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erste Version vor: 12/2003
letzte Überarbeitung: 1/2012

VA99.

Wann man keine Familienaufstellung machen sollte

Inhalt

VA99.1 Kersti: Wie ich zu Hellingers Familienaufstellungen kam
VA99.2 Kersti: Familienstellen: Die Methode
VA99.3 Kersti: Man sollte bei Familienaufstellungen gesund und ausgeruht sein
VA99. Kersti: Quellen

 
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Wie ich zu Hellingers Familienaufstellungen kam

V223. Kersti: Option - was mir einmal sehr geholfen hat
Vor einigen Jahren überlegten wir, ein zweites Option-Seminar zu veranstalten, wie wir das zuvor schon einmal getan hatten. Als wir uns jedoch an unsere Seminarleiterin wandten, und sie fragten, ob sie sich vorstellen könnte, noch einmal ein Option-Seminar mit uns zu machen, sagte sie, nein, sie hätte jetzt eine neue Methode gefunden, die sie so faszinierend fände, daß sie im Augenblick nur noch das machen wolle. Es handele sich um Familienaufstellungen nach Bert Hellinger. Also machten wir am Ende mit ihr Familienaufstellungen nach Bert Hellinger. Und es war tatsächlich eine so faszinierende Methode, wie sie behauptet hatte.

 
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Familienstellen: Die Methode

Wenn man behauptet, Hellinger würde psychotherapeutisch arbeiten, so ist das falsch. Hellinger arbeitet nicht psychotherapeutisch sondern magisch. Inwieweit ihm das bewußt ist, weiß ich nicht.

Am Anfang einer Aufstellung wird derjenige, dessen Familie aufgestellt wird nach seiner Familie gefragt und soll für jedes Mitglied seiner Kernfamilise - Eltern Geschwister, Ehepartner und Kinder - einen Stellvertreter wählen. Als nächstes wird er aufgefordert, diese seinem Gefühl entsprechend im Raum aufzustellen.

Merkt der Leiter der Aufstellung, daß der Aufstellenede dabei nachdenkt, weist er ihn darauf hin, daß er nicht nachdenken sondern nach seinem Gefühl handeln soll. Dieses "nicht nachdenken sollen" gilt für das Aufstellen selbst - nach der Familienaufstellung ist es natürlich richtig und wichtig über das Erlebte nachzudenken. Wenn man aber sein Unterbewußtsein fragt, wie es die Familie sieht, sollte man ihm bei seiner Antwort nicht dazwischenquatschen, sondern es zuerst ausreden lassen. Sonst bekommt man eben keine Antwort.

Als nächstes werden die aufgestellten Personen gefragt, wie sie sich an ihrer Position fühlen. Die Gefühle, die hierbei geäußert werden, sind überraschend heftig - und beschreiben Eigenarten und Gefühlslagen der Familienmitglieder, von denen die Stellvertreter sehr oft nichts wissen konnten.

Dieses Phänomen geht auf etwas zurück, das in der Esoterik als Resonanz bezeichnet wird, sich aber deutlich von dem unterscheidet was die Physik als Resonanz bezeichnet. Dadurch daß die Familie dem Gefühl des Aufstellenden entsprechend aufgestellt wird, wird eines Resonanz zur wirklichen Familie hergestellt, über die die Stimmungen und teilweise auch Gedanken der Familie auf die aufgestellten Personen wirken können.

Der nächste Teil der Aufstellung besteht darin daß man Schritt für Schritt im Gespräch mit den Stellvertretern für die Familienmitglieder nach einer Aufstellung sucht, in der alle beteiligten Personen sich wohl fühlen. Sobald diese Aufstellung gefunden ist, nimmt die aufstellende Person den Platz ein, den vorher ihr Stellvertreter inne hat und läßt das Ergebnis der Aufstellung auf sich wirken.

Über dieselbe Verbindung, die die Gefühle der Familie in die Stellvertreter übertragen hat, wirkt die gefundene Lösung auch als Lösungsvorschlag in die Familie zurück.

 
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Man sollte bei Familienaufstellungen gesund und ausgeruht sein

Ähnlich wie beim Channeln setzen sich die aufgestellten Personen intensiven fremden Gefühlen aus und wenn man es zu häufig macht, kann das aufgestellt werden aus demselben Grund schädlich sein, wie das beim Channeln der Fall ist. Der menschliche Körper ist nicht dazu ausgelegt die Gefühle von mehr als einer Person zu tragen und geht davon kaputt, wenn man ihr zu häufig zu heftigen Stimmungsschwankungen aussetzt.

So, wie Familienaufstellungen üblicherweise gehandhabt werden, dürften aber die Vorteile die Nachteile überwiegen: Innerhalb von einem Wochenende stellt der Betroffene seine eigene Familie auf und ist für vielleicht zehn andere Teilnehmer Stellverteter in der Familienaufstellung. Danach nimmt man gewöhnlich jahrelang an keiner weiteren Aufstellung teil.

Wer eine Familienaufstellung macht, sollte gesund und ausgeruht sein. Wenn man blind ist oder im Rollstuhl sitzt ist das selbstverständlich kein Hindernis. Menschen die Schizophren sind, sollten sicherlich nicht als Stellvertrer fungieren, da sie meines Wissens sowieso stärker durch fremde Gefühle und Gedanken gestört werden, als sie es verstragen. Man sollte nicht gerade eine so schwere Erkältung haben, daß man am liebsten sowieso im Bett bleiben würde und sollte auch einigermaßen ausgeruht sein.

Kurz: Man sollte sich in der Lage fühlen mit intensiven fremden Emotionen umgehen zu können.

Kersti

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Ein Text von Kersti Nebelsiek, Alte Wilhelmshäuser Str. 5, 34376 Immenhausen - Holzhausen, Tel.: 05673/1615, http://www.kersti.de/ ; Kersti_@gmx.de
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