichzeitiger menschlicher Besiedlungen. Daher ist anzunehmen, daß die damaligen Jäger- und Sammler der Steinzeit in ihrer Lebensweise noch nicht so gut an Kälte angepaßt waren, wie diejenigen Indianer, Lappen und Eskimos die heute als Jäger und Sammler nördlich des Polarkreises leben. Der Lebensraum der ausgestorbenen Arten wurde, wie man das an der Verteilung der Pflanzenpollen in den Ablagerungen ablesen kann, nachgewiesenermaßen aufgrund von Klimaänderungen kleiner. Dagegen wurde der Lebensraum des noch nicht gut an Kälte angepaßten Steinzeitmenschen aufgrund derselben Klimaänderungen größer.

 
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Anpassung an den Räuber: Kontinente sind anders als Inseln.

Auf Inseln lebenden Tieren fehlen oft wesentliche Verteidigungsmechanismen gegen Freßfeinde, weil sie auf diesen Inseln keine hatten.
O5.1 3.2.4.1.1 Landleguane der Galapagosinseln können ihren Schwanz nicht abwerfen
O5.4 Tiere mit eingeschränktem Fluchtinstinkt
O5.8 Flugunfähige Inselvögel
O5.15 Riesenschildkröten der Marianen fast ohne Schild
Sie werden dann innerhalb von kürzester Zeit durch eingewanderte Menschen oder durch von ihnen eingeschleppte Freßfeinde ausgerottet.

Einerseits ist der Mensch ein völlig neuer Typ Freßfeind, der Tiere wie den Mammut jagen kann, die bisher keine natürlichen Feinde hatten, sobald sie erwachsen geworden sind. Das macht unzweifelhaft Anpassungen erforderlich, die bisher so nicht nötig waren.

Andererseits gibt es doch einige Unterschiede zwischen Inselökosystemen und den Ökosystemen von Kontinenten.

Es gibt auch in Gebieten, wo schon lange Menschen leben, keine Anpassung an Freßfeinde, die sich ausschließlich auf Menschen beziehen. Der Mensch wird also von seiner Jagdbeute als ein besonders gefährliches Raubtier eingeordnet, nicht jedoch als eigene Klasse. Dies reicht für große Pflanzenfresser wie Hirsche, Bisons, Schafe, Gazellen, Känguruhs und Zebras bis heute, um zu überleben. Daher sollte es auch für die ausgestorbenen prähistorischen Arten gereicht haben.6.,

 
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Quellen

Kersti

O5: Kersti: Inseltheorie: Zuwanderung, Aussterben und Evolution auf Inseln, OI5.

Ein Text von Kersti Nebelsiek, Alte Wilhelmshäuser Str. 5, 34376 Immenhausen - Holzhausen, Tel.: 05673/1615, https://www.kersti.de/, Kersti_@gmx.de
Da ich es leider nie schaffe, alle Mails zu beantworten, schon mal im voraus vielen Dank für all die netten Mails, die ich von Lesern immer bekomme.