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VA64.

Die Sache mit dem Salz

Bei einigen Ernährungsformen wird empfohlen, daß man ganz auf Salz (=Natriumchlorid) verzichten solle. Gerade die Gerson- Therapie, eine der erfolgreichsten Ernährungstherapien bei Krebs, ist so aufgebaut, daß sogar die Nahrungsmittel so gewählt werden sollen, daß möglichst wenig Natrium (ein Hauptbestandteil des Kochsalzes) und möglichst viel Kalium darin enthalten sein soll (B7.). Auch Bircher empfiehlt in seinen Büchern immer wieder salzarme Kost (B11.).

Wenn man allerdings bedenkt, daß wir auf der Zunge Geschmacksknospen haben, die auf den salzigen Geschmack spezialisiert sind, erscheint es äußerst merkwürdig, daß Menschen nicht fähig sein sollen, ihren Salzbedarf - unter natürlichen Bedingungen - selbst zu erspüren. Und bei mir zeigt sich da, daß ich bei mineralarmen Wasser - beispielsweise in den Alpen - innerhalb von ein paar Tagen einen regelrechten Salzhunger entwickele und anfange Salz pur zu essen.

Wer jemals natürliches Salz probiert hat, weiß, daß es normalerweise irgendwie nach Sand schmeckt. - Also eine ganze Reihe anderer Mineralstoffen enthält. Nahezu reines Natriumchlorit, wie man es heutzutage als Salz im Geschäft kaufen kann, gibt es in der Natur nicht.

Es gibt einige Bücher, die ein einzelnes Mineral oder Spurenelement als das Heilmittel für eine ganze Reihe Krankheiten empfehlen (z.B.B90., Magnesium; B108., Selen). Da sich die Listen, wogegen das betreffende Mineral helfen soll jedoch überschneiden, handelt es sich wohl offensichlich nicht um den Mangel an einem einzigen Mineral, sondern um ein generelles Ungleichgewicht im Mineralhaushalt. Manche Mineralien stehen im Übermaß zur Verfügung wie Salz (NaCl) und die Hauptbestandteile der Kunstdünger
Siehe: VA41. Kersti: Düngung als Krankheitsursache
die anderen stehen in zu geringer Menge zur Verfügung.

Unser raffiniertes (=gereinigtes) Speisesalz als nahezu reines Natriumchlorid ist zweifellos eine Mitursache dieses Ungleichgewichtes. - Aber nicht weil es zu viel Natriumchlorid enthält, sondern weil es zu wenig andere Mineralien enthält. Deshalb ist es sinnvoll zum Kochen Salz mit natürlichem Mineralgehalt zu nehmen wie beispielsweise Meersalz.

Kersti

VA13. Kersti: Rheuma, Arthritis, Gicht
VA17. Kersti: Einzelne Heilmethoden
VA20. Kersti: Warum manche Ärzte explodieren, wenn sie von Naturheilkunde hören
VA41. Kersti: Düngung als Krankheitsursache
VA43. Kersti: Randomisierte Doppelblindstudien - braucht man noch andere Methoden in der Medizin?
VA56. Kersti: Ist Homöopathie Wirkung ohne Wirkstoff?
VA57. Kersti: Macht Kalorienzählen Sinn?
VB1. Kersti: Gesunde Ernährung - zu umständlich?
VB8. Kersti: Verwirrung um Säuren-Basen Haushalt
VB18. Kersti: Eiweißüberernährung, Ursache vieler Zivilisationskrankheiten
VB23. Kersti: Nicht Fett macht fett
VB24. Kersti: Nur Wasser ist ein Getränk
VB29. Kersti: Essen als Sucht
VB31. Kersti: Medizin - Religion oder Wissenschaft?
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Ein Text von Kersti Nebelsiek, Alte Wilhelmshäuser Str. 5, 34376 Immenhausen - Holzhausen, Tel.: 05673/1615, http://www.kersti.de/ ; Kersti_@gmx.de
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