erste Version: 6/2004
letzte Bearbeitung: 1/2012
Der Empath nimmt fremde Gefühle wahr, indem er sie fühltDas liegt daran, daß man nicht nur weiß, wie sich der andere fühlt, sondern daß man die Gefühle seiner Mitmenschen genauso wahrnimmt wie seine eigenen. Das heißt, man fühlt sich, wie sich der andere fühlt.Nun ist es überhaupt nicht angenehm, sich immer wütend zu fühlen, wenn einer der Anwesenden wütend ist, sich immer traurig zu fühlen, wenn einer der Anwesenden traurig ist und sich verzweifelt zu fühlen, wenn einer der Anwesenden verzweifelt ist. Noch schlimmer sind Orte mit vielen Menschen, deren Gefühle nicht zusammengehören und zusammenpassen. Wie man es häufig in Einkaufszentren auf Rummelplätzen, in Diskos und ähnlichen Plätzen mit großen Menschenansammlungen erlebt. Da fühlt man sich als Empath dann regelrecht zwischen den unterschiedlichen Gefühlen zerrissen. Gefühlswahrnehmung ist feinstoffliche WahrnehmungWenn man Gefühle wahrnimmt, egal ob es sich um eigene oder fremde Gefühle handelt, ist das tatsächlich die Wahrnehmung einer feinstofflichen Ebene. Diese ebene ist bei allem menschen vorhanden, doch je nach Konstitution des Körpers und Werdrängungsmechanismen nehmen wir sie unterschiedlich stark wahr.
Diejenigen Hellsichtigen, die Gefühle mit einem synästhesieartigen Mechanismus wahrnehmen malen gelegentlich Bilder von dieser Wahrnehmung. Während man nicht auf den Gedanken kommen würde, seine empfindungen zu malen, wenn man sie nicht sieht, ist man doch durchaus geneigt, Gefühlswahrnehmungen recht bildhaft zu beschreiben und kann mit solchen Bildern etwas anfangen, wenn man Gefühle empathisch wahrnimmt. Problematisch ist, daß diejenigen Menschen, die sich der Ebene, auf der Gefühlsinterkationen stattfinden nicht so bewußt sind, wie der Empath durchaus nicht untätig auf dieser Ebene sind, sondern dort an anderen Menschen herumzerren, andere vielleicht schlagen oder versuchen, sie zu etwas zu zwingen. Wut ist oft mit einem feinstofflichen Angriff auf dieser Ebene verbunden, wenn man auf andere angewiesen zu sein meint, krallt man sich eventuell in dessen Gefühlaura. Tatsächlich ist der Empath hier viel behutsamer, da er jede Interaktion auf dieser Ebene bewßt wahrnimmt und deshalb wenig tun muß um einen deutlichen Einfluß zu spüren. Der Nicht-Empath ist oft sehr ruppig, weil er viel heftiger Gefühle auf dieser Ebene braucht um im irdischen Bewußtsein überhaupt etwas zu fühlen. Wenn man die Gefühle seiner Mitmenschen fühlt, wird es schwierig, sich normal zu verhaltenWelches Verhalten als normal gilt, hängt nicht davon ab, welches Verhalten vernünftig wäre, sondern davon, welches Verhalten die meisten Menschen an den Tag legen. In China galt es, bis die Maoisten die Macht erlangten als normal und schön, Frauen die Füße so zusammenzubinden, daß sie schön klein blieben - und die Frau nur unter Schmerzen laufen konnte. In diversen afrikanischen Ländern gilt es als normal - und gesund! - Frauen die äußeren und inneren Schamlippen abzuschneiden und nur ein Stecknadelkopfgroßes Loch offenzulassen, durch das Blut und Urin abfließen können. Wenig Freude an der Sexualität, extreme Regelschmerzen, auf das im Körper zurückgehaftene But zurückzuführende gesundheitliche Probleme und lebensgefährliche Geburten sind die Folge. Und bei uns gilt es - im Gegensatz zu nahezu allen anderen Kulturen - als normal zu glauben, daß alles, was spirituell ist, nur auf Einbildung beruhen würde.Dann ist es natürlich blöd, wenn man zu der Minderheit an Menschen zählt, für die das Spirituelle nicht zu verdrängen geht, weil sie es ständig offen sichtbar vor Augen haben. Für meinen Geschmack, fassen mich anderen Menschen auf der mit den Gefühlen verbundenen feinstofflichen Ebene zu oft an, sie zerren viel zu sehr an mir herum und ich hätte den betreffenden Leuten wegen ihres ruppigen Verhaltens oft gerne die Meinung gesagt. Aber wenn ich als Kind und Jugendliche Ansätze gemacht habe, das zu tun, wurde ich dafür ausgelacht. Alle versuche, ihnen deutlich zu machen, daß es wichtig für mich war, daß sie sich zurücknehmen, blieben fruchtlos. Da also eine differenziertere Kommunikation oft nicht möglich war, habe ich Leute sehr oft angefaucht, sie sollen mich in Ruhe lassen und wenn sie da nicht drauf gehört haben, bin ich richtig wütend geworden. Und dann waren sie ale der Ansicht, ich hätte überhaupt keinen Grund wütend zu sein, weil es solche Bedürfnisse, wie ich sie behaupte zu haben, doch gar nicht gäbe. Das allerdings war mir nach den ständigen Rücksichtslosigkeiten ihrerseits egal - ich wollte sie nur auf Abstand haben. |
V4. V10. V15. V40. V41. V145. V146. V159. V235. V236. V237. V240. V249. V264. V265. V266. V285. V286. V319. VA14. VA89. VA98. VA119. VA120. VA130. VA131. VA142. VA177. VA179. VA181. VA182. VA220. VA231. VA232. VA233. VA234 VA236. VA249. VA250. VA266. VA267. VA267. VA268. |
Ein Text von Kersti Nebelsiek, Alte Wilhelmshäuser Str. 5,
34376 Immenhausen - Holzhausen, Tel.: 05673/1615,
http://www.kersti.de/,
Kersti_@gmx.de
Ich freue mich über jede Art von Rückmeldung, Kritik,
Hinweise auf interessante Internetseiten und beantworte Briefe,
soweit es meine Zeit erlaubt.